Autor: Stefan Welling

Broschüre zum Datenschutz an Schulen

Ganz aktuell hat die Medienberatung NRW eine Handreichung für Schulleitungen zum Datenschutz veröffentlicht. Mit der Broschüre soll Schulleitungen beim rechtskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in der Schule geholfen werden. Für Lehrkräfte ganz allgemein liefert die Broschüre Hintergrundwissen für den Umgang mit personenbezogenen Daten ihrer Schülerinnen und Schüler. Last but not least soll die Broschüre außerdem dabei helfen, Medienkompetenz unter den Vorzeichen von Datenschutz und Datensicherheit zu fördern.

Fünf häufige Fehlannahmen zu Blooms Taxonomie

Die Taxonomie von Benjamin Bloom wird häufig herangezogen, um kognitive Lernziele zu unterscheiden. Rege Anwendung findet sie auch bei der Beschreibung von Zielen für das Lernen mit digitalen Medien. Grant Wiggins weist in seinem Beitrag auf fünf häufige Mißverständnisse bei der Verwendung der Taxonomie hin, die u. a. darauf zurückgehen, dass sich viele nicht die Mühle machen, das Buch zu lesen, in dem Bloom seine Taxonomie entwickelt hat und sich lediglich der vielen schematischen Darstellungen seiner Taxonomie bedienen.

Snappet bald der Renner in Deutschland?

Vor wenigen Tagen hat die Snappet GmbH mit ihrem Grundschultablet gleichen Namens den Deutschen Bildungsmedienpreis Digita für den Bereich Allgemeinbildende Schulen gewonnen. Es handelt sich dabei um ein 7-Zoll Tablet mit vorinstallierten Lernprogrammen für die Fächer Deutsch und Englisch für den Unterricht in den Klassen 2 bis 4. Alle Aufgaben werden dabei laut Aussagen des Herstellers speziell auf das Niveau der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Auf Basis der Eingaben der Kinder werden die Aufgaben automatisch an Lernstand der Kinder angepasst und soll auf diese Weise ein optimales Lernergebnis präsentieren. Die Lehrkräfte können dabei jederzeit Informationen über den jeweiligen Lernstand der Kinder abrufen. Gleiches gilt auch für die Eltern, die online ebenfalls Einblick in den Lernstand ihrer Kinder bekommen. In der Begründung der Jury zur Preisvergabe heißt es u. a.: „Die einfache Handhabung und die nutzerfreundliche Gestaltung des Systems können aus Sicht der Jury bei Eltern oder in Lehrerkollegien eventuell vorhandene Vorbehalte gegenüber dem Einsatz digitaler Medien in der Grundschule abbauen. Der didaktische Wert des Angebots liegt in der Ergänzung von Lehrwerken und im offenen oder …

Onlinekurs zum unterrichtlichen Einsatz mobiler Endgeräte für angehende Lehrkräfte

Im letzten Beitrag in diesem Blog hat Andreas Breiter über die Probleme der Ausstattung mit mobilen Endgeräten in L. A. berichtet. Neben der Ausstattung mit Geräten stellt sich im Zuge der Medienintegration natürlich immer auch die Frage nach der erforderlichen Qualifizierung der Lehrkräfte. Das baden-württembergische Kultusministerium versucht es jetzt mit einem eigenen 7-wöchigen MOOC, das sich vor allem an Referendarinnen und Referendare im Bundesland richtet. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sollen im Verlauf des Kurses lernen, wie sie Smartphones und Tablets als Werkzeuge der Unterrichtsgestaltung einsetzen können. Umgesetzt wird der Kurs vom Zentrum für Mediales Lernen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Man darf gespannt sein, wie viele angehende Lehrkräfte sich auf dieses Angebot einlassen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Popularität von Erklärvideos für das Aneignen von Wissen und Fertigkeiten zumindest eine gute Idee. Die erste Lerneinheit ist bereits online und die Inhalte der Videos leicht nach zu vollziehen.

Tablets für alle – bald auch in Köln?

Letzte Woche meldete der Kölner Stadtanzeiger, dass in einigen Jahren alle Schülerinnen und Schüler in der Stadt Köln einen Tablet-PC als mobiles Endgerät nutzen können sollen. Um die erforderlichen Erfahrungen zu sammeln, wie man ein solches Vorhaben konzeptioniert und letztlich erfolgreich umsetzt, haben zum einen bereits an acht Schulen Pilotprojekte begonnen. Das Schuldezernat habe zum anderen in zusammen mit dem städtischen Amt für Informationsverarbeitung und der Universität Köln ein Konzept für die Schaffung einer ganzheitlichen technischen Schul-IT vorgelegt. Laut dem Artikel sieht André Bresges, der geschäftsführende Direktor des Instituts für Physik und ihrer Didaktik der Uni Köln mit der die Stadt eine „Forschungs- und Entwicklungskooperation“ betreibt u. a. folgende Vorteile des Einsatzes mobiler Endgeräte im Kontext des schulischen Lernens: „Schüler könnten mit passgenauen Aufgaben und Lernkontrollen individuell gefördert werden. Das iPad ersetze das statische Schulbuch. Die Technik helfe bei der Inklusion. Jeder könne in Teamarbeit seine Stärken einbringen. Der Lehrer werde zum motivierenden Projektmanager, wenn die Schüler Wissen selbst sammelten“ Gemessen am bisherigen Verlauf schulischer Medienintegration liegt die Latte hier sehr hoch und ich habe …

Aus die Maus – iPad Projekt im Los Angeles Unified School District endgültig gescheitert

Das iPad Projekt im Los Angeles Unified School District ist wahrscheinlich das Vorhaben, über das wir in diesem Blog am häufigsten berichtet haben. Jetzt ist das Projekt in seiner ursprünglichen Form endgültig gescheitert, nachdem der Leiter des Unified School Districts, John Deasy zurücktreten musste, nachdem herausgekommen war, dass er, bevor es zur Unterzeichnung der entsprechenden Verträge mit Apple und dem Schulsoftwarehersteller Pearson kam, mit diesen offenbar schon in zu engem Kontakt gestanden hat, wie u. a. die LA Times berichtet. Diese Problematik hat sicherlich nichts mit technisch-organisatorischen Schwierigkeiten zu tun, die auch zum Scheitern des Projektes beitrugen. Sie demonstriert aber eindrücklich, dass es bei der Ausstattung von Schulen mit IT-Technologie auch um handfeste wirtschaftliche Interessen geht und dabei sehr viel Geld zu verdienen ist. Mit entsprechender Vorsicht sind daher gerade die Versprechungen von IT-Unternehmen hinsichtlich des Nutzens ihrer Produkte für die Verbesserung von Lern- und Bildungsprozessen zu bewerten. Umso wichtiger sind – wenn man sich denn für großflächige 1:1-Ausstattungen von Schulen bzw. Schülerinnen und Schülerng entscheidet – geeignete Planungs- und Abstimmungsprozesse im Rahmen einer Medienentwicklungsplanung, …

Evaluation des Wiesbadener Tablet Projektes

Vor kurzem erschien der von Stefan Aufenanger und Luise Ludwig erarbeitete Bericht zur Evaluation des „Wiesbadener Tablet Projektes„, an dem vier Gymnasien der Stadt teilnahmen. Während drei Schulen sich für eine 1:1-Lösung entschieden, setzte die 3. Schule auf ein „Klassensatz-Model“. Die beiden Verfasser kommen dabei u. a. zu dem Schluss, „dass Tablets den Unterricht bereichern können und dass die Beteiligten – also die Schulleitung, die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler – im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Projekt gewesen sind und es als eine Bereicherung ansehen“. Die „Benotung“ des Projektes durch die Heranwachsenden variiert jedoch zwischen den Schulen. Die Verfasser begründen das mit der „unterschiedliche[n] didaktische[n] Verwendung der Tablets durch die einzelnen Lehrperson in dem Projekt […]. Nicht alle Lehrpersonen haben noch nicht die vollen Potenziale der Tablets entdeckt und damit die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler erfüllt“. Gleichwohl muss man aber auch davon ausgehen, dass nicht alles Heranwachsenden der umfänglichen Arbeit mit Tablets im Unterricht uneingeschränkt positiv gegenüber stehen und es hier durchaus Unterschiede gibt. Die Verfasser betonen aber auch, dass …

In Los Angeles rückt man von der Ausstattung aller SchülerInnen mit dem gleichen Tablet ab

In diesem Blog haben wir bereits mehrfach über die Pläne des Los Angeles Unified School District berichtet, alle Schülerinnen und Schüler mit einem iPad auszustatten. Von diesem Ziel rückt die Schulverwaltung dort laut einem Beitrag der LA Times Das ändert gleichwohl nichts an dem usprünglichen Vorhaben, alles Schülerinnen und Schüler mit einem persönlichen Endgerät auszustatten. Nunmehr können die Schulen aber z.B. wählen, ob sie lieber mit Laptops als mit Tablets arbeiten wollen. Ein Mitglied des dortigen Schulausschusses äußert sich dazu folgendermaßen: Why would we treat all our students — whether they are a first-grader or a high school freshman — as if they all had the same technology needs? They don’t…. To have a one-device-fits-all approach does not make sense.“ Dabei war es beim Rollout der iPad auch schon zu verschiedensten Problemen gekommen, Ob das u. U. (auch) auf eine mangelhafte Medienentwicklungsplanung zurückzuführen ist, lässt sich an dieser Stelle nicht beurteilen. Offensichtlich scheint man sich mit dem ursprünglichem Vorhaben aber ein wenig übernommen zu haben.

Unterstützung bei der Medienkompetenzförderung in Kindertageseinrichtungen

Medienkompetenzförderung in Kindertageseinrichtungen ist ein schwieriges Geschäft, wie auch unsere im letzten Jahr zusammen mit der Bremischen Landesmedienanstalt durchgeführte Untersuchung zum Thema in Bremen gezeigt hat. Neben Aktivitäten, die geeignet sind, die Einstellungen der Erzieher/innen gegenüber dem Medienhandeln von Kindern positiv zu verändern, braucht es u.a. auch Anleitungen und Tipps zur Umsetzung der Medienkompetenzförderung in den Einrichtungen. Auf der Seite Medienkompetenz-Kitas NRW finden Fachkräfte genau solche Hinweise. Neben einer Fülle praktischer Informationen auf der Website kann man dort auch einen Newsletter abonnieren, monatlich neue Anregungen und praktische Materialien bereithält.

Mobile Internetnutzung weiter zunehmend

Zwischen 2012 und 2013 hat die Anzahl der Menschen, die das Internet mobil nutzen laut einer Untersuchung des Statistischen Bundeamtes um 43 Prozent zugenommen. 51 Prozent aller Internetnutzer/innen ab zehn Jahre in Deutschland haben damit das Internet mobil genutzt. Als mobile Internetnutzer/innen gelten diejenigen, die außerhalb ihres Zuhauses und Arbeitsplatzes mit einem Smartphone/Handy oder einem tragbaren Computer wie Notebook oder Tablet über ein Mobilfunknetz oder ein drahtloses Netzwerk das Internet nutzten. Die Nutzung mobiler digitaler Medien hat damit weiter an Relevanz gewonnen. Auch in den unterschiedlichen Lernkontexten müssen wir uns vor diesem Hintergrund fragen, welche Bedeutung diese Entwicklung für das Lernen mit mobilen Endgeräten hat und welche Herausforderungen sich daraus u.a. für die Bereitstellung geeigneter IT-Infrastrukturen ergeben. Das sind Themen, mit denen wir uns auch am ifib in verschiedenen Projekten wie z. B. Paducation oder der Evaluation der Potenziale und Analyse der Wirtschaftlichkeit zentral betriebener IT-Systeme bei verschiedenen Schulträgern  befassen und weiterhin befassen werden, um solche Entwicklungen sinnvoll mitzugestalten.