Der Geist ist willig, das WLAN schwach

Neue Bertelsmann-Studie zum Stand des digitalisierten Lernens in Deutschlands weiterführenden Schulen veröffentlicht.

Für die aktuelle Studie wurden rund 2000 Schüler, Lehrer und Schulleitungen sowie Experten aus Politik und Verwaltung befragt. Ein Großteil der Lehrkräfte und Schulleitungen sieht Vorteile der Digitalisierung hauptsächlich im administrativen Bereich. Das liegt zum einen an der noch immer mangelhaften technischen Infrastruktur und am fehlenden Support, zum anderen wird nach wie vor von vielen Lehrkräften der pädagogische Nutzen der digitalen Medien angezweifelt. Das sehen die Schülerinnen und Schüler ganz anders: 80 Prozent wünschen sich einen vielseitigeren Einsatz digitaler Medien und glauben, dass sie dadurch im Unterricht aktiver und aufmerksamer sein würden. Dagegen messen nur acht Prozent der Schulleitungen der Digitalisierung hohe strategische Bedeutung für die Ausrichtung ihrer Schule bei.

Insgesamt bescheinigt die Studie ein konzeptionelles und technisches Vakuum in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien sowohl in Schulen als auch in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Dass der digitale Wandel unaufhaltsam ist, darin herrscht Einigkeit – nur wie er gestaltet werden kann bleibt für Lehrkräfte und Schulleitungen eine offene Frage.

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