Alle Artikel in: Förderprogramme

Koalitionsvertrag: Die Milliarden kommen … vielleicht!

Bereits letzte Woche wurden die ersten Informationen zu den Bildungsplänen der nun womöglich kommenden Großen Koalition bekannt gegeben. Dabei standen mehrere Milliarden Euro im Raum. Am Mittwoch einigten sich die Unterhändler aller Parteien, sodass der Koalitionsvertrag nun steht und veröffentlicht wurde.

DigitalPakt Schule – nur verschoben oder abgesagt?

Am 1. Juni berichteten wir über ein gemeinsames Eckpunktepapier von Kultusministerkonferenz (KMK) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Digitalpakt Schule, das die KMK auf einer Pressekonferenz (ohne Beteiligung des BMBF) vorgestellt und auf Ihrer Website zum Download bereitgestellt hatte. Dieser Link ist inzwischen mausetot. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren.

Wo bleibt der DigitalPakt#D?

Auf der diesjährigen didacta im Februar konnte ich einer Podiumsdiskussion lauschen, auf der Vertreter (keine Vertreterinnen) des BMBF, der KMK und einiger Länder noch eher stritten als diskutierten. Danach war es einige Zeit ruhig. Verhandelt wurde hinter weitgehend verschlossenen Türen. Jetzt scheint ein Ergebnis in Grundzügen zu stehen, auch wenn Minister-Beschlüsse noch ausstehen, die dann aber im Juni folgen sollen. JAN-MARTIN WIARDA berichtet dies zumindest in seinem Blog und scheint gut informiert. Demnach sieht ein Eckpunktentwurf zur „Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schulen“ (wo ist der hippe „DigitalPakt#D“ geblieben?) vor, dass ab 2018 massiv in die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden soll. Im Fokus scheint wohl die Ertüchtigung und der Ausbau der Schulnetze insbesondere in Hinblick auf mobiles Lernen in modernen Funknetzen mit Breitbandanbindung und (cloudbasierten) Diensten zu stehen. Darüber hinaus soll die Qualifizierung der Lehrkräfte ein weiterer wichtiger Eckpfeiler werden. Das Ganze auf Basis pädagogischer Konzepte der Schulen und Strategien der Schulträger. Auch Landesprojekte sollen gefördert werden. Die Verteilung der Gelder soll dann wohl auf Länderebene in Abstimmung mit …

Ausschreibung 2016: Dieter Baacke Preis in fünf Kategorien

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern. Der Dieter Baacke Preis 2016 wird in fünf Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind: Projekte von und mit Kindern Projekte von und mit Jugendlichen Interkulturelle und internationale Projekte (z.B. grenzüberschreitende medienpädagogische Projekte und Projekte, welche den interkulturellen Austausch fördern oder die Situation von Kindern, Jugendlichen, Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen, deren Teilhabe fördern, besonders auch in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten/Refugees), Medienarbeit als Schlüssel zur Integration Intergenerative und integrative Medienprojekte (medienpädagogische Zusammenarbeit, Austausch zwischen den Generationen, familienorientierte Medienarbeit , medienpädagogische Projekte mit inklusivem und integrativem Ansatz, welche z.B. die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien in einer inklusiven Gesellschaft fördern) Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter (modellhafte, innovative medienpädagogische …

Neuer Medienkompetenzbericht der Landesmedienanstalten

Berlin, 16.2.2016: Die Arbeitsgemeinschaft der Landemedienanstalten (ALM) hat heute in Berlin den neuen Medienkomptenzbericht vorgestellt.  Der Zusammenschluss der Landesmedienanstalten bündelt damit die Aktivitäten der Medienkomptenzförderung in den Ländern und stellt die Kooperationsprojekte vor (z.B. Klicksafe, Internet-ABC). Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, der den neuen Medienkompetenzbericht mit initiiert hat, betonte außerdem: „Die Landesmedienanstalten verstehen sich als Mittler zwischen Medienanbietern und Mediennutzern. Mit ihren Aktivitäten zur Förderung von Medienkompetenz verfolgen die Landesmedienanstalten das Ziel, Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den positiven Nutzungspotenzialen der Medien zu eröffnen, Medien reflektiert zu nutzen und Risiken zu vermeiden“ (ALM, 16.2.2016).  Mehr dazu:  ALM-Pressemeldung vom 16.2.16  und  Medienkompetenzbericht 15/16 zum Download

Digitale Medien und Schulen: die einen hüh, die anderen hott

Nachdem gestern die SZ Online über die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der „digitalen Kompetenz“ berichtet hat, bei denen es um einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern gehen könnte (siehe unser Blog-Eintrag), gab es in der gleichen Ausgabe ein Interview mit dem Titel: „Raus mit den Computern„. Gefragt wurde Gerald Lembke, seines Zeichens Studiengangsleiter für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und zugleich Präsident des Bundesverbandes für Medien und Marketing. Er hält es für erwiesen, dass Kinder erst ab 12 Jahren in der Schule mit digitalen Medien arbeiten und lernen sollten. Woher diese Erkenntnis stammt, verrät er nicht. Und warum jetzt ausgerechnet die Grenze bei 12 Jahren und nicht bei 11 oder 13 Jahren liegen soll, wird im Interview auch nicht deutlich. Das erinnert an die Aussagen u.a. vom ehemaligen Leiter des KFN, Pfeiffer, der immer davon sprach, dass Computer ab Klasse 5 erst Sinn machen könnten – auch so eine künstliche Grenze. Wenn wir das jetzt zusammenbringen, fällt auf, dass wir in Deutschland nach wie vor eine erhebliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit …

Schüler/innen in L.A. müssen auf Computer warten

Ursprünglich war es wahrscheinlich das größte und ambitionierteste Ausstattungsprojekt der Welt: Fast 650.000 Schülerinnen und Schüler sollten im Schuldistrikt von Los Angeles mit Tablets eines präferierten Herstellers ausgestattet werden. Aufgrund von Querelen, fehlender curricularer Anbindung und unklaren Zielsetzungen geriet das Projekt ins Stocken. Jetzt meldet sich Ramon Cortines, der neue Superintendent (so etwas wie eine Mischung aus Oberschulrat und Schuldezernentin, aber von den Einwohner/innen gewählt!) zu Wort und sagt: „… I believe that currently the district does not have sufficient funds to purchase and maintain technology in a 1:1 model.“ (Statement auf den Seiten des LAUSD). Insbesondere die langfristigen Folgekosten wären im Moment nicht absehbar. Vielleicht eine kleine Warnung für deutsche Schulträger. Oder doch lieber Bring-your-own-device?

klicksafe Preis 2014

Bis zum 15. März können Vorschläge und Bewerbungen für den „klicksafe Preis für Sicherheit im Internet“ eingereicht werden. Der Wettbewerb der EU Initative klicksafe wird erneut in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen durchgeführt. Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema „Chancen und Herausforderungen des mobilen Internets“. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Homepage des Wettbewerbs. Einsendeschluss ist der 15. März 2014 (Quelle: PM).

Chromebook und Smartwatch für US-Schulen

Während in Deutschland über Notebook-Klassen und die Verwendung von Tablets diskutiert wird, sorgen in den USA Initiativen der Computerindustrie dafür, dass ständig neue Arten von Hardware in den Schulen Einzug halten. So berichtet The Verge, dass Dell ein spezielles Chromebook für Schülerinnen, Schüler und Studierende vorgestellt hat. Von den Funktionalitäten und der Hardware sind Chromebooks den üblichen Notebooks zwar noch vergleichsweise ähnlich – die Verwendung eines weiteren, zudem ausschließlich browserbasierten Betriebssystems dürfte gleichwohl mit vielfältigen neuen Fragen verbunden sein. Als gänzlich neue Kategorie von IT-Geräten macht nun die Smartwatch von sich reden. Nach Berichten von TechCrunch und The Verge plant der Anbieter der Smartwatch Pebble 4.000 Uhren im Wert von 600.000 Dolar an weiterführende, technisch ausgerichtete US-Schulen auszugeben, wo sie vorerst vor allem im Informatikunterricht zum Einsatz kommen sollen. Das geschieht natürlich nicht selbstlos, wie auch TechCrunch anmerkt: Ziel des Pebble Education Projects sei es, die künftigen Entwickler mit Hardware und Entwicklungsumgebung vertraut zu machen, bevor sie überhaupt erstmals mit dem Arbeitsmarkt in Berührung kommen. Von solchen Entwicklungen ist Deutschland Lichtjahre entfernt. Sollte sich die …