Alle Artikel in: Hardware

Berlin startet breit angelegten Schul-IT-Support

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport übernimmt von den Bezirken die IT-Betreuung der Schulen, um eine nachhaltige Nutzung der Endgeräte sowie den flexiblen und zuverlässigen Einsatz dieser dauerhaft zu gewähren. Das Vorhaben wurde bereits 2016 in einem Pilotversuch mit 33 Schulen erprobt und die Ergebnisse unterstrichen die Notwendigkeit technischer Fachkräfte an Schulen.

Lernförderliche IT-Ausstattung an Schulen als milliardenschwere Daueraufgabe

Wenn Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrkräfte die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ formulierten Bildungsziele erreichen sollen, sind lernförderliche IT-Infrastrukturen in allen Schulen notwendig.

iPads im Klassenzimmer – Zwischenbilanz nach fünf Jahren Tablet-Unterricht

Wer von Christoph Dernbachs Beitrag Antworten auf die Frage erwartet, ob Schülerinnen und Schüler mit dem iPad besser lernen bzw. wie sich die Arbeit mit dem Medien auf Bildung und Kompetenzerwerb auswirken, wird wahrscheinlich enttäuscht. Dennoch wirft der Beitrag ein paar interessante Aspekte auf, die es zu lesen lohnt. Das ist aus meiner Sicht insbesondere die Vorstellung neuer technischer Features von Apple die den Einsatz der Geräte im Unterricht erheblich vereinfachen, gerade wenn man nicht auf Basis einer 1:1-Ausstattung arbeiten kann. Denn mit der Funktion „Shared iPad“ wird das Gerät jetzt endlich mehrbenutzerfähig, d. h. verschiedene Schülerinnen und Schüler können sich auf einem Gerät anmelden und mit einem personalisierten Profil arbeiten. Allerdings funktioniert diese Lösung wohl nur auf den Geräten der neusten Generation. Für Lehrkräfte ebenfalls interessant ist die App „Classroom“, mit der die Lehrkraft z. B. auf ihrem Gerät sehen kann, woran eine Schülerin gerade arbeitet. Interessant sind aber auch die Einsichten von Andreas Hofmannl und André Spang, iPad-Enthusiasten der 1. Stunde, die u. a. davon berichten, wie schwierig es ist, die Arbeit mit …

Dokumentation zur Integration von Tablets in der Grundschule veröffentlicht

In der aktuellen Diskussion um die schulische Mediennutzung nimmt die spontane und flexible Nutzung von mobilen Endgeräten eine zentrale Rolle ein. Vor allem in Grundschulen scheinen Tablets deutliche Vorteile gegenüber den dort etablierten technischen Lösungen zu bieten. Entsprechend viele Tablet-Projekte wurden bereits in Grundschulen initiiert. Viele dieser Vorhaben leiden jedoch unter erheblichen Anlaufschwierigkeiten da sie ohne hinreichende Planung erst mit der Ausgabe der Geräte starten, und eine Reihe wichtiger Schritte nicht getätigt werden,um solche Vorhaben möglichst erfolgreich zu gestalten. Die ifib consult hat im letzten Jahr den hessischen Wetteraukreis dabei unterstützt, den Einsatz von Tablets an einer der Grundschulen des Kreises vorzubereiten. Die Ergebnisse der Unterstützung liegen jetzt zur Weiternutzung vor. Die Dokumentation erklärt kleinteilig die erforderlichen Schritte, um die Voraussetzungen für die Arbeit mit Tablets an einer Grundschule zu schaffen. Das sind u. a. die Entwicklung eines Medienkonzeptes, die Sicherstellung von Service und Betrieb der eingesetzten Geräte, die Entwicklung von Nutzungsszenarien inklusive korrespondierender App-Auswahl, die Auswahl und Erstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie die medienpädagogische Unterstützung und Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte. Natürlich berücksichtigt die …

Veranstaltung „Mobiles Lernen mit Tablets“

In Oldenburg findet heute die Fortbildungsveranstaltung “Mobiles Lernen (mit Tablets)” des iPad Projekts der Waldschule Hatten statt. Gestern berichtete der SchulSPIEGEL auf SPIEGEL ONLINE über das Projekt und befragte Professor Andreas Breiter zum Thema. Neben hauptsächlich praxisorientierten Workshops, weiteren Vorträgen und Diskussionen, wird auf der Veranstaltung unter dem Titel „Medienzentren der Landkreise: Kompetenzzentren für Schulen und Schulträger“ auch ein Fachvortrag mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema Medienentwicklungsplanung angeboten, der sich im Wesentlichen an Vertreter der Kommunen, politische Entscheidungsträger und Schulleitungen wendet. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im ifib Blog.  

Snappet bald der Renner in Deutschland?

Vor wenigen Tagen hat die Snappet GmbH mit ihrem Grundschultablet gleichen Namens den Deutschen Bildungsmedienpreis Digita für den Bereich Allgemeinbildende Schulen gewonnen. Es handelt sich dabei um ein 7-Zoll Tablet mit vorinstallierten Lernprogrammen für die Fächer Deutsch und Englisch für den Unterricht in den Klassen 2 bis 4. Alle Aufgaben werden dabei laut Aussagen des Herstellers speziell auf das Niveau der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Auf Basis der Eingaben der Kinder werden die Aufgaben automatisch an Lernstand der Kinder angepasst und soll auf diese Weise ein optimales Lernergebnis präsentieren. Die Lehrkräfte können dabei jederzeit Informationen über den jeweiligen Lernstand der Kinder abrufen. Gleiches gilt auch für die Eltern, die online ebenfalls Einblick in den Lernstand ihrer Kinder bekommen. In der Begründung der Jury zur Preisvergabe heißt es u. a.: „Die einfache Handhabung und die nutzerfreundliche Gestaltung des Systems können aus Sicht der Jury bei Eltern oder in Lehrerkollegien eventuell vorhandene Vorbehalte gegenüber dem Einsatz digitaler Medien in der Grundschule abbauen. Der didaktische Wert des Angebots liegt in der Ergänzung von Lehrwerken und im offenen oder …

Chromebooks der Renner in den USA

Nach Analysen von Marktforschern der Firma Futuresource haben Chromebooks mit einer Wachstumsrate von 40% in 2014 den US-amerikanischen Markt im Schulbereich umgekrempelt. Während weltweit und insbesondere in Westeuropa nach wie vor Windows-Geräte dominieren, spielen die google-Geräte in US-amerikanischen Schulen einer immer größere Rolle. Ein offensichtlicher Grund liegt im günstigen Kaufpreis für die Schuldistrikte. Aber dahinter liegt eine ganz andere Motivation: die meistens Leistungstests für Schülerinnen und Schüler auf Distrikt, Bundestaats- und Bundesebene in den USA werden sukzessive auf computer-basierte Verfahren umgestellt (siehe auch unsere Publikationen dazu). Im Artikel der Online-Zeitschrift Education Week sagt einer der Marktforscher dazu: „Chrome has absolutely flown,“ said Fisher in a phone interview. „It has an attractive price point“ for districts that need to prepare quickly for online assessments, he added.“ In Deutschland sind Chromebooks nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen bedenklich. Das Unternehmen macht derzeit noch weniger aggressive Werbung und es fehlt die „Zwangsanwendung“ von zentralen staatlichen Testverfahren. Wie lange noch?  

Von der „Überdigitalisierung“ der Schule

Anlässlich der didacta hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Karl Kraus, seines Zeichens Direktor eines bayrischen Gymnasiums, in einem Interview mit deutschlandradio kultur mal wieder klar Stellung bezogen: „Wogegen ich etwas habe, das ist die Euphorie, zu glauben, Schule könnte nun völlig anders gestaltet werden, völlig umgekrempelt werden, die totale Zwangsdigitalisierung, diese Euphorie stört mich. […] Es hat mir bislang noch niemand nachweisen können, dass eine Totaldigitalisierung des Unterrichts beziehungsweise eine Eins-zu-eins-Computer-und-Tabletversorgungsrate für Schüler den Schülern wirklich etwas bringt […]“. Damit macht Herr Kraus deutlich, dass er erstens wenig Einblicke in die Situation an deutschen Schulen und schon gar nicht bezüglich der Potenziale digitaler Medien hat und stellt zweitens klar, dass er trotzdem darüber sprechen kann. Der Gradmesser des Erfolgs sei – so Kraus – das Abschneiden in Leistungstests. Und da hat er Recht! Eine kausale Beziehung zwischen digitalen Medien und „Leistungssteigerung“ ist kaum messbar. Das Konzept der Medienkompetenz ist aber offensichtlich noch nicht so weit im Lehrerverband vorgedrungen. Es scheint, als ginge es da um eine lehrerzentrierte Angelegenheit: „Also, es muss nicht jedes Kind, …

Onlinekurs zum unterrichtlichen Einsatz mobiler Endgeräte für angehende Lehrkräfte

Im letzten Beitrag in diesem Blog hat Andreas Breiter über die Probleme der Ausstattung mit mobilen Endgeräten in L. A. berichtet. Neben der Ausstattung mit Geräten stellt sich im Zuge der Medienintegration natürlich immer auch die Frage nach der erforderlichen Qualifizierung der Lehrkräfte. Das baden-württembergische Kultusministerium versucht es jetzt mit einem eigenen 7-wöchigen MOOC, das sich vor allem an Referendarinnen und Referendare im Bundesland richtet. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sollen im Verlauf des Kurses lernen, wie sie Smartphones und Tablets als Werkzeuge der Unterrichtsgestaltung einsetzen können. Umgesetzt wird der Kurs vom Zentrum für Mediales Lernen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Man darf gespannt sein, wie viele angehende Lehrkräfte sich auf dieses Angebot einlassen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Popularität von Erklärvideos für das Aneignen von Wissen und Fertigkeiten zumindest eine gute Idee. Die erste Lerneinheit ist bereits online und die Inhalte der Videos leicht nach zu vollziehen.