Mythos „Digitale Demenz“: Machen digitale Medien tatsächlich dumm, aggressiv und einsam?

Forscher/innen der Universität Koblenz-Landau widerlegen Behauptungen zu den negativen Auswirkungen des Internets anhand einer systematischen Betrachtung der wissenschaftlichen Befundlage, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung der Universität Koblenz-Landau. Laut Appel und Schreiner widersprechen die wissenschaftlichen Ergebnisse auf vielen Gebieten klar den Thesen zu den schädlichen Auswirkungen des Internets. Nach dem jetzigen Stand der Forschung führe vermehrte Internetnutzung im Mittel weder zu weniger sozialem Austausch, noch zu weniger gesellschaftlich-politischem Engagement. Auch sind intensive Internetnutzer nicht einsamer als Wenignutzer.

Eltern fehlinformiert und fehlgeleitet durch „Digitale Demenz“?
„Die alarmistischen Thesen von Spitzer und Co. haben wenig mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand zu tun“ so Appel, der eine Professur für Medienpsychologie innehat. Laut den Studienautoren verschleierten die nicht sachgemäßen Thesen zu den Auswirkungen von Internetnutzung den Blick für die Herausforderungen, die mit einer Verbreitung von Computer und Internet im Alltag verbunden sind.
Die Forscher/innen aus der Medienpsychologie machen ihre Ergebnisse verfügbar und nachvollziehbar, indem sie diese frei im Netz zur Verfügung stellen…

Die Studie:
Appel, Markus & Schreiner, Constanze (2014). Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung. Psychologische Rundschau, 65.

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