Alle Artikel in: Informatik-Kompetenz

Jetzt noch einreichen! Beiträge für die INFOS 2017

Vom 13. bis 15. September 2017 findet die 17. GI-Fachtagung Informatik und Schule (INFOS) des Fachausschusses „Informatische Bildung in Schulen“  an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Unter dem Motto „Informatische Bildung zum Verstehen und Gestalten der digitalen Welt“ widmet sich die Tagung der informatischen Bildung und zwar von der Kita bis zur berufsbildenen Schule. Einreichungen sind noch bis zum 31. Januar möglich! Weitere Informationen zum Tagungsprogramm: www.infos2017.de

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

Europäische Code-Week vom 10. – 18. Oktober 2015

Die von der Europäischen Kommission initiierte European Code Week findet dieses Jahr vom 10. – 18. Oktober statt. Ziel der Aktion ist es Medien- und IT-Kompetenzen über alle Altersgruppen hinweg zu fördern und stärken. In Deutschland finden insgesamt 66 Veranstaltungen statt. Eine Übersicht über alle Events findet sich hier. Das Bremer FabLab veranstaltet- zum Bespiel – am 10. Oktober einen Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema Wearables und „smarte Kleidungsstücke“.

Aktive Videoarbeit für die Informatik

Unter dem Motto „Dreh dein Bild der Informatik“ schreibt die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) gemeinsam mit der  Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) und den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) einen Videowettbewerb für Schülerinnen und Schüler und Studierende aus. Gesucht werden persönliche Statements und Zugänge zur Informatik. Zur thematischen Ausrichtung heißt es in der entsprechenden Pressemeldung  der GI e.V. vom 1.9.2015: „Mit Hilfe eines Videos soll das Bild der Informatik bzw. von Informatikerinnen und Informatikern dargestellt werden. Im Fokus könnten folgende Fragen stehen: • Wo überall „ist Informatik drin“? • Wie beeinflusst Informatik das Leben heute und in Zukunft? • An welchen Problemen arbeiten Informatikerinnen und Informatiker? • Welche Kompetenzen bringen sie dabei ein und mit welchen Methoden arbeiten sie? • Mit welchen technischen und gesellschaftlichen Fragen setzen sie sich auseinander? • Warum kann es für jeden nützlich und wichtig sein, sich mit Informatik und Informatiksystemen auszukennen? Ist Informatik kreativ?“ (…) Wer sich also berufen fühlt einen Imagefilm für die Informatik zu drehen, dem winken Preigelder und bundesweite Beachtung. Die Videoproduktionen müssen bis zum 30.11.2015 angemeldet werden und …

Medienbildung soll Informatik schlucken…

In Baden Württemberg ist die Diskussion um den Informatikunterricht neu entfacht. Als eines der Länder, die Informatik in der Unter- und Mittelstufe bis jetzt verankert hat, setzt BaWü nun auf ein Fach Medienbildung?  Das Kultusministerium des Bundeslandes stellte indes klar, dass die Änderungen im Fach Informatik an den weiterführenden Schulen künftig darin bestehen sollen,  dass  die Informatik  in die fächerübergreifende Medienbildung integriert wird. Fachlehrer/innen und auch Informatiker/innen laufen Sturm gegen die geplanten Änderungen. Aber unabhängig davon wie der Streit ausgeht, eine umfassende  Weiterbildungsoffensive für Lehrkräfte ist in beiden Bereichen,  Informatik sowie auch Medienbildung ist in jedem Fall nötig. Die Pressestimmen spiegeln den Konflikt eindrucksvoll wieder, Fokus und Heise nehmen sich des Themas an.

Medienkompetenz: Wenigstens die Expert/innen sind sich einig

Heute fand ein öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages unter der Leitung der Vorsitzenden Saskia Esken (SPD) statt. Als Expert/innen waren geladen: Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn); Richard Heinen (Universität Duisburg-Essen); Uwe Lübking (Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes); Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Universität Paderborn) und Daniel Seitz (mediale-pfade.org). Alle waren sich darin einig, dass Medienkompetenz wichtig sei und stärkten dem Antrag der Regierungsfraktionen den Rücken. Die Ausschussvorsitzende schreibt auf ihrer Webseite: „Medienkompetenz und informatorische Grundbildung werden in einer zunehmend digitalisierten Welt immer bedeutender. Die Ausführungen der Experten haben uns gezeigt, dass wir uns mit diesem Antrag und seinem vorgeschlagenen Maßnahmenbündel auf dem richtigen Weg befinden.“ Wir erfreulich! Und dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass weder der Bund noch der Bundestag hier eine Steuerungskompetenz hat. Mal sehen, wie das die Länder finden. Leider wurde auch an diesem Ort mal wieder Medienkompetenz und algorithmische Kompetenz miteinander verschmolzen, obwohl es zwei sehr unterschiedliche Bereiche sind – wie uns eindrucksvoll der lehrplan21 aus der Schweiz aufzeigt. Ansonsten hat die Anhörung auf …

Schulinformatik für mehr Medienkompetenz

In ihrer aktuellen Erklärung spricht sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) für die verbindliche Einführung der Schulinformatik aus: „Informatische Bildung sichert die Teilhabe unserer Jugend an der digitalen Gesellschaft. Hierzu ist sowohl eine fächerübergreifende Medienbildung als auch ein zeitgemäßer Informatikunterricht unabdingbar.“, sagte Prof. Dr. Steffen Friedrich, Sprecher des Expertenkreises. Ebenso wichtig sei es, Kinder und Jugendliche unter Nutzung digitaler Werkzeuge zur aktiven, kreativen Gestaltung ihrer Welt zu befähigen. Ein selbstbestimmtes Agieren in der digitalen Welt sowie der sichere Umgang mit den notwendigen Fachbegriffen, wie z. B. „Netzneutralität“, sei nur mit Wissen zu den zugehörigen informatischen Konzepten möglich, so die Schlussfolgerung der Informatiker (Quelle: GI-Pressemeldung vom 9.4.2015)“. Die Bildungserklärung der GI kann im direkten Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler/innen in der so genannten ICILS-Studie (International Computer and Information Literacy Study) gesehen werden.  Seit Veröffentlichung der Studie im letzten Winter, die computerbezogene Fähigkeiten deutscher Schüler/innen im internationalen Vergleich gemessen hat, ist wieder heftig Bewegung in das Thema Medienkompetenzförderung und die verbindliche Verankerung von Medienbildung in schulischen Bildungsstandards und Curricula gekommen. Auch dem Bundestag war …

Fast jedes deutsche Kind besitzt Zugang zum Internet

Eine repräsentative Umfrage der LBS-Gruppe zeigt, dass 84% der 9- bis 14-Jährigen ein eigenes Handy besitzen, 58% sogar ein eigenes Smartphone. Lediglich 7% der Kinder haben keinen Zugang zum Internet. Befragt wurden 11.000 Kinder im gesamten Gebiet der Bundesrepublik. Die Umfrage bestätigt den Trend eines konstanten Anstiegs der Nutzung von mobilen Endgeräten: Während 2007 lediglich 68% der Kinder ein eigenes Handy besaßen, waren es 2011 schon 79% und im Jahr 2014 praktisch fast jedes Kind. The LBS-Studie schließt daraus, dass „Kinder heute schon fast vollständig an die mobile Kommunikation angeschlossen [sind]. Je älter Kinder werden, desto mehr Mediengeräte befinden sich in ihrem Besitz und desto häufiger gehen sie ins Internet. Meist gehen Kinder am eigenen PC oder über das Smartphone ins Internet, um auf diesem Wege Kontakte zu pflegen oder neue Freunde zu finden. Dabei nutzen jüngere Kinder eher den Computer und ältere lieber ihr Smartphone.“ Unterschiede in der Medienausstattung finden sich zwischen zwischen den Geschlechtern, sind aber auch bedingt durch die sozio-ökonomische Situation der Eltern (etwa Arbeitslosigkeit oder Migrationshintergrund). Zum Beispiel besitzen Jungen häufiger …

Digitale Medien und Schulen: die einen hüh, die anderen hott

Nachdem gestern die SZ Online über die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der „digitalen Kompetenz“ berichtet hat, bei denen es um einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern gehen könnte (siehe unser Blog-Eintrag), gab es in der gleichen Ausgabe ein Interview mit dem Titel: „Raus mit den Computern„. Gefragt wurde Gerald Lembke, seines Zeichens Studiengangsleiter für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und zugleich Präsident des Bundesverbandes für Medien und Marketing. Er hält es für erwiesen, dass Kinder erst ab 12 Jahren in der Schule mit digitalen Medien arbeiten und lernen sollten. Woher diese Erkenntnis stammt, verrät er nicht. Und warum jetzt ausgerechnet die Grenze bei 12 Jahren und nicht bei 11 oder 13 Jahren liegen soll, wird im Interview auch nicht deutlich. Das erinnert an die Aussagen u.a. vom ehemaligen Leiter des KFN, Pfeiffer, der immer davon sprach, dass Computer ab Klasse 5 erst Sinn machen könnten – auch so eine künstliche Grenze. Wenn wir das jetzt zusammenbringen, fällt auf, dass wir in Deutschland nach wie vor eine erhebliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit …