Alle Artikel in: Social Media

Umfrage zur Nutzung sozialer Netzwerke in Schulen

Die Zeit berichtet über eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa zur Nutzung von sozialen Netzwerken in Schulen: ein Großteil der Bundesländer setzt auf die Eigenverantwortung der Lehrerinnen und Lehrer und verzichtet auf Regelungen. In Bremen hat das Landesinstitut für Schule im August eine Handreichung zur Medienkompetenz herausgegeben, die neben beispielhaften Herangehensweisen für Lehrkräfte auch rechtliche Aspekte behandelt und viele weiterführende Links enthält.

Facebook in Schulen: Rheinland-Pfalz hat jetzt auch eine Verordnung

Im SPIEGEL gefunden: Facebook ist tabu: In Rheinland-Pfalz dürfen Lehrer und Schüler jetzt offiziell keinen Kontakt mehr über das soziale Netzwerk haben. Privates bleibt hingegen privat – und damit erlaubt. Wie schön das im Föderalismus funktioniert, schreibt der Autor weiter: „In Schleswig-Holstein sollen Lehrer bereits seit Ende 2012 die Netzwerke nicht mehr nutzen, um Schulausflüge zu planen oder Noten mitzuteilen. Auch in Baden-Württemberg gibt es seit diesem Jahr strenge Richtlinien. Die „Verwendung von sozialen Netzwerken für die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten“ ist „generell verboten“, schreibt das Kultusministerium. Sachsen und Bremen erklärten, dass sie ebenfalls an entsprechenden Regelungen arbeiteten. In Bayern wurde bereits im vergangenen Jahr ein rechtliches Rahmenpapier herausgegeben, wonach die Kontaktaufnahme als „Follower“ bei Twitter „in beide Richtungen grundsätzlich unzulässig“ gilt, heißt es in einem „Leitfaden für Staatsbedienstete“. Das bayerische Kultusministerium fordert seine Lehrer außerdem zu Distanz auf: „Wenn Sie sich privat in sozialen Netzwerken äußern, machen Sie bitte deutlich, dass Sie Ihre persönliche Meinung vertreten und nicht für Ihren Dienstherrn sprechen.“ Und schon werden Forderungen nach dem Lehrer-Schüler-Schul-Eltern-Facebook laut! Quelle.

Big data, soziale Netzwerksoftware und Überwachung in Schulen

Aus der c’t: USA: Schulverwaltung lässt Schüler in sozialen Netzwerken überwachen Die Schulverwaltung von Glendale im County Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien lässt offenbar die Social-Media-Aktivitäten ihrer Schüler von einer externen Firma überwachen. Laut einem Bericht des Fernsehsenders CNN sind davon rund 14.000 Schüler ab 13 Jahren betroffen. Der beauftragten Firma Geo Listening, die sich auf derartiges Schulmonitoring spezialisiert hat, soll der über ein Jahr laufende Vertrag 40.500 US-Dollar einbringen (rund 30.000 Euro). Das Unternehmen und Sprecher der Schulbehörde begründeten die Überwachung mit der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen. So habe es bei dem zuvor gelaufenen Pilotprojekt, für das Geo Listening mit dem Monitoring von 9000 Schülern beauftragt wurde, unter anderem den Fall eines Jugendlichen gegeben, der über seinen Account Suizid ankündigte. Hier sei erfolgreich interveniert worden. Geo Listening nannte gegenüber CNN keine technischen Details, wie die Schüler überwacht beziehungsweise die überwachten Accounts verifiziert würden. Offenbar wird die Kommunikation nach Schlüsselworten durchforstet, die Schulbehörde erhält dann täglich Berichte über verdächtige Postings. Zu den heiklen Themen gehören laut Bericht neben den suizidalen Tendenzen auch Drogenmissbrauch, Waffen, …

Überflüssige Facebook-Grabenkämpfe

An Facebook scheiden sich die Geister. In der vergangenen Woche sorgte eine „Handreichung“ des Kultusministeriums Baden-Württemberg zum Einsatz von sozialen Netzwerken an Schulen für Aufregung. Darin heißt es: „Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die Verwendung von Sozialen Netzwerken für die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten generell verboten.“ Die Behandlung von sozialen Netzwerken im Unterricht bleibt hingegen ausdrücklich gestattet. Ich habe die Baden-Württemberger Handreichung zum Anlass für einen Kommentar in unserem ifib-Blog genommen. Eigentlich, so sehe ich es, sind diese ganzen Grabenkämpfe überflüssig, wenn sich alle klar darüber wären, was auf Facebook & Co. gehört – und was nicht.