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Startschuss für DATAFIED: Neues Verbundprojekt am ifib

Zum 1. Dezember ist das Verbundprojekt DATAFIED (DATA For and In EDucation) offiziell gestartet. Zusammen mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU), sowie dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) sollen die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Datafizierung im schulischen Bildungssystem untersucht werden. Datafizierung meint, dass über alle Prozesse des Schulsystems Daten gesammelt werden, die gleichzeitig Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse verschiedener schulischer Akteure (etwa Bildungspolitik, Schulaufsicht, Schulträger, Lehrkräfte oder Eltern) beeinflussen. Sowohl das BMBF als auch die Kultusministerkonferenz haben die zunehmende Digitalisierung im Schulwesen in ihren Strategiepapieren fest verankert. Dies wird auch durch die aktuell diskutierte Grundgesetzänderung im Rahmen des „DigitalPakt Schulen“ bekräftigt. DATAFIED bildet in diesem Kontext einen wichtigen Baustein in der Erforschung und Evaluation der bisherigen Fortschritte. Die Erhebung und Nutzung von Daten ist keineswegs neutral: Welche Daten werden aus welchen Gründen erhoben, welche werden nicht abgefragt? Was geschieht mit diesen Daten? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus in Bezug auf die Idealvorstellung von „guter“ Bildung und der „richtigen“ Implementierung digitaler Hilfsmittel ziehen? Hierzu …

Computer + Unterricht zum Thema „Clouds“ erschienen!

Andreas Breiter und Björn Eric Stolpmann haben die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Computer + Unterricht (Nr. 106/2017) mit herausgegeben, die sich mit den Potenzialen von Cloudlösungen für die Medienbildung befasst, die längst nicht mehr nur im Ort „Schule“ stattfindet, sondern sehr mobil auch bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause, am Nachmittag in gemeinsamen Lerngruppen oder auf Studien- und Projektfahrten, so dass auch die Daten und die sie verarbeitenden Anwendungen ständig verfügbar sein müssen.

Eckpunkte zum DigitalPakt Schule

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat am 1. Juni 2017 in Stuttgart ein „Bekenntnis“ zu den Eckpunkten einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich der Schule („DigitalPakt Schule“) abgegeben. Diese seien das Ergebnis von monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen Bund und Ländern auf Ebene der Staatssekretäre. Der Bund hat dabei rund fünf Milliarden Euro von 2018 bis 2022 für den Ausbau der IT-Infrastruktur in den Schulen „in Aussicht gestellt“

Digitalisierung oder Medien-Schonraum Kita?

Medienpädagogik positioniert sich für einen dritten Weg: kindgerechte Medienbildung von Anfang an. Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die die Lebenswelten von Kindern und Familien zunehmend mitbestimmt, spricht sich die GMK-Fachgruppe-Kita in diesem Positionspapier dafür aus, auf breiter Linie, entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern orientiert ist. Welche Bedingungen dafür geschaffen werden müssen, auf welchen Grundlagen sie basiert, welche vielfältigen Bildungsbereiche mit Medienbildung und Medienerziehung verknüpft sind, darüber informiert das Postionspapier.

Positionspapier des Deutschen Städtetages zum Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Wohl auch als Antwort auf die Konkretisierung der Bund-Länder-Bemühungen zum DigitalPakt#D hat der Deutsche Städtetag ein Positionspapier verabschiedet. Darin wird an den Bund die Erwartung formuliert, dass er sich (finanziell) an einem Masterplan „Ausbau digitaler Bildung“ beteiligt und für bundesweit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sorgt. Damit soll er eine bessere Vernetzung der in den  Ländern vorhandenen digitalen Plattformen schaffen, in die Schulträger digitale Lehr- und Lernmittel einbinden können. Außerdem soll er die Anwendungsforschung im Bereich der digitalen Bildung besser fördern. Weiterhin wird erwartet, dass die Länder den Ausbau der digitalen Bildung als eine Gemeinschaftsaufgabe von Ländern, Bund und Kommunen begreifen und in enger Abstimmung mit den kommunalen Schulträgern vorantreiben. Lehrkräfte sollen über Aus-und Fortbildung in die Lage versetzt werden, die von den kommunalen Schulträgern finanzierten und bereitgestellten digitalen Medien im Unterricht bedarfsgerecht einsetzen zu können. Weiterhin sollen Mindeststandards für die digitale Infrastruktur der Schulen unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände gesetzlich verbindlich festgelegt und entsprechend der jeweiligen konnexitätsrechtlichen Regelungen auskömmlich und verlässlich finanziert werden. Landesweite Lernplattformen sollen aufgebaut werden, …

Wo bleibt der DigitalPakt#D?

Auf der diesjährigen didacta im Februar konnte ich einer Podiumsdiskussion lauschen, auf der Vertreter (keine Vertreterinnen) des BMBF, der KMK und einiger Länder noch eher stritten als diskutierten. Danach war es einige Zeit ruhig. Verhandelt wurde hinter weitgehend verschlossenen Türen. Jetzt scheint ein Ergebnis in Grundzügen zu stehen, auch wenn Minister-Beschlüsse noch ausstehen, die dann aber im Juni folgen sollen. JAN-MARTIN WIARDA berichtet dies zumindest in seinem Blog und scheint gut informiert. Demnach sieht ein Eckpunktentwurf zur „Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schulen“ (wo ist der hippe „DigitalPakt#D“ geblieben?) vor, dass ab 2018 massiv in die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden soll. Im Fokus scheint wohl die Ertüchtigung und der Ausbau der Schulnetze insbesondere in Hinblick auf mobiles Lernen in modernen Funknetzen mit Breitbandanbindung und (cloudbasierten) Diensten zu stehen. Darüber hinaus soll die Qualifizierung der Lehrkräfte ein weiterer wichtiger Eckpfeiler werden. Das Ganze auf Basis pädagogischer Konzepte der Schulen und Strategien der Schulträger. Auch Landesprojekte sollen gefördert werden. Die Verteilung der Gelder soll dann wohl auf Länderebene in Abstimmung mit …

KIM-Studie 2016: Computer als Hausaufgabenhilfe

In der letzten Woche wurde die neue KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger veröffentlicht. Insgesamt zeigt die Studie, dass die Nutzung von Computer und Internet als Mittel zur Wissensvermittlung immer noch eher zuhause als in der Schule stattfindet. In der Schule werden PCs nach wie vor hauptsächlich in speziellem Medien-Fachunterricht eingesetzt, daneben vor allem in Deutsch, Mathe und Fremdsprachen. Zuhause wird der PC von den meisten Schulkindern genutzt um für die Hausaufgaben im Internet zu recherchieren, Texte für die Schule zu schreiben oder Lernprogramme zu verwenden. Je älter die Kinder sind, desto höher ist der Anteil der Schülerinnen uns Schüler, die zuhause generell einen Computer für die Schule verwenden, er steigt bis bei den Zwölf- bis 13-Jährigen auf 90 Prozent. Eine besondere Rolle bei der Recherche für Schulthemen im Internet spielt auch YouTube. Etwa jeder vierte YouTube-Nutzer sieht sich dort zumindest einmal pro Woche Videos zu Themen aus der Schule an – vor allem gilt dies für Kinder ab zehn Jahren. Die Studie steht beim mpfs als PDF zur Verfügung.

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!