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Digitale Medien in der Schule sinnstiftend?

In dem von der Bertelsmann Stiftung beauftragten Bericht „Wie wirksam sind digitale Medien im Unterricht?“ führt Prof. Dr. Bardo Herzig (Uni Paderborn) Faktoren zum effizienten Einsatz von digitalen Medien in der Schule auf. Vor allem macht er deutlich: Auch hier ist die Welt bunt und nicht schwarz und weiß. Herzig flüstert ganz leise Kritik an diverse Interessensgruppen die öffentlichkeitswirksame, das meint hier pauschalisierte und mitunter verzerrend simplifizierte, Aussagen und Handlungsempfehlungen fordern. Kein Patentrezept sei zu finden, viele Faktoren haben Einfluss und müssen berücksichtigt werden um valide Aussagen zu generieren. Er benennt in dem Bericht drei primäre Einflussfaktoren, die in Korrelation stehen: „digitale Medien bzw. Medienangebote“, „Unterrichtsprozesse“ und „Lehrpersonen und Lernende“. Im Abschnitt über die am stärksten profitierenden Schülergruppen offenbart Herzig eine realistisch betrachtet wenig überraschende aber idealistisch ernüchternde Erkenntnis. „[…] je geringer das Vorwissen von Schülerinnen und Schülern ist und je weniger ausgeprägt ihre Fähigkeiten zur Steuerung der eigenen Lernprozesse und ihre grundsätzlichen kognitiven bzw. intellektuellen Fähigkeiten […] sind, desto weniger profitieren sie von spezifischen Medienangeboten […]“. Das Bild einer weiten, tiefen Mitte im Digital Divide erscheint hier vor dem inneren Auge, dessen Überbrückung das hochgesteckte Ziel sein muss.

 

 

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