Alle Artikel in: Datenschutz

Computer + Unterricht zum Thema „Clouds“ erschienen!

Andreas Breiter und Björn Eric Stolpmann haben die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Computer + Unterricht (Nr. 106/2017) mit herausgegeben, die sich mit den Potenzialen von Cloudlösungen für die Medienbildung befasst, die längst nicht mehr nur im Ort „Schule“ stattfindet, sondern sehr mobil auch bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause, am Nachmittag in gemeinsamen Lerngruppen oder auf Studien- und Projektfahrten, so dass auch die Daten und die sie verarbeitenden Anwendungen ständig verfügbar sein müssen.

Positionspapier des Deutschen Städtetages zum Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter

Wohl auch als Antwort auf die Konkretisierung der Bund-Länder-Bemühungen zum DigitalPakt#D hat der Deutsche Städtetag ein Positionspapier verabschiedet. Darin wird an den Bund die Erwartung formuliert, dass er sich (finanziell) an einem Masterplan „Ausbau digitaler Bildung“ beteiligt und für bundesweit einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien sorgt. Damit soll er eine bessere Vernetzung der in den  Ländern vorhandenen digitalen Plattformen schaffen, in die Schulträger digitale Lehr- und Lernmittel einbinden können. Außerdem soll er die Anwendungsforschung im Bereich der digitalen Bildung besser fördern. Weiterhin wird erwartet, dass die Länder den Ausbau der digitalen Bildung als eine Gemeinschaftsaufgabe von Ländern, Bund und Kommunen begreifen und in enger Abstimmung mit den kommunalen Schulträgern vorantreiben. Lehrkräfte sollen über Aus-und Fortbildung in die Lage versetzt werden, die von den kommunalen Schulträgern finanzierten und bereitgestellten digitalen Medien im Unterricht bedarfsgerecht einsetzen zu können. Weiterhin sollen Mindeststandards für die digitale Infrastruktur der Schulen unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände gesetzlich verbindlich festgelegt und entsprechend der jeweiligen konnexitätsrechtlichen Regelungen auskömmlich und verlässlich finanziert werden. Landesweite Lernplattformen sollen aufgebaut werden, …

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

Tipps zum Schutz vor Datenspionage

Der NDR und Mobilsicher.de recherchierten gemeinsam zum weltweiten Handel mit Nutzerdaten und kauften über eine Scheinfirma einen umfangreichen Datensatz. Es zeigte sich, dass die teilweise sehr sensiblen Daten konkreten Personen zugeordnet werden konnten, obwohl in Deutschland Daten nur anonymisiert erhoben werden dürfen. Da viele der datenabgreifenden Firmen ihren Sitz im Ausland haben, war es für die Recherchierenden jedoch erschreckend einfach, an das Material zu kommen und dieses personenbezogen auszuwerten. „Wieviel APPhängigkeit verträgt unsere Privatsphäre?“ war auch die Frage, die Prof. Dr. Isabel Zorn vor kurzem in ihrem Vortrag in der Bremer Stadtbibliothek thematisierte und dabei betonte, dass auch die Bildungsinstitutionen in der Pflicht seien, Kinder und Jugendliche für diese Problematik zu sensibilisieren und auf die individuellen und gesellschaftlichen Folgen hinzuweisen. Einzelheiten zur Recherche und hilfreiche Tipps, wie man sich bei der Nutzung von Mobilgeräten vor Datenspionage und Tracking schützen kann, sind auf Mobilsicher.de verfügbar.

Broschüre zum Datenschutz an Schulen

Ganz aktuell hat die Medienberatung NRW eine Handreichung für Schulleitungen zum Datenschutz veröffentlicht. Mit der Broschüre soll Schulleitungen beim rechtskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten in der Schule geholfen werden. Für Lehrkräfte ganz allgemein liefert die Broschüre Hintergrundwissen für den Umgang mit personenbezogenen Daten ihrer Schülerinnen und Schüler. Last but not least soll die Broschüre außerdem dabei helfen, Medienkompetenz unter den Vorzeichen von Datenschutz und Datensicherheit zu fördern.

Chromebooks der Renner in den USA

Nach Analysen von Marktforschern der Firma Futuresource haben Chromebooks mit einer Wachstumsrate von 40% in 2014 den US-amerikanischen Markt im Schulbereich umgekrempelt. Während weltweit und insbesondere in Westeuropa nach wie vor Windows-Geräte dominieren, spielen die google-Geräte in US-amerikanischen Schulen einer immer größere Rolle. Ein offensichtlicher Grund liegt im günstigen Kaufpreis für die Schuldistrikte. Aber dahinter liegt eine ganz andere Motivation: die meistens Leistungstests für Schülerinnen und Schüler auf Distrikt, Bundestaats- und Bundesebene in den USA werden sukzessive auf computer-basierte Verfahren umgestellt (siehe auch unsere Publikationen dazu). Im Artikel der Online-Zeitschrift Education Week sagt einer der Marktforscher dazu: „Chrome has absolutely flown,“ said Fisher in a phone interview. „It has an attractive price point“ for districts that need to prepare quickly for online assessments, he added.“ In Deutschland sind Chromebooks nicht nur aus datenschutzrechtlichen Gründen bedenklich. Das Unternehmen macht derzeit noch weniger aggressive Werbung und es fehlt die „Zwangsanwendung“ von zentralen staatlichen Testverfahren. Wie lange noch?  

Big data soll Schulen helfen!?

Unter dem Motto „Aussieben kann nicht Aufgabe von Schule sein“ diskutiert Viktor Mayer-Schönberger die Potentiale von Big data für die Schule in seinem neuen Buch, dass jetzt auch auf deutsch herausgekommen ist (Big Data. Die Revolution, die unser Leben verändern wird. Redline-Verlag, München). Dabei nimmt er selbstverständlich an, dass Tablet-Computer und Datenanalysen das Lernen effektiver machen würden. Einen empirischen Nachweis dafür liefert er nicht. Das ist schon ein bisschen ärgerlich, denn die grundsätzliche Frage nach dem Sinn und Unsinn der datengestützten Unterrichts- und Schulentwicklung ist ja immer noch nicht beantwortet. Darauf warten Schulpraktiker/innen schon seit Jahren und wir haben aus Forschungsprojekten heraus ebenfalls dazu publiziert – von Daten zu Taten? Volle Unterstützung erhält Herr Mayer-Schönberger, dass er die Ein-Punkt-Erhebungen wie PISA kritisiert, aber er liefert auch keine überzeugenden Alternativen, die nicht massiv in die Persönlichkeitsrechte von Schüler/innen und Lehrkräften eingreifen würden. Big data klingt prima, aber ob dies organisatorisch und rechtlich jemals im deutschen Schulsystem ankommt, bleibt offen. Und ehrlich gesagt, nur weil es in den US und Großbritannien selbstverständlich ist, bedeutet noch nicht, dass …

„Gläserne Schule“ durch Google Classroom?

Anlässlich des Launchs von Google Classroom in Deutschland ging es in der aktuellen Sendung der Reihe PISAplus des Deutschlandfunks um digitale Lernplattformen und Datenschutz. Google sichert zwar, wie für alle Google Apps for Education-Dienste, Werbefreiheit und Datensicherheit zu, aber das Misstrauen bleibt. Andreas Breiter war als Gast im Studio und berichtet im ifib Blog über Alternativen zu dem für Bildungseinrichtungen kostenlosen Dienst und den Umgang der einzelnen Bundesländer mit personenbezogenen Daten der Schüler.

Potenziale von Cloud-Lösungen für die Schul-IT

Die Ergebnisse unseres Projektes zu Potenzialen von Cloud-Lösungen für die Schul-IT mit hessischen Schulträgern im Rahmen der Landesinitiative Schule@Zukunft liegen jetzt als Broschüre zum Download vor. Im Rahmen der Untersuchung wurde ausgehend von den pädagogischen Anforderungen der Lehrkräfte betrachtet, in welchen Bereichen es künftig sinnvoll sein kann, die lokale Datenhaltung und Bereitstellung von Applikationen und Diensten zugunsten zentral betriebener, web- bzw. cloudbasierter Lösungen zu ersetzen. Die Ergebnisse und Ideen wurden auf einem Expertenworkshop mit Herstellern und Betreibern verschiedener Systemlösungen für den Bildungsbereich diskutiert. Auf dieser Basis wurden unterschiedliche Szenarien und Strategien aufgezeigt, um solche Cloudlösungen in die schulische IT-Infrastruktur zu integrieren.

Themenmonat „Big Data“ bei Handysektor.de

Das Angebot von Handysektor.de richtet sich zwar in Aufmachung und Ansprache vornehmlich an Jugendliche und junge Erwachsene, aber interessante Informationen und viel zu lernen gibt es für Alle. Jetzt auch zum Thema: „Big Data“: Die LfM macht auf den Themenmonat „Big Data“ in einer aktuellen Meldung aufmerksam: „In der digitalen Welt hinterlassen wir über die Nutzung von Smartphone, Tablet oder PC ständig Spuren in Form von Daten. Big Data ist der Sammelbegriff für diese gigantischen Datenmengen, die jeden Tag über uns gespeichert, analysiert und ausgewertet werden. Um Jugendliche rund um datenhungrige Geräte und Apps zu informieren, startet www.handysektor.de im Januar den Themenmonat „Big Data“. Hierzu wurde auch ein neues Erklärvideo erstellt. Berechtigungen: Wie neugierig sind Smartphone-Apps? Um den riesigen Datenstrom zu begrenzen, gibt es für Smartphones und Tablets die sogenannten „App-Berechtigungen“. Jede App sollte nur auf die Funktionen und Daten zugreifen, die sie zum Erfüllen ihrer Aufgaben benötigt. Privates soll so geschützt bleiben. In der Realität sieht das aber häufig ganz anders aus: Gerade kostenlose und werbefinanzierte Apps verlangen oft viel mehr Berechtigungen als sie …