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10 Mio. Dollar für Tablet-Projekt

Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden: In den USA ist ein neues großes Tablet-Projekt mit einem Volumen von 10 Mio. US-Dollar gestartet worden – finanziert über Sponsoren und Stiftungen unter der Federführung der Organisation Digital Promise – inklusive wissenschaftlicher Begleitung. Das berichtet die Education Week letzte Woche. Zielgruppe sind Middle Schools in strukturschwachen Bezirken (40% der Schüler/innen erhalten freies Mittagessen) mit insgesamt 4.500 Schüler/innen und 350 Lehrkräften. Das Projekt beinhaltet auch Lehrerfortbildungen. Wir dürfen gespannt sein, was die Evaluation bringen wird, nachdem einige Tablet-Projekt eher schwächeln, insbesondere aufgrund der fehlenden Einbettung in die Schulentwicklung und die mangelhafte Berücksichtigung der Folgekosten bei den Schulträgern.

Regelungen zu Facebook in der Schule: 16 mal unterschiedlich

Wer hätte es auch anders erwartet: in den Bundesländer gibt es sehr unterschiedliche Regelungen zur Nutzung von Facebook. Auf der Seite des Projektes #pb21 der Bundeszentrale für politische Bildung wird dieser deutsche Sonderweg des Bildungsföderalismus wunderbar grafisch dargestellt und die entsprechenden Rechtsgrundlagen gleich dazu geliefert. Dabei steht Facebook ja nur als Synonym für soziale Netzwerke und ihr Einsatz für Kommunikationszwecke sowie die Thematisierung von Chancen und Risiken im Unterricht (also ein Teil der Förderung von Medienkompetenz). Stefan Aufenanger hat einmal die Medien in der Schule mit einem Virus verglichen. Was tun wir dagegen? Alternative 1: Glasglocke über die Schule, damit nichts hineinkommt (also verbieten) oder Alternative 2: Impfen (also immun machen gegen die Versuchung). Warten wir ab, was den Bundesländern hierzu einfällt.

Was tun mit den Medienkonzepten der Schulen?

Viele Schulträger fordern ihre Schulen dazu auf, Medienkonzepte zu entwickeln und auch in den meisten Landesprogrammen zur Medienbildung wird auf die Bedeutung schulischer Medienkonzepte hingewiesen. Auf der anderen Seite tun sich die Schulträger dann oft schwer, die vorliegenden Medienkonzepte der Schulen auszuwerten und die Ergebnisse in die eigene Medienentwicklungsplanung zu integrieren. Im Rahmen der Erstellung von Medienentwicklungsplänen und IT-Strategien für Schulträger haben wir uns daher auch damit befasst, wie sich die Schwerpunktsetzungen der Schulen in die Planungen der Schulträger integrieren lassen. Dazu haben wir bei zwei Schulträgern die Medienkonzepte ihrer Schulen mit qualitativen und quantitativen Analyseverfahren ausgewertet. Wie wir dabei vorgegangen sind, habe ich in einem Beitrag in unserem ifib-Blog ausgeführt.