Alle Artikel in: Schulen und Big Data

Schulische Medienintegration trifft Open Source

In der vergangenen Woche fand der jährliche Univention Summit in Bremen statt. Auf der rundum gelungenen Veranstaltung trafen sich Systemanbieter, Plattformhersteller und Dienstleister um sich über die Neuerungen der Open Source Branche auszutauschen. Wie im Blogbeitrag zur Ankündigung der Veranstaltung schon bemerkt, war Bildung ein Schwerpunktthema. So sprach Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen Frau Dr. Bogedan ein Grußwort. Das Schulwesen war u.a. mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Schulträger, Medienzentren und Buchverlagen zugegen. Am Donnerstag referierte Andreas Breiter vor voll besetztem Saal über die Organisatotionslücken schulischer Medienintegration und sich daraus ergebene Herausforderungen für die nachhaltige Umsetzung. Der Beitrag traf auf großes Interesse, sodass Kernaussagen in diversen folgenden Vorträgen zitiert wurden. Björn Stolpmann und ich trugen gemeinsam am Freitag über schulische Medienentwicklungsplanung vor. Das Thema beschäftigt vor dem Hintergrund des aktuellen Diskurses um den DigitalPakt#D und die KMK-Strategie viele Schulträger und Medienzentren, sodass wir mit den Teilnehmenden eine Stunde lang angeregt diskutierten. Es war spannend und hat Spaß gemacht.    Reaktionen gab es u.a. in der Twittersphere, zu finden unter #UniventionSummit.

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

Tipps zum Schutz vor Datenspionage

Der NDR und Mobilsicher.de recherchierten gemeinsam zum weltweiten Handel mit Nutzerdaten und kauften über eine Scheinfirma einen umfangreichen Datensatz. Es zeigte sich, dass die teilweise sehr sensiblen Daten konkreten Personen zugeordnet werden konnten, obwohl in Deutschland Daten nur anonymisiert erhoben werden dürfen. Da viele der datenabgreifenden Firmen ihren Sitz im Ausland haben, war es für die Recherchierenden jedoch erschreckend einfach, an das Material zu kommen und dieses personenbezogen auszuwerten. „Wieviel APPhängigkeit verträgt unsere Privatsphäre?“ war auch die Frage, die Prof. Dr. Isabel Zorn vor kurzem in ihrem Vortrag in der Bremer Stadtbibliothek thematisierte und dabei betonte, dass auch die Bildungsinstitutionen in der Pflicht seien, Kinder und Jugendliche für diese Problematik zu sensibilisieren und auf die individuellen und gesellschaftlichen Folgen hinzuweisen. Einzelheiten zur Recherche und hilfreiche Tipps, wie man sich bei der Nutzung von Mobilgeräten vor Datenspionage und Tracking schützen kann, sind auf Mobilsicher.de verfügbar.

Schulinformatik für mehr Medienkompetenz

In ihrer aktuellen Erklärung spricht sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) für die verbindliche Einführung der Schulinformatik aus: „Informatische Bildung sichert die Teilhabe unserer Jugend an der digitalen Gesellschaft. Hierzu ist sowohl eine fächerübergreifende Medienbildung als auch ein zeitgemäßer Informatikunterricht unabdingbar.“, sagte Prof. Dr. Steffen Friedrich, Sprecher des Expertenkreises. Ebenso wichtig sei es, Kinder und Jugendliche unter Nutzung digitaler Werkzeuge zur aktiven, kreativen Gestaltung ihrer Welt zu befähigen. Ein selbstbestimmtes Agieren in der digitalen Welt sowie der sichere Umgang mit den notwendigen Fachbegriffen, wie z. B. „Netzneutralität“, sei nur mit Wissen zu den zugehörigen informatischen Konzepten möglich, so die Schlussfolgerung der Informatiker (Quelle: GI-Pressemeldung vom 9.4.2015)“. Die Bildungserklärung der GI kann im direkten Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler/innen in der so genannten ICILS-Studie (International Computer and Information Literacy Study) gesehen werden.  Seit Veröffentlichung der Studie im letzten Winter, die computerbezogene Fähigkeiten deutscher Schüler/innen im internationalen Vergleich gemessen hat, ist wieder heftig Bewegung in das Thema Medienkompetenzförderung und die verbindliche Verankerung von Medienbildung in schulischen Bildungsstandards und Curricula gekommen. Auch dem Bundestag war …

Big data soll Schulen helfen!?

Unter dem Motto „Aussieben kann nicht Aufgabe von Schule sein“ diskutiert Viktor Mayer-Schönberger die Potentiale von Big data für die Schule in seinem neuen Buch, dass jetzt auch auf deutsch herausgekommen ist (Big Data. Die Revolution, die unser Leben verändern wird. Redline-Verlag, München). Dabei nimmt er selbstverständlich an, dass Tablet-Computer und Datenanalysen das Lernen effektiver machen würden. Einen empirischen Nachweis dafür liefert er nicht. Das ist schon ein bisschen ärgerlich, denn die grundsätzliche Frage nach dem Sinn und Unsinn der datengestützten Unterrichts- und Schulentwicklung ist ja immer noch nicht beantwortet. Darauf warten Schulpraktiker/innen schon seit Jahren und wir haben aus Forschungsprojekten heraus ebenfalls dazu publiziert – von Daten zu Taten? Volle Unterstützung erhält Herr Mayer-Schönberger, dass er die Ein-Punkt-Erhebungen wie PISA kritisiert, aber er liefert auch keine überzeugenden Alternativen, die nicht massiv in die Persönlichkeitsrechte von Schüler/innen und Lehrkräften eingreifen würden. Big data klingt prima, aber ob dies organisatorisch und rechtlich jemals im deutschen Schulsystem ankommt, bleibt offen. Und ehrlich gesagt, nur weil es in den US und Großbritannien selbstverständlich ist, bedeutet noch nicht, dass …

Themenmonat „Big Data“ bei Handysektor.de

Das Angebot von Handysektor.de richtet sich zwar in Aufmachung und Ansprache vornehmlich an Jugendliche und junge Erwachsene, aber interessante Informationen und viel zu lernen gibt es für Alle. Jetzt auch zum Thema: „Big Data“: Die LfM macht auf den Themenmonat „Big Data“ in einer aktuellen Meldung aufmerksam: „In der digitalen Welt hinterlassen wir über die Nutzung von Smartphone, Tablet oder PC ständig Spuren in Form von Daten. Big Data ist der Sammelbegriff für diese gigantischen Datenmengen, die jeden Tag über uns gespeichert, analysiert und ausgewertet werden. Um Jugendliche rund um datenhungrige Geräte und Apps zu informieren, startet www.handysektor.de im Januar den Themenmonat „Big Data“. Hierzu wurde auch ein neues Erklärvideo erstellt. Berechtigungen: Wie neugierig sind Smartphone-Apps? Um den riesigen Datenstrom zu begrenzen, gibt es für Smartphones und Tablets die sogenannten „App-Berechtigungen“. Jede App sollte nur auf die Funktionen und Daten zugreifen, die sie zum Erfüllen ihrer Aufgaben benötigt. Privates soll so geschützt bleiben. In der Realität sieht das aber häufig ganz anders aus: Gerade kostenlose und werbefinanzierte Apps verlangen oft viel mehr Berechtigungen als sie …

Big data, soziale Netzwerksoftware und Überwachung in Schulen

Aus der c’t: USA: Schulverwaltung lässt Schüler in sozialen Netzwerken überwachen Die Schulverwaltung von Glendale im County Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien lässt offenbar die Social-Media-Aktivitäten ihrer Schüler von einer externen Firma überwachen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN sind davon rund 14.000 Schüler ab 13 Jahren betroffen. Der beauftragten Firma Geo Listening, die sich auf derartiges Schulmonitoring spezialisiert hat, soll der über ein Jahr laufende Vertrag 40.500 US-Dollar einbringen (rund 30.000 Euro). Das Unternehmen und Sprecher der Schulbehörde begründeten die Überwachung mit der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen. So habe es bei dem zuvor gelaufenen Pilotprojekt, für das Geo Listening mit dem Monitoring von 9000 Schülern beauftragt wurde, unter anderem den Fall eines Jugendlichen gegeben, der über seinen Account Suizid ankündigte. Hier sei erfolgreich interveniert worden. Geo Listening nannte gegenüber CNN keine technischen Details, wie die Schüler überwacht beziehungsweise die überwachten Accounts verifiziert würden. Offenbar wird die Kommunikation nach Schlüsselworten durchforstet, die Schulbehörde erhält dann täglich Berichte über verdächtige Postings. Zu den heiklen Themen gehören laut Bericht neben den suizidalen Tendenzen auch Drogenmissbrauch, Waffen, …