Autor: Kathrin Stuhldreher

Positionspapier zur Medienkompetenz in der Lehramtsausbildung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat am 19.01.2015 das Positionspapier „Medienkompetenz in der Lehramtsausbildung“ veröffentlicht. Eine Expertengruppe aus Medienpädagogen, Medienwissenschaftlern, Politikern und Lehrkräften formuliert darin Handlungsempfehlungen, die sich in erster Linie an die Kultusministerkonferenz, die Ministerien der Bundesländer und alle Bildungspolitiker richten. Medienpädagogik muss ein obligatorischer Bestandteil in allen pädagogischen Studiengängen sein und auch jenseits der obligatorischen medienpädagogischen Ausbildung müssen Medien, Medienaneignungsprozesse und die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft ein Querschnittsthema in allen relevanten Bezugsdisziplinen in Lehre und Forschung sein, heißt es in der Veröffentlichung. Zudem soll der pädagogische Umgang mit Medien prüfungsrelevant für das erste und zweite Staatsexamen werden und auch im Referendariat eine wichtige Rolle spielen. Weiterhin werden in dem Positionspapier länderübergreifende Bildungsstandards, kontinuierliche systematische Fortbildung der Lehrkräfte sowie der Ausbau medienpädagogischer Forschung und Lehre an den Hochschulen gefordert.

„Gläserne Schule“ durch Google Classroom?

Anlässlich des Launchs von Google Classroom in Deutschland ging es in der aktuellen Sendung der Reihe PISAplus des Deutschlandfunks um digitale Lernplattformen und Datenschutz. Google sichert zwar, wie für alle Google Apps for Education-Dienste, Werbefreiheit und Datensicherheit zu, aber das Misstrauen bleibt. Andreas Breiter war als Gast im Studio und berichtet im ifib Blog über Alternativen zu dem für Bildungseinrichtungen kostenlosen Dienst und den Umgang der einzelnen Bundesländer mit personenbezogenen Daten der Schüler.

„Mobbing stoppen“ – Facebooks neues Informations-Portal

Das neue Anti-Mobbing-Portal des Sozialen Netzwerks soll Betroffenen, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern helfen, mit Mobbingfällen umzugehen und bietet auch Informationen für diejenigen, denen Mobbing vorgeworfen wird. Nutzer, die einen Mobbingfall auf Facebook melden, werden direkt zum neuen Portal weitergeleitet. „Mobbing stoppen“ entstand in einer dreijährigen Zusammenarbeit mit Experten des Yale Center for Emotional Intelligence und soll einen einfachen und schnellen Zugang zu Informationen und Hilfestellungen ermöglichen. In Deutschland unterstützen Klicksafe, PlayBack Berlin e. V. und die Stiftung Digitale Chancen das Projekt.

Jugendmedienschutz aktiv mitgestalten

Bis zum 19. Mai können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger noch an einer Online-Konsultation zum Entwurf eines neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrags beteiligen. Im Fokus der Konsultation stehen die Themenbereiche „Filme & Spiele im Internet“, „Alterskennzeichnung bei Telemedienangeboten und der Folgen“ und die Finanzierung von „jugendschutz.net“. Auf Basis der durch die eingebrachten Ideen und Vorschläge gewonnenen Erkenntnisse soll nach Abschluss der Konsultation ein Staatsvertragsentwurf erarbeitet werden.

Mexikanische Kinder erreichen Bestnoten durch neue Unterrichtsmethoden

Die US-amerikanische Technologie-Zeitschrift Wired Magazine widmet die Titelgeschichte der Novemberausgabe einem mexikanischen Lehrer, der seine Schüler aus benachteiligenden Verhältnissen durch neue Unterrichtsmethoden zu Höchstleistungen motiviert. Inspiriert durch Sugata Mitra, der in den 90er Jahren begann, indischen Kindern Zugang zu Computern zu ermöglichen und ihre erstaunlichen Selbstlernfähigkeiten erforschte, setzt Sergio Juárez Correa auf den Lernwillen und die Neugier seiner Schülerinnen und Schüler.

Umfrage zur Nutzung sozialer Netzwerke in Schulen

Die Zeit berichtet über eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa zur Nutzung von sozialen Netzwerken in Schulen: ein Großteil der Bundesländer setzt auf die Eigenverantwortung der Lehrerinnen und Lehrer und verzichtet auf Regelungen. In Bremen hat das Landesinstitut für Schule im August eine Handreichung zur Medienkompetenz herausgegeben, die neben beispielhaften Herangehensweisen für Lehrkräfte auch rechtliche Aspekte behandelt und viele weiterführende Links enthält.

Todesdrohung per WhatsApp verängstigt Schüler

Über den bei Kindern und Jugendlichen beliebten Messenger WhatsApp wird derzeit eine Audio-Nachricht wie ein Kettenbrief weitergereicht: „Wenn du es nicht weiterschickst, wirst du morgen nicht mehr leben“ heißt es darin. Wie das Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen mitteilte, haben sich Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Städten an die Polizei gewandt, da die Nachricht Schülerinnen und Schüler teilweise massiv verängstigt. Generell ist die Nutzung des Messengers mit Problemen verbunden, WhatsApp wurde in der Vergangenheit mehrfach aufgrund schwerer Sicherheitsmängel kritisiert. Über die Zugriffsmöglichkeiten der App – unter anderem auf das vollständige Adressbuch und den Kalender des Mobiltelefons – und weitere Daten- und Jugendschutzprobleme des Messengers informiert klicksafe.de, die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz.