Allgemein, Bildungsstrategie, Studie
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Lesetipp zum Wochenende.

In einer neuen Studie des ifib werden die auf Länderebene gefassten Strategien zur Bereitstellung eines Lernmanagementsystems (LMS) schematisch erfasst und so ein umfassender Überblick der LMS-Ansätze in Deutschland geliefert. Ebenso wurden fünf Großstädte in den Blick genommen. Andreas Breiter, Lea Telle, Mariele Müller und Anja Zeising haben die Studie im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung erstellt.

Ein Modell wird vorgeschlagen, das die erhobenen Strategien und Lösungsansätze systematisiert darstellen lässt. Es beinhaltet einerseits die eingesetzte(n) Lernplattform(en), integrierte oder angebundene Dienste sowie digitale Lerntools und beschreibt andererseits die vorhandenen Lösungsansätze für die Beschaffung und den Betrieb.

Die Bundesländer setzen bei der Gestaltung ihrer lernförderlichen IT-Infrastrukturen auf sehr unterschiedliche strategische Ansätze und Produkte. Größere Städte haben zum Teil eigene Lösungen für ihre Schulen im Angebot, teilweise entlang der Landesvorgaben, teilweise in anderen Formen. Im Vergleich lassen sich mehrere Strömungen identifizieren. Dabei variieren die Produkte und die Beschaffungs- und Betriebsprozesse. Einige Bundesländer setzen auf den Einkauf von Lösungen, andere nutzen Open Source Software in Eigenentwicklung und eine weitere Gruppe bietet mehrere LMS unter dem Dach eines Portal an. Deutlich wird in der Studie, dass eine bundesweit einheitliche Lösung nicht zu erwarten ist. Es zeigen sich sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten, wie so oft in Prozessen der digitalen Transformation.

Dieser Variantenreichtum ist nicht zwangsläufig problematisch, sondern kann vielmehr auch eine Chance sein, die Interoperabilität und Mächtigkeit von modularen Sytemen konsequent weiterzuentwickeln. Und Standards zu etablieren, die Flexibilität in der Produktwahl und dem Betriebstyp ermöglichen. Adäquate Supportmodelle, Beratungs- sowie Fortbildungsangebote im pädagogischen und technischen Bereich, müssen Bestandteil der Strategie sein.

Ein Interview mit Andreas Breiter gibt weitere Einschätzungen und kontextualisiert die Ergebnisse.

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