Alle Artikel in: Berufliche Bildung

Koalitionsvertrag: Die Milliarden kommen … vielleicht!

Bereits letzte Woche wurden die ersten Informationen zu den Bildungsplänen der nun womöglich kommenden Großen Koalition bekannt gegeben. Dabei standen mehrere Milliarden Euro im Raum. Am Mittwoch einigten sich die Unterhändler aller Parteien, sodass der Koalitionsvertrag nun steht und veröffentlicht wurde.

Berufliche Bildung 4.0

Die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ ist jetzt ein gutes ein Jahr alt. Die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern ist inzwischen unterschiedlich weit gediehen. Zur Erinnerung: Die dort formulierten Kompetenzen sollen ab dem Schuljahr 2018/19 verbindlich in allen weiterführenden Schulen vermittelt werden.

Schulische Medienintegration trifft Open Source

In der vergangenen Woche fand der jährliche Univention Summit in Bremen statt. Auf der rundum gelungenen Veranstaltung trafen sich Systemanbieter, Plattformhersteller und Dienstleister um sich über die Neuerungen der Open Source Branche auszutauschen. Wie im Blogbeitrag zur Ankündigung der Veranstaltung schon bemerkt, war Bildung ein Schwerpunktthema. So sprach Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen Frau Dr. Bogedan ein Grußwort. Das Schulwesen war u.a. mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Schulträger, Medienzentren und Buchverlagen zugegen. Am Donnerstag referierte Andreas Breiter vor voll besetztem Saal über die Organisatotionslücken schulischer Medienintegration und sich daraus ergebene Herausforderungen für die nachhaltige Umsetzung. Der Beitrag traf auf großes Interesse, sodass Kernaussagen in diversen folgenden Vorträgen zitiert wurden. Björn Stolpmann und ich trugen gemeinsam am Freitag über schulische Medienentwicklungsplanung vor. Das Thema beschäftigt vor dem Hintergrund des aktuellen Diskurses um den DigitalPakt#D und die KMK-Strategie viele Schulträger und Medienzentren, sodass wir mit den Teilnehmenden eine Stunde lang angeregt diskutierten. Es war spannend und hat Spaß gemacht.    Reaktionen gab es u.a. in der Twittersphere, zu finden unter #UniventionSummit.

Nordlichter aufgepasst: E-Gov Marktplatz Nordwest

Die Virtuelle Region Nordwest vernetzt die öffentliche Verwaltung und andere Körperschaften in der Region, um den Austausch im Bereich E-Government anzuregen und Synergieeffekte nutzbar zu machen. Am Mittwoch, den 01. Februar 2017 veranstaltet sie den E-Government Marktplatz Nordwest, auf dem Mitglieder des Netzwerkes ihre Projekte und Vorhaben zu elektronischen Verwaltungsdienstleistungen präsentieren und mit Interessierten ins Gespräch kommen können. Die ifib consult GmbH ist mit einem gemeinschaftlichen Thementisch mit dem LK Diepholz und einem Vortrag vertreten und lädt dazu ein, vorbeizuschauen, zuzuhören, mitzudiskutieren. Gemeinsam mit dem Fachdienst e-Government des LK Diepholz sprechen wir u.a. IT-Fachdienststellen und Schulträger an, die sich strategisch mit dem Bereich schulischer IT und den Besonderheiten in Support und Betrieb beschäftigten möchten, mit uns ins Gespräch zu kommen. Das Programm der Veranstaltung ist hier zu finden, ebenso das Anmeldeformular für Kurzentschlossene.

Auszubildende sind zufrieden mit ihrem Betrieb, aber nicht mit ihrer Berufsschule!

Den Ergebnissen einer Befragung von rund 1.350 Auszubildenden zufolge, ist die große Mehrheit (76 Prozent) zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer betrieblichen Berufsausbildung. Weniger gut schneiden dagegen die Berufsschulen ab. Nicht einmal die Hälfte der Auszubildenden ist mit dem dortigen Unterricht zufrieden. Bemängelt wird vor allem die fehlende Abstimmung der Unterrichtsinhalte mit der Tätigkeit im Unternehmen und den Prüfungsanforderungen. Durchgeführt wurde die Untersuchung am Schmalenbach Institut der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der TH Köln. Befragt wurden bundesweit Auszubildende aus den Bereichen Handel, Industrie und der Dienstleistungsbranche. In wie weit (digitale) Medien im untersuchten Kontext zum Tragen kommen, war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Digitale Medien von geringer Relevanz im Berufsbildungsbericht 2016

Bereits zum 1. April erschien der jährliche Berufsbildungsbericht. Zu den berufsbildungspolitischen Prioritäten heißt es dort zwar, dass die Digitalisierung der Wirtschaft „generell zu neuen Dienstleistungs- und Produktionsprozessen und damit zu neuen Anforderungen an Qualifikation und Arbeitsorganisationen auch in mittleren und kleinen Unternehmen führen“ wird und sich dadurch „zum Teil grundlegende Veränderungen in den benötigten Qualifikationsprofilen der Fachkräfte und bezüglich ihrer Kompetenz im Umgang mit neuen Medien“ ergeben werden. Daraus folgt zwar die Einsicht, dass „auch in der Berufsbildung die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern“ sind, wie das geschehen soll, bleibt aber weitgehend offen. Im Bericht findet man dazu nur noch den Hinweis auf das seit mehreren Jahren laufende BMBF-Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ , in dessen Rahmen auch das ifib bereits mehrere Projekte durchgeführt hat und aktuell mit dem Vorhaben DigiLernPro – Digitale Lernszenarien für die arbeitsplatz-integrierte Wissens- und Handlungsunterstützung in der industriellen Produktion vertreten ist. Spätestens im übernächsten Berufsbildungsbericht findet man dann vielleicht auch etwas aus dem Projekt DIMBA – Digitale Medien in der beruflichen Ausbildung, das sich explizit mit der Frage …