Alle Artikel in: Schule

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

iPads im Klassenzimmer – Zwischenbilanz nach fünf Jahren Tablet-Unterricht

Wer von Christoph Dernbachs Beitrag Antworten auf die Frage erwartet, ob Schülerinnen und Schüler mit dem iPad besser lernen bzw. wie sich die Arbeit mit dem Medien auf Bildung und Kompetenzerwerb auswirken, wird wahrscheinlich enttäuscht. Dennoch wirft der Beitrag ein paar interessante Aspekte auf, die es zu lesen lohnt. Das ist aus meiner Sicht insbesondere die Vorstellung neuer technischer Features von Apple die den Einsatz der Geräte im Unterricht erheblich vereinfachen, gerade wenn man nicht auf Basis einer 1:1-Ausstattung arbeiten kann. Denn mit der Funktion „Shared iPad“ wird das Gerät jetzt endlich mehrbenutzerfähig, d. h. verschiedene Schülerinnen und Schüler können sich auf einem Gerät anmelden und mit einem personalisierten Profil arbeiten. Allerdings funktioniert diese Lösung wohl nur auf den Geräten der neusten Generation. Für Lehrkräfte ebenfalls interessant ist die App „Classroom“, mit der die Lehrkraft z. B. auf ihrem Gerät sehen kann, woran eine Schülerin gerade arbeitet. Interessant sind aber auch die Einsichten von Andreas Hofmannl und André Spang, iPad-Enthusiasten der 1. Stunde, die u. a. davon berichten, wie schwierig es ist, die Arbeit mit …

Schulische Medienintegration aus Sicht der Eltern

Eltern werden- wenn es um die Medienintegration in der Schule geht – häufig nicht gefragt. Dabei geraten sie zunehmend in den Fokus, gerade wenn es darum geht, dass die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten für den schulischen Einsatz von ihnen finanziert werden soll. Vor kurzem hat der Branchenverband bitkom Eltern zum Thema schulischer Medienintegration befragt. Der Studie nach fühlen sich Eltern demnach mehrheitlich kompetent, wenn es um das Wissen zu unterschiedlichen Medienthemen geht. Gleichzeitig fühlen sich viele Eltern offenbar im Kontext der Medienerziehung ihrer Kinder. So stimmen z. B. 51 Prozent der befragten Eltern der Aussage zu, dass sie sich manchmal damit überfordert fühlen, ihrem Kind die Chancen und Risiken digitaler Medien nahe zu bringen. Bezüglich der in den Schulen vorhandene IT-Ausstattung –  die ja momentan in aller Munde ist – äußern sich die Eltern überwiegend kritisch, und lediglich rund ein Drittel der Befragten klassifiziert den Zustand der Computertechnik in den Schulen als mindestens gut. Im Gegensatz dazu gehen 40 Prozent davon aus, dass die Ausstattung der Schulen schlecht bis sehr schlecht …

Lernen mit digitalen Medien – NRW zieht das Tempo an!

Dass sich Lernen und Bildung im Zuge von Mediatisierung und Digitalisierung rasant verändern, ist eine Binsenweisheit. Was und wie gelernt werden muss und welche Formen Bildung dabei annehmen muss, um gesellschaftliche Teilhabe in ihren unterschiedlichen Facetten (u. a. sozial und beruflich) sicherzustellen, ist hingegen alles andere als klar. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, hat die Landesregierung in NRW im September dieses Jahres unter dem Titel „Lernen im digitalen Wandel“ ein Leitbild für Bildung in Zeiten der Digitalisierung vorgelegt. Dem ging ein umfangreicher Beteiligungsprozess voraus, um möglichst viele Wünsche und Expertisen bei der Entwicklung dieses Leitbildes zu berücksichtigen. Im Zentrum des Leitbildes steht u. a. die Annahme, dass eine solide Grund- und Allgemeinbildung die zentrale Voraussetzung für alle Lernprozesse sei. Für das Lernen in der digitalen Welt seien dazu drei Schlüsselkompetenzen erforderlich: Erstens Medienkompetenz, „die eine kritische Urteilsfähigkeit sowie Analyse und Einordnung von vermittelten Inhalten in soziale Zusammenhänge ermöglicht und damit dazu beiträgt, alle Chancen einer digitalisierten Welt nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken erkennen und abwenden zu können. Zweitens sei Anwendungs-Know-how zu erwerben, „das für …

Praxistipp: Mit Videos besser erklären…

Auf dem Medienkompetenzportal NRW können Lehrkräfte und andere Interessierte leicht verständliche und praxiserprobte Anleitungen zur Erstellung von Erklärvideos einsehen – natürlich auch per Erklärvideo… Es wird gezeigt, wie Erklärvideos aufgebaut werden können und welche Genre zur Auswahl stehen. Die Beispiele regen die eigene Erklärvideoproduktion an und zeigen, wie man mit überschaubarem Aufwand zu guten Erklärvideos kommt. Zum Dossier „Erklärvideos im schulischen Kontext“. Kamera läuft …..  

Umfrage zum Einsatz von digitalen Medien im Musikunterricht

Im Forschungsprojekt „PosyMus – Potenziale von Feedbacksystemen im Musikunterricht“ konzipiert und entwickelt das ifib zusammen mit Musikpädagogen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) ein elektronisches Rückmeldesystem zur Abbildung von musikalischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Dabei soll insbesondere erforscht werden, wie die Ergebnisse aufbereitet werden müssen, um Lehrkräften eine möglichst aussagekräftige und für die Unterrichtskonzeption gewinnbringende Bestandsaufnahme der Individual- und Klassenkompetenz an die Hand zu geben. Um das System möglichst praxisnah gestalten zu können, führen wir eine Umfrage zur Erforschung der Kenntnisse und Einstellungen von Lehrkräften in Bezug auf den Einsatz von digitalen Medien im Musikunterricht durch. Die Befragung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Institutionen möglich sind. Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15-20 Minuten. Über eine Teilnahme an unserer Umfrage würden wir uns sehr freuen! Bei Interesse finden Sie diese hier.

Aus vier Blickwinkeln auf die schulische IT

Die Gestaltung einer Umgebung, die digitale Bildung in Schule ermöglicht, Pädagoginnen und Pädagogen weitgehend von administrativen Tätigkeiten entlastet und ihnen sowie Schülerinnen und Schülern Zugang zu sicheren Diensten, Apps und Inhalten bietet, ist kompliziert. Die Kostenfrage sei noch vorsichtig mitgedacht. Welche technischen und organisatorischen Anforderungen an eine IT-Infrastruktur in Schule zu stellen sind und welche Lösungsansätze mit der aktuellen Technologieentwicklung zur Verfügung stehen, wurde auf der diesjährigen didacta in dem Workshop „Lernförderliche IT-Infrastrukturen: ganzheitlich denken, planen und umsetzen“ eruiert. Die ifib consult hat die Veranstaltung gemeinsam mit Univention, itslearning und dem Bremer Landesinstitut für Schule (LIS) ausgerichtet (Ankündigung auf wissensschule.de). Um dem Facettenreichtum des Themas gerecht zu werden, wurde aus vier Blickwinkeln referiert und im Anschluss mit den Teilnehmenden diskutiert: Strategie und Konzeption, technische Infrastruktur (ID- und Accessmanagement), Lernplattform & Kollaboration und Anwendung & Einführungsprozess. Von der Notwendigkeit eines konzeptionellen Ansatzes ausgehend, habe ich (ifib consult) zu kommunaler Medienentwicklungsplanung als Strategie zur Digitalisierung von Schule referiert. Jan Christoph Ebersbach (Univention)  berichtete von einer softwareseitigen Basisinfrastruktur, die sicheren Zugang zu einer Vielzahl von Diensten und Apps bietet. Barbara Brennecke (itslearning) hat die Kernfunktionen der Lern- und Kollaborationsplattform  und …

Whitepaper zu Lernförderlichen IT-Infrastrukturen

Die ifib consult hat gemeinsam mit Univention ein Whitepaper erarbeitet. In dem kurzen Text mit dem Titel „Lernförderliche IT-Infrastrukturen ganzheitlich denken, planen und umsetzen: Identity- und Access-Management als zentraler Baustein für die kommunale Medienentwicklungsplanung“ werden die größten Herausforderungen von Konzeption und Betrieb einer technischen Infrastruktur für den Einsatz an Schule benannt. Das Papier will den Facettenreichtum beider Themenschwerpunkte und ihre Korrelation zueinander zunächst skizzieren und schließlich so aufbereiten, dass relevante Teilaspekte einer lernförderlichen IT-Infrastruktur deutlich werden. Das ifib trägt zu dem Papier die Eckpunkte kommunaler Medienentwicklungsplanung als Ansatz zur strategischen Mediatisierung von Schule bei. Das Thema eines zentralen ID- und Accessmanagement wird von Univention beleuchtet. Das Whitepaper richtet sich vornehmlich – aber nicht ausschließlich – an Schulträger, die sich im Rahmen der Planung ihrer Schul-IT mit Fragen zu Konzeption und technischen Lösungen konfrontiert sehen.

Mehr Lesestoff: Ein kleiner Hinweis…

…in eigener Sache. Wie sieht eine nachhaltige Medienintegration an Schulen aus, wer ist zuständig und wieviel kostet es? Diesen Fragen ist das ifib in der Studie „Szenarien lernförderlicher IT-Infrastrukturen in Schulen -Betriebskonzepte, Ressourcenbedarf und Handlungsempfehlungen“ im Auftrag der Bertelsmann Stiftung nachgegangen. Die Studie richtet sich an Bildungsplanerinnen und -planer in Kommune, Stadt und Ländern. Schulen werden Anreize zur strategischen Entwicklung des eigenen Medieneinsatzes gegeben. Ausgehend von den Spezifika des deutschen Bildungssystems, die in strukturellen Veränderungsprozessen eine holistische Betrachtungsweise erfordern, werden in der Studie Beteiligte und auf Arbeitsschwerpunkten basierend Zuständigkeiten bekannt. Einige nationale und internationale Praxisbeispiele verdeutlichen klassische Herausforderungen und ihren Umgang damit. Anhand einer Modellschule (Sekundarstufe) werden Kostenfaktoren identifiziert und in Posten kategorisiert, Rechenwege und Hilfsformeln werden aufgezeigt. Ergebnis der Kostenabschätzung sind die durchschnittlichen Kosten pro Schülerin und Schüler und Jahr der Modellschule in den Ausstattungsszenarien 1:1 und 5:1. Die Berechnung zielt darauf ab, als Orientierungshilfe für die Abschätzung relevanter Aspekte der Medienentwicklungsplanung und ihren Kosten dienen zu können. Ein Gesamtbild wird konstruiert, das die Komplexität der schulischen Medienintegration und ihrer Finanzierung aufzeigen soll, praxisorientiert herunter zu brechen versucht, und so zur öffentlichen Debatte zur Mediatisierung von …

Dokumentation zur Integration von Tablets in der Grundschule veröffentlicht

In der aktuellen Diskussion um die schulische Mediennutzung nimmt die spontane und flexible Nutzung von mobilen Endgeräten eine zentrale Rolle ein. Vor allem in Grundschulen scheinen Tablets deutliche Vorteile gegenüber den dort etablierten technischen Lösungen zu bieten. Entsprechend viele Tablet-Projekte wurden bereits in Grundschulen initiiert. Viele dieser Vorhaben leiden jedoch unter erheblichen Anlaufschwierigkeiten da sie ohne hinreichende Planung erst mit der Ausgabe der Geräte starten, und eine Reihe wichtiger Schritte nicht getätigt werden,um solche Vorhaben möglichst erfolgreich zu gestalten. Die ifib consult hat im letzten Jahr den hessischen Wetteraukreis dabei unterstützt, den Einsatz von Tablets an einer der Grundschulen des Kreises vorzubereiten. Die Ergebnisse der Unterstützung liegen jetzt zur Weiternutzung vor. Die Dokumentation erklärt kleinteilig die erforderlichen Schritte, um die Voraussetzungen für die Arbeit mit Tablets an einer Grundschule zu schaffen. Das sind u. a. die Entwicklung eines Medienkonzeptes, die Sicherstellung von Service und Betrieb der eingesetzten Geräte, die Entwicklung von Nutzungsszenarien inklusive korrespondierender App-Auswahl, die Auswahl und Erstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie die medienpädagogische Unterstützung und Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte. Natürlich berücksichtigt die …