Autor: Marion Brüggemann

Jugendmedienschutz vor 50 Jahren – ein Rückblick auf Mediengefährdungen im Spiegel der Zeit

„Welchen medialen Gefährdungen waren Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland eigentlich 1968 ausgesetzt? Und vor welchen Hintergründen?“ Gerd Hallenberger entwirft in seinem Beitrag –  in der seit Kurzem  online verfügbaren Zeitschrift TV-diskurs – ein gesellschaftliches Panorama des Jugendmedienschutzes im Spiegel der späten 60er Jahre. Er geht dabei der Frage nach, wie sich Moralvorstellungen veränderten und welche Medienproduktionen maßgeblich für die Entwicklung waren. Es erwartet Sie ein amüsanter Streifzug durch die Vergangenheit der Medien mit jugendschutzrelvanten Medienhäppchen in Wort und Bild… Zum Artikel: 1968 … und der Jugendmedienschutz

Digitalisierung oder Medien-Schonraum Kita?

Medienpädagogik positioniert sich für einen dritten Weg: kindgerechte Medienbildung von Anfang an. Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die die Lebenswelten von Kindern und Familien zunehmend mitbestimmt, spricht sich die GMK-Fachgruppe-Kita in diesem Positionspapier dafür aus, auf breiter Linie, entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern orientiert ist. Welche Bedingungen dafür geschaffen werden müssen, auf welchen Grundlagen sie basiert, welche vielfältigen Bildungsbereiche mit Medienbildung und Medienerziehung verknüpft sind, darüber informiert das Postionspapier.

Gemeinsam geht es besser – Medienbildung in Schulen mit außerschulischen Partnern

Die Freiwillige Selbstkontrolle Medien (FSM)  gibt eine Studie zur Medienbildung in Schulen mit außerschulischen Partnern heraus. Ein Gewinn ist die Kooperation vor allem dann, wenn ein übereinstimmendes Verständnis von Medienbildung besteht. Außerschulische Akteure bringen andere Kompetenzen ein, die als Ergänzung zum schulischen Lernen mit Medien fungieren. Aktuelle Trends und Medienentwicklungen mit Bezug zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gehören zum Fachwissen ebenso wie spezifische Produktionstechniken und die Möglichkeit professioneller Medienproduktion. Beiderseits gibt es genaue Vorstellungen darüber wie sich eine gute Zusammenarbeit gestalten sollte. Die Verankerung des Themas Medienbildung in der Schule ist dabei eine notwendige Voraussetzung. Die Studie ist abrufbar unter www.medien-in-die-schule.de/bildungspartnerschaften.  

Versteckte sendefähigige Anlagen – Cayla & Friends

Die niedliche Puppe mit dem blonden Haar beantwortet alle Kinderfragen, indem eine zugehörige App im Internet nach Antworten sucht. Die Puppe (bzw. der Server des Herstellerkonzerns) merkt sich was gefragt und erzählt wird und gibt dann mehr oder wenige passende Antworten. Doch nun ist Schluss mit dem Austausch von Sorgen und Wünschen zwischen Cayla und ihren jungen Puppeneltern. Die Bundesnetzagentur hat das Spielzeug verboten und es als „versteckte sendefähige Anlage“ eingestuft und damit den Besitz untersagt – solche Spionagegeräte sind illegal. Doch Cayla ist nicht das einzige vernetzte Spielzeug das die Kinderzimmer derzeit erobert, auch andere Hersteller arbeiten mit Apps, die aufnehmen und weitersenden können. Zwar kommt es darauf an, was gesammelt und gesendet werden kann, aber mit ziemlicher Sicherheit werden demnächst wohl noch weitere niedliche Spione enttarnt werden…Im Fall Cayla sind Erziehungsberechtigte aufgefordert die Aufnahme- und Sendefunktionen der Puppe, oder am besten gleich die Puppe zu zerstören. Man sollte sehr genau hinsehen, was die hübsche Gefährtin in Pink oder der kuschelige kleine Bär alles kann, bevor man das Objekt den lieben Kleinen zur Seite …

Jezt bewerben – der klicksafe Preis 2017

Selbstbestimmt & souverän im Netz (PM klicksafe / 01.02.2017):  Mit dem „klicksafe Preis für Sicherheit im Internet“ zeichnet die EU-Initiative in diesem Jahr wieder Angebote aus, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang mit dem Internet fördern. In diesem Jahr werden Maßnahmen, Projekte und Initiativen gesucht, die sich für die selbstbestimmte und sichere Nutzung des Internet einsetzen. Erstmalig können auch kommunikative und mediale Formate (Spots, Filme, TV-, Hörfunk- und Onlinebeiträge, Broschüren, Magazine) am klicksafe Preis teilnehmen. Einreichungen und Vorschläge nimmt klicksafe bis einschließlich 24. März entgegen. Die Preisvergabe findet im Rahmen der Preisverleihung des Grimme Online Award im Juni 2017 in Köln statt. Der Wettbewerb wird traditionell in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen (www.digitale-chancen.de) durchgeführt. Alle Bewerbungen und Vorschläge sind online unter www.digitale-chancen.de/klicksafe oder über http://www.klicksafe.de/ueber-klicksafe/kampagne/klicksafe-preis einzureichen. (Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Angebote für Selbstbestimmtheit, Sicherheit und Souveränität im Umgang mit dem Internet stehen und dazu beitragen, dass jede Nutzerin und jeder Nutzer sich kompetent im Internet bewegen kann.) Der klicksafe Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Frühkindliche Bildung mit Medien unterstützen

PM-LPR 7.2.2017: Das Materialpaket „Ran an Maus und Tablet“, das von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) kostenlos als Onlineangebot (www.rananmausundtablet.de) zur Verfügung gestellt wird, will pädagogische Fachkräfte anregen, sich auf den Weg zu machen und Medien im Bildungsprozess einzusetzen. „Ran an Maus und Tablet“ wurde von der LPR Hessen initiiert und finanziert und von Blickwechsel e. V. in Kooperation mit hessischen Institutionen realisiert. Das Materialpaket enthält praxiserprobte Methodenbausteine, leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Orientierungshilfen rund um Hardware, Software und Apps, die wesentlichen rechtlichen Grundlagen, Informationen zu Beratungsangeboten für Eltern und medienpädagogischen Institutionen in Hessen und viele Tipps und Links. Im Kapitel „Medien im Bildungseinsatz“ sind grundlegende Informationen zu den Zielen und Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit mit Medien zusammengestellt. Hier finden die Fachkräfte auch Informationen zur Bedeutung von Medien im Alltag von Kindern. Also nichts wie ran!

Jetzt noch einreichen! Beiträge für die INFOS 2017

Vom 13. bis 15. September 2017 findet die 17. GI-Fachtagung Informatik und Schule (INFOS) des Fachausschusses „Informatische Bildung in Schulen“  an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. Unter dem Motto „Informatische Bildung zum Verstehen und Gestalten der digitalen Welt“ widmet sich die Tagung der informatischen Bildung und zwar von der Kita bis zur berufsbildenen Schule. Einreichungen sind noch bis zum 31. Januar möglich! Weitere Informationen zum Tagungsprogramm: www.infos2017.de

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

Jetzt ist sie da _ die Strategie der KMK

Das Thema „Bildung in der digitalen Welt“ steht heute am 8. Dezember 2016 auf der Tagesordnung der Kultusministerkonferenz. Die bereits im Sommer in einer Vorversion vorgestellte Strategie wird heute in ihrer abschließenden Fassung veröffentlicht. Nicht Wenige dürften gespannt sein, ob und wenn ja, welche Bereiche nochmal eine Überarbeitung erfahren haben. An Stellungnahmen und Kommentaren aus allen Richtungen hat es im Vorfeld nicht gemangelt. Schon vor dem heutigen Stichtag hatte sich der Bund mit dem DigitalPakt des Themas der schulischen Medienbildung angenommen, um das Versprechen von Ausstattungsgeldern mit der Anmahnung von pädagogische Konzepte zu verbinden. Und die Länder „reagieren“ nun ihrerseits.. Allerdings tun sie dies mit dem Abschluss eines bereits lange vor dem Bundesvorstoß begonnen Prozesses. Mit der KMK-Strategie zum Thema „Bildung in der digitalen Welt“ wurde im  Präsidentschaftsjahr 2016  „eine umfassende Strategie zur Bildung in der digitalen Welt erarbeitet, die übergreifende Ziele formuliert, Handlungsfelder beinhaltet und konkrete Verfahrensvorschläge macht“ (PM-KMK-08.12.2016). Dr. Claudia Bogedan (Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Senatorin für Kinder und Bildung der Hansestadt Bremen), Dr. Ludwig Spaenle (Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft …

JIM-Studie 2016

Die Aufmerksamkeit für das Thema Medienbildung reisst nicht ab… Nachdem IT-Gipfel und den milliardenschweren Förderzusagen des Bundes für die schulische Medienbildung sorgt die JIM-Studie für weitere wichtige Informationen: Die vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) herausgegebene JIM-Studie zeigt bereits seit 1998 regelmäßig wie Jugendliche digitale Medien in ihrem Alltag nutzen und welche Medien für sie Priorität haben. Die in der JIM-Studie erhobenen repräsentativen Basisdaten zur Mediennutzung, zum Medienbesitz und zu medienbezogenen Einstellungen von Jugendlichen werden stets herangezogen wenn es um die Ausrichtung der Medienkompetenzförderung geht. Dabei dreht sich erwartungsgemäß viel um die mobile Mediennutzung (vor allem das Smartphone) und auch der Nutzungskontext Schule  wurde dabei besonders adressiert: „Im Rahmen der JIM-Studie 2016 wurden Zwölf- bis 19-Jährige in Deutschland zu ihrem Medienumgang unter anderem im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt. Dabei ging es auch um Regelungen in Bezug auf Handy und WLAN in der Schule. Mit 94 Prozent dürfen fast alle Befragten ihr Handy mit in die Schule nehmen, dort ist die Nutzung dann aber unterschiedlich reglementiert. Zwei Fünftel dürfen ihr Mobiltelefon zwar mit in …