Autor: Björn Eric Stolpmann

Berufliche Bildung 4.0

Die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ ist jetzt ein gutes ein Jahr alt. Die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern ist inzwischen unterschiedlich weit gediehen. Zur Erinnerung: Die dort formulierten Kompetenzen sollen ab dem Schuljahr 2018/19 verbindlich in allen weiterführenden Schulen vermittelt werden.

Lernförderliche IT-Ausstattung an Schulen als milliardenschwere Daueraufgabe

Wenn Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrkräfte die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ formulierten Bildungsziele erreichen sollen, sind lernförderliche IT-Infrastrukturen in allen Schulen notwendig.

DigitalPakt Schule – nur verschoben oder abgesagt?

Am 1. Juni berichteten wir über ein gemeinsames Eckpunktepapier von Kultusministerkonferenz (KMK) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Digitalpakt Schule, das die KMK auf einer Pressekonferenz (ohne Beteiligung des BMBF) vorgestellt und auf Ihrer Website zum Download bereitgestellt hatte. Dieser Link ist inzwischen mausetot. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren.

Computer + Unterricht zum Thema „Clouds“ erschienen!

Andreas Breiter und Björn Eric Stolpmann haben die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Computer + Unterricht (Nr. 106/2017) mit herausgegeben, die sich mit den Potenzialen von Cloudlösungen für die Medienbildung befasst, die längst nicht mehr nur im Ort „Schule“ stattfindet, sondern sehr mobil auch bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause, am Nachmittag in gemeinsamen Lerngruppen oder auf Studien- und Projektfahrten, so dass auch die Daten und die sie verarbeitenden Anwendungen ständig verfügbar sein müssen.

Eckpunkte zum DigitalPakt Schule

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat am 1. Juni 2017 in Stuttgart ein „Bekenntnis“ zu den Eckpunkten einer Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich der Schule („DigitalPakt Schule“) abgegeben. Diese seien das Ergebnis von monatelangen intensiven Verhandlungen zwischen Bund und Ländern auf Ebene der Staatssekretäre. Der Bund hat dabei rund fünf Milliarden Euro von 2018 bis 2022 für den Ausbau der IT-Infrastruktur in den Schulen „in Aussicht gestellt“

Positionspapier des Deutschen Städtetages zum Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Wohl auch als Antwort auf die Konkretisierung der Bund-Länder-Bemühungen zum DigitalPakt#D hat der Deutsche Städtetag ein Positionspapier verabschiedet. Darin wird an den Bund die Erwartung formuliert, dass er sich (finanziell) an einem Masterplan „Ausbau digitaler Bildung“ beteiligt und für bundesweit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sorgt. Damit soll er eine bessere Vernetzung der in den  Ländern vorhandenen digitalen Plattformen schaffen, in die Schulträger digitale Lehr- und Lernmittel einbinden können. Außerdem soll er die Anwendungsforschung im Bereich der digitalen Bildung besser fördern. Weiterhin wird erwartet, dass die Länder den Ausbau der digitalen Bildung als eine Gemeinschaftsaufgabe von Ländern, Bund und Kommunen begreifen und in enger Abstimmung mit den kommunalen Schulträgern vorantreiben. Lehrkräfte sollen über Aus-und Fortbildung in die Lage versetzt werden, die von den kommunalen Schulträgern finanzierten und bereitgestellten digitalen Medien im Unterricht bedarfsgerecht einsetzen zu können. Weiterhin sollen Mindeststandards für die digitale Infrastruktur der Schulen unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände gesetzlich verbindlich festgelegt und entsprechend der jeweiligen konnexitätsrechtlichen Regelungen auskömmlich und verlässlich finanziert werden. Landesweite Lernplattformen sollen aufgebaut werden, …

Wo bleibt der DigitalPakt#D?

Auf der diesjährigen didacta im Februar konnte ich einer Podiumsdiskussion lauschen, auf der Vertreter (keine Vertreterinnen) des BMBF, der KMK und einiger Länder noch eher stritten als diskutierten. Danach war es einige Zeit ruhig. Verhandelt wurde hinter weitgehend verschlossenen Türen. Jetzt scheint ein Ergebnis in Grundzügen zu stehen, auch wenn Minister-Beschlüsse noch ausstehen, die dann aber im Juni folgen sollen. JAN-MARTIN WIARDA berichtet dies zumindest in seinem Blog und scheint gut informiert. Demnach sieht ein Eckpunktentwurf zur „Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schulen“ (wo ist der hippe „DigitalPakt#D“ geblieben?) vor, dass ab 2018 massiv in die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden soll. Im Fokus scheint wohl die Ertüchtigung und der Ausbau der Schulnetze insbesondere in Hinblick auf mobiles Lernen in modernen Funknetzen mit Breitbandanbindung und (cloudbasierten) Diensten zu stehen. Darüber hinaus soll die Qualifizierung der Lehrkräfte ein weiterer wichtiger Eckpfeiler werden. Das Ganze auf Basis pädagogischer Konzepte der Schulen und Strategien der Schulträger. Auch Landesprojekte sollen gefördert werden. Die Verteilung der Gelder soll dann wohl auf Länderebene in Abstimmung mit …

Milliarden für die digitale Bildung vom Bund?

  Mehrere Medien, wie z.B. die Tagesschau und heise online berichteten am Wochenende, dass die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka diese Woche ein Projekt für digitales Lernen und Arbeiten vorstellen wird, mit dem der Bund in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Euro investieren will, um die Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Computern und freiem Internet zu verbessern. Dazu muss sie noch die Bundesländer mit ins Boot holen, denn Bildung ist in Deutschland Ländersache. Diese sollen sich im Gegenzug verpflichten, Konzepte für den Unterricht entwickeln, die Lehrer dafür auszubilden, sich auf gemeinsame technische Standards zu verständigen und sich um Wartung und Betrieb der digitalen Infrastruktur zu kümmern. Letzteres ist im von Konnexität geprägten deutschen Schulsystem eigentlich die Aufgabe der Kommunen. Inwieweit diese über ihre Spitzenverbände in die Überlegungen einbezogen sind bleibt unklar und damit auch, was dieses Förderprojekt letztendlich für die deutschen Schulträger als Sachaufwandsträger bedeuten wird. Auf der einen Seite lassen sich mit den Fördermitteln sicher viele dringend notwendige Investitionen in moderne WLAN basierte Schulnetze und mobile Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler realisieren. Andererseits bleibt die Frage …

Bessere IT-Ausbildung an US-Schulen

Die US-Regierung will im Rahmen der Initiative Computer Science for All  in den nächsten drei Jahren vier Milliarden US-Dollar in die Informatik-Ausbildung an allen K-12-Schulen investieren. Schülerinnen und Schülern sollen damit befähigt werden, an einer mediatisierten Gesellschaft nicht nur als Konsumenten sondern vielmehr als aktive Bürgerinnen und Bürger teilhaben zu können. Computerwissenschaften würden dafür die notwendigen Basiskenntnisse legen. Deswegen sollen mit dem Programm von Präsident Obama Lehrkräfte in diesem Bereich ausgebildet, hochwertige Lehr- und Lernmaterialien bereitgestellt und regionale Partnerschaften etabliert werden. Bleibt abzuwarten, ob die deutsche Bundesregierung zum diesjährigen IT-Gipfel mit einem ähnlichen Programm kontert.