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Der DigitalPakt Schule ist beschlossen. Aber!

Nachdem der Bundestag dem Einigungsvorschlag des DigitalPaktes Schule am vergangenen Freitag mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit zustimmte, ist dieser nun beschlossene Sache und auch Bremen kann endlich loslegen. In einem Gastbeitrag im Weser Kurier verweist Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Mitglied des Rates für kulturelle Bildung, jedoch darauf, dass eine technische Ausstattung und Infrastruktur, welche der DigitalPakt vorrangig vorsieht, nur dann ihre Wirksamkeit in Schule entfalten könne, wenn auch die notwendige Peripherie wie beispielsweise Fort- und Weiterbildung sowie Steuerung und Hilfe mitgedacht, konzipiert und umgesetzt werde. Damit eine an den pädagogischen Bedarfen orientierte sowie nachhaltige Umsetzung des DigitalPaktes auch wirklich stattfinden kann und es nicht auf eine mitunter befürchtete „Ausstattungsschlacht“ hinausläuft, halte ich eine Berücksichtigung dieser Forderungen für unumgänglich.

Kurzbericht zur didacta in Köln

Bunt und wuselig empfing mich die didacta am 20. Februar in diesem Jahr in Köln und darüber hinaus unzählige Besucher*innen aus der gesamten Republik. Der schleifende Sound mitgebrachter Rollkoffer, die sich im Laufe des Messetages mit diversen Broschüren und digitalen Gadgets randvoll füllten, untermalte das vorherrschende Stimmengewirr in den Hallen beruhigend. Gewohnt souverän präsentierten sich die großen Player wie Verlagshäuser, Systemanbieter und insbesondere auch die Medienberatung NRW in den vier Messehallen. Während auf der didacta ebenso einem Ergebnis des Vermittlungsausschusses in Sachen DigitalPakt Schule entgegengefiebert wurde, standen verwandte Themen wie die Erstellung von Medienkonzepten und Medienentwicklungsplänen im Fokus diverser Veranstaltungen. Die Relevanz der Thematik wurde durch gut gefüllte Zuhörerreihen, die sich mitunter bis in die Messegänge ausdehnten, noch einmal unterstrichen.

Der Digitalpakt Schule kommt!

Anfang Dezember scheiterte die Abstimmung zur Änderung des Grundgesetzes, mit der der Weg für den Digitalpakt Schule geebnet werden sollte. Hierfür muss nach Auffassung vieler Ländervertretungen und des Bundes, der Artikel 104c im Grundgesetz geändert werden, der die finanzielle Unterstützung für finanzschwache Länder ermöglicht, aber in der Fläche verhindert. Am Mittwoch den 20.02 tagten die Vertreter*innen von Bund und Ländern und widmeten sich dem im Vermittlungsausschuss ausgehandelten Kompromiss, in dem die Bedingungen für die Ausschüttung der Bundesmittel behandelt wurden. Ein strittiger Punkt war die Kofinanzierung der Länder in Höhe von 50%. Darin sahen einige Länder einen Eingriff in ihre Souveränität bei Bildungsangelegenheiten und einen Widerspruch zur bezweckten Breitenwirkung, die finanzschwachen Länderhaushalten die Bewerbung um Fördergelder deutlich erschwere oder sie verhindere. Diese Regelung wurde in der Überarbeitung gekippt und am 20.02. stimmten die Vertreterinnen und Vertreter dem Kompromiss zu. Der Bundesrat muss dem Einigungsvorschlag am 15.03. noch mit einer Zwei-Drittel Mehrheit zustimmen und kann den Digitalpakt Schule damit besiegeln. Der Digitalpakt Schule soll die digitale Infrastruktur fördern, während Länder, Kommunen und Schulen sich um entsprechende pädagogische …

Weitere Verzögerungen beim Digitalpakt

Wie wir hier schon mehrfach berichteten, kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei der Umsetzung des Digitalpaktes. Nun berichtet der wie gewöhnlich gut informierte Jan-Martin Wiarda in seinem Blog von weiteren Komplikationen, die offenbar auf eine personelle Veränderung im Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zurückzuführen seien.