Alle Artikel in: Bildungsstrategie

Lesetipp zum Wochenende.

In einer neuen Studie des ifib werden die auf Länderebene gefassten Strategien zur Bereitstellung eines Lernmanagementsystems (LMS) schematisch erfasst und so ein umfassender Überblick der LMS-Ansätze in Deutschland geliefert. Ebenso wurden fünf Großstädte in den Blick genommen. Andreas Breiter, Lea Telle, Mariele Müller und Anja Zeising haben die Studie im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung erstellt. Ein Modell wird vorgeschlagen, das die erhobenen Strategien und Lösungsansätze systematisiert darstellen lässt. Es beinhaltet einerseits die eingesetzte(n) Lernplattform(en), integrierte oder angebundene Dienste sowie digitale Lerntools und beschreibt andererseits die vorhandenen Lösungsansätze für die Beschaffung und den Betrieb. Die Bundesländer setzen bei der Gestaltung ihrer lernförderlichen IT-Infrastrukturen auf sehr unterschiedliche strategische Ansätze und Produkte. Größere Städte haben zum Teil eigene Lösungen für ihre Schulen im Angebot, teilweise entlang der Landesvorgaben, teilweise in anderen Formen. Im Vergleich lassen sich mehrere Strömungen identifizieren. Dabei variieren die Produkte und die Beschaffungs- und Betriebsprozesse. Einige Bundesländer setzen auf den Einkauf von Lösungen, andere nutzen Open Source Software in Eigenentwicklung und eine weitere Gruppe bietet mehrere LMS unter dem Dach eines Portal an. Deutlich …

Die didacta 2021…

…gewährt in diesem Jahr Zugang per Mausklick und erspart den anreisenden Besucher*innen um einen der letzten Stehplätze eines Nahverkehrsmittels am Ausrichtungsort zu buhlen. Auf der Startseite begrüßt die Bildungsmesse mit hexagonförmigen Kacheln, über die man zu den 10* Aussteller*innenbühnen, den didacta Foren und dem Networkingbereich gelangt. Die daneben angeordnete Zusammenstellung der Aussteller*innenkacheln lassen sich mittels eines virtuellen Würfels im Zufallsprinzip wechseln. 27.000* registrierte Besucher*innen sind an den virtuellen Messeständen und während der Vorträge, Diskussionen und Impulse kaum wahrnehmbar. Ein Kontrast zum bunten und wuseligen Erscheinungsbild der Präsenzveranstaltung. Ferner hat auch der digitale Schrittzähler Pause. Eng getaktete Veranstaltungen sind mühelos erreichbar, ohne mehrere Ausstellungshallen dafür überwinden zu müssen. Der inhaltliche rote Faden führt entlang des Schwerpunktes Digitalisierung von Bildung, die aus vielfältigen Perspektiven im Rahmen der angebotenen Veranstaltungen in den Blick genommen wird. Am Dienstagnachmittag wurde beispielsweise der Fokus auf Lehrkräftefortbildungen in und nach Corona gelegt. Moderiert von Jan Martin Wiarda diskutierten Akteur*innen der KMK-Kommission, Lernplattformanbieter, Bundesagentur für Arbeit, Wissenschaft, eines Berufsverbandes sowie einer Schule gemeinsam zu diesem Thema. Während Lehrkräftefortbildungen während der Pandemie im Tenor …

Regionaler Medienentwicklungsplan für die Schulträger im Landkreis Rotenburg

Im Zeitraum von April 2020 bis März 2021 wurde im Auftrag der 14 öffentlichen sowie einem privaten Schulträger im Landkreis Rotenburg ein regionaler Medienentwicklungsplan entwickelt. Das Projekt war von Beginn von der kooperativen Einstellung und der gemeinsamen Beauftragung der ifib consult GmbH geprägt, sodass neben Ausstattungsszenarien für Schulen insbesondere auch Potenziale im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit herausgearbeitet wurden. Für die Erstellung des Medienentwicklungsplans wurde die existierende Ausstattung mittels einer Schul- und einer Schulträgerumfrage erhoben und schulformspezifische Workshops zur Bedarfsermittlung sowie eine Klausurtagung zur interkommunalen Zusammenarbeit durchgeführt. Die schulformspezifischen Workshops fanden in Rotenburg, Zeven und Bremervörde statt und ermöglichten eine hohe Beteiligung der Schulen, um zukünftige pädagogische Szenarien, benötigte und gewünschte Ausstattung sowie Fortbildungs- und Supportbedarfe zu diskutieren. Die Ergebnisse der Umfragen und Workshops wurden im Rahmen der digitalen Klausurtagung mit den Schulträgern, dem IT-Support sowie dem Medienzentrum diskutiert und in einer zeitgemäßen Ausstattungslinie dem Rotenburger Standard verdichtet. Daneben wurden Austauschformate und Gestaltungsmöglichkeiten des interkommunalen Supports vorgestellt, diskutiert und erste Initiativen beschlossen. Der regionale Medienentwicklungsplan bündelt die Ergebnisse und dokumentiert die strategische Ausrichtung der nächsten fünf …

Kinder von 0 bis 10 digital belgeiten

Wie das gelingen kann, beschreibt die Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Kapitel Medien und Bildung, die in der vergangenen Woche vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung veröffentlicht wurde. Anhand exemplarischer Inhalte und Gestaltungsvorschläge sowie Anregungen für Projekte veranschaulicht die verbindliche Konzeption, wie digitale Medien in Kindertageseinrichtungen, Kinderpflegeeinrichtungen und Horten für vielfältige Zwecke eingesetzt und in Ergänzung zu einer häufig konsumorientierten Nutzung zu Hause, neue Erfahrungen ermöglicht werden können. Dabei betont die Konzeption die Bedeutung, die gleichzeitig auch eine Herausforderung darstelle, mit praktischen Medienarbeit unmittelbar an der Mediensozialisation der Heranwachsenden und dem familiären Medienensemble anzuknüpfen und geht auch auf Aspekte der Elternarbeit ein. In einer von digitalen Medien durchdrungenen Lebensrealität von Kindern ist es elementar, einen adäquaten Umgang mit digitalen Medien schon vor der Grundschule mitzudenken und zu fördern. Ab der Primarstufe formuliert die KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt sechs bindend zu vermittelnde Kompetenzbereiche.

Der Diepholzer Standard…

wurde als bedarfsorientierte, einheitliche und zeitgemäße Ausstattungslinie im Rahmen der Medienentwicklungsplanung für die öffentlichen Schulen des Landkreises Diepholz entwickelt. Der Standard umfasst die Bereiche Basisinfrastruktur, zentrale Dienste, Präsentationsmedien, Endgeräte sowie ein Organisations- und Supportkonzept. Besonders ist hierbei, dass sich an zwei zentralen Bausteinen des Prozesses, Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung, auch die anderen Schulträger des Landkreises beteiligt haben. Auf diese Weise lässt sich der Standard auch durch diese adaptieren und bedarfsweise skalieren. Die ifib consult hat den Prozess der Medienentwicklungsplanung seit Januar 2020 begleitet. Aufgrund der Pandemiebestimmungen mussten kurzfristig Präsenzformate wie beispielsweise die schulformspezifischen Workshops zur Bedarfsermittlung an die zukünftige IT-Ausstattung in Schule in den virtuellen Raum verlagert werden. Dank des großartigen Engagements aller Beteiligten konnte der Prozess dennoch im Zeitplan abgeschlossen und eine Strategie Ende Oktober vorgelegt werden. Am 18.11.2020 wurde der Medienentwicklungsplan in einem Hybridformat dem Schulausschuss in der Oberschule Bassum von Vertreterinnen der ifib consult vorgestellt. Der WESER KURIER hat auch dazu berichtet: Hier geht es zum Artikel.

Bremer Senat beschließt weiteres Millionenpaket

Der Bremer Senat hat am 3. November 2020 ein weiteres Investitionsprogramm zur Stärkung der IT-Infrastrukturen in der schulischen Bildung in Höhe von 35 Mio. € beschlossen und reagiert so auf die anhaltenden Auswirkungen der Corona Krise. Der Aufrechterhaltung des Unterrichts, insbesondere unter den gegebenen Beschränkungen, wird hierbei ein hoher Stellenwert eingeräumt. So sollen beispielsweise Kohorten, die in Quarantäne gehen müssen, durch eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht weiterhin unterrichtet und Zugang zur schulischen Bildung erhalten. Ziel der beschlossenen Senatsvorlage ist es „dass digitale Lern- und Lehrmittel unter dem Primat der Pädagogik verstärkt in den Schulen genutzt werden können und die Möglichkeiten digitaler Unterrichtstechnologien aktiv gestaltet und gewinnbringend in den Schulalltag integriert werden“ (vgl. Senatsvorlage Seite 1 und 2). Bereits am 7. Juli 2020 beschloss der Senat, alle 7.680 Lehrer*innen und Referendar*innen mit Dienstgeräten auszustatten und forcierte zeitgleich die Ausstattung aller 90.000 Schüler*innen mit Leihgeräten (vgl. Pressemeldung des Senats und „Bremen investiert in die Digitalisierung der Bildung„). Hierfür wurden Investitionen in Höhe von 52 Mio. € vorgesehen. Der Rollout der Dienstgeräte wurde bereits Ende August abgeschlossen …

Landkreis Rotenburg: Vorstellung von Ergebnissen des Medienentwicklungsplans im Schulausschuss

Seit Mai 2020 begleiten wir den Landkreis Rotenburg (Wümme) sowie die 13 öffentlichen und einen privaten Schulträger im Landkreis im Rahmen der Medienentwicklungsplanung. Innerhalb dieses Verbundprojektes, wurden neben der Bestandsaufnahme, den schulformspezifischen Workshops und der Ausstattungsplanung der nächsten fünf Jahre, auch eine Schulträgerumfrage und eine Klausurtagung mit allen Schulträgern, den Medienzentren sowie dem IT-Support durchgeführt. Ziel der ganztägigen Klausurtagung ist es gewesen, die Bedarfe, insbesondere in Bezug auf technische Unterstützungsangebote (IT-Support), vielfältig zu betrachten (z. B. Kommunikation, Tools und Kompetenzen) und zudem Potenziale der interkommunalen Zusammenarbeit zu identifizieren und analysieren. Die Umsetzung erfolgte aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen vollständig digital und dank der konstruktiven Mitwirkung und hoher Beteiligung aller Vertreter*innen auch erfolgreich. Am 05.11 fand im Landkreis Rotenburg (Wümme) der Schulaussschuss statt, in dem Vertreter*innen der ifib consult GmbH Ergebnisse des Medienentwicklungsplans vorstellen durften. Hierbei wurden unter anderem die bildungspolitischen Vorgaben des Landes, das Projektvorgehen und insbesondere die Ausstattungsplanung und für den nachhaltigen Betrieb benötigte personelle Ressourcen präsentiert und diskutiert. Anhand dieser kann nun in Abhängigkeit der verfügbaren und ggf. zu akquirierenden Mittel die Umsetzung angegangen …

Bremen: Erste Tablets nach wenigen Wochen eingetroffen

Im Juli hat der Bremer Senat die Großbeschaffung von Tablets für Lehrkräfte und Schülerinnen beschlossen. In der Pressemitteilung heißt es: „In einer ersten Tranche investiert der Bremer Senat 16,7 Millionen Euro in einen mächtigen digitalen Schub für die öffentlichen Schulen des Landes Bremen. Darin enthalten: 7.680 iPads für alle Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare sowie insgesamt 30.000 iPads für Schülerinnen und Schüler, die in einem Haushalt mit schwierigen sozialen Herausforderungen leben. Hinzu kommen Mittel für Videokonferenz-Lösungen. Zudem werden die Senatorin für Kinder rund Bildung (SKB) und der Senator für Finanzen (SF) beauftragt, ein Konzept zu erstellen, um weitere Tranchen iPads für alle weiteren Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen des Landes Bremen (zusätzlich rund 60.000 iPads/ 35 Mio. Euro) beschaffen zu können. Das hat der Bremer Senat heute (7. Juli 2020) beschlossen.“(zur Pressemitteilung). Die einhergehenden Aufgaben wie eine zeitnahe Beschaffung, Inbetriebnahme, Integration in die bestehende Systemland, Qualifizierung sind enorm aufwendig und anspruchsvoll für alle Beteiligten. Die zeitliche Planung ist ambitioniert. Innerhalb weniger Wochen, während der schulischen Sommerferien, konnten die notwendigen Vorarbeiten geleistet werden. Die ersten Tablets …

Bremen investiert in die Digitalisierung der Bildung

Der Bremer Senat hat am 7. Juli 2020 nicht zuletzt vor den Auswirkungen der Corona Krise für das Bildungssystem umfangreiche Maßnahmen für die Digitalisierung der Schulen beschlossen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Senatorin für Kinder und Bildung und der Senator für Finanzen bekannt gegeben, dass alle 7.680 Lehrkräfte und Referendar*innen sowie alle 90.000 Schüler*innen ein iPad (geliehen) bekommen sollen. Damit soll der Zugriff auf das landesweite Lernmanagementsystem itslearning sichergestellt werden, dessen Nutzung für Lehrkräfte künftig im Rahmen einer neuen Dienstvereinbarung verpflichtend werden soll. Bremen ist damit das erste Bundesland, das flächendeckend alle Lehrenden und Lernenden mit einem digitalen Endgerät ausstattet. Begonnen werden soll neben dem Lehrpersonal mit rund 30.000 Schüler*innen, die in einem Haushalt mit schwierigen sozialen Herausforderungen leben. Insgesamt rund 52 Mio. Euro will das Bundesland Bremen dafür in die Hand nehmen. Darüber hinaus sollen auch Fortbildungen und der technische Support sichergestellt werden, wofür in einem ersten Schritt rund 27 neue Stellen geschaffen werden sollen.

Medienentwicklungsplanung aus dem Home Office … Warum eigentlich nicht?

als unser Team um die Medienentwicklungsplanung die Verlagerung der Arbeit ins Home Office und die Kita- und Schulschließung ereilte, mischte sich wiederstreitend mehr Sorge, Verantwortungsbewusstsein, Entschlossenheit, Dankbarkeit und auch Unsicherheit in unser Berufsleben als zuvor. Auch wir haben Kinder, leben in Wohngemeinschaften mit punktuell oder permanent überlasteter Netzanbindung, gehören selbst zu Risikogruppen oder kümmern uns. Gleichzeitig waren wir uns einig, dass die Medienentwicklungspläne als ein wichtiger Baustein für die dringend notwendige Weiterentwicklung der IT an Schulen, unbedingt weitergeschrieben werden müssen. Hier können wir einen wichtigen Beitrag leisten. Aber nur in der gewohnten Qualität. Also wie kann das funktionieren? Die typischen Phasen der Erstellung eines Medienentwicklungsplans bei der ifib consult (Initialisierung, Bestandsaufnahme, Bedarfsermittlung, Konzepterstellung und Berichtslegung, Gremienarbeit) haben wir kritisch geprüft und auf die neuen Erfordernisse angepasst. Auf den folgenden (Querschnitts-)Themen lag dabei ein Augenmerk: Befähigung des Teams (Ausstattung), interne Abstimmung und Motivation, externe Abstimmung und Austausch, Befragungen und Workshops mit Schulen und Schulträgern, Qualitätssicherung. In den meisten der genannten Bereiche werden seit geräumiger Zeit digitale Anwendungen verwendet, die auch aus dem Home Office gut vor-/nachbereitet …