Alle Artikel in: Medienentwicklungsplan

In Los Angeles rückt man von der Ausstattung aller SchülerInnen mit dem gleichen Tablet ab

In diesem Blog haben wir bereits mehrfach über die Pläne des Los Angeles Unified School District berichtet, alle Schülerinnen und Schüler mit einem iPad auszustatten. Von diesem Ziel rückt die Schulverwaltung dort laut einem Beitrag der LA Times Das ändert gleichwohl nichts an dem usprünglichen Vorhaben, alles Schülerinnen und Schüler mit einem persönlichen Endgerät auszustatten. Nunmehr können die Schulen aber z.B. wählen, ob sie lieber mit Laptops als mit Tablets arbeiten wollen. Ein Mitglied des dortigen Schulausschusses äußert sich dazu folgendermaßen: Why would we treat all our students — whether they are a first-grader or a high school freshman — as if they all had the same technology needs? They don’t…. To have a one-device-fits-all approach does not make sense.“ Dabei war es beim Rollout der iPad auch schon zu verschiedensten Problemen gekommen, Ob das u. U. (auch) auf eine mangelhafte Medienentwicklungsplanung zurückzuführen ist, lässt sich an dieser Stelle nicht beurteilen. Offensichtlich scheint man sich mit dem ursprünglichem Vorhaben aber ein wenig übernommen zu haben.

Potenziale von Cloud-Lösungen für die Schul-IT

Die Ergebnisse unseres Projektes zu Potenzialen von Cloud-Lösungen für die Schul-IT mit hessischen Schulträgern im Rahmen der Landesinitiative Schule@Zukunft liegen jetzt als Broschüre zum Download vor. Im Rahmen der Untersuchung wurde ausgehend von den pädagogischen Anforderungen der Lehrkräfte betrachtet, in welchen Bereichen es künftig sinnvoll sein kann, die lokale Datenhaltung und Bereitstellung von Applikationen und Diensten zugunsten zentral betriebener, web- bzw. cloudbasierter Lösungen zu ersetzen. Die Ergebnisse und Ideen wurden auf einem Expertenworkshop mit Herstellern und Betreibern verschiedener Systemlösungen für den Bildungsbereich diskutiert. Auf dieser Basis wurden unterschiedliche Szenarien und Strategien aufgezeigt, um solche Cloudlösungen in die schulische IT-Infrastruktur zu integrieren.

Kosten der Inklusion – Potenziale der digitalen Medien?

Nach einem aktuellen Gutachten im Auftrag der kommunalen Spitzenverbände unter dem Titel „Mögliche kommunale Folgekosten der Umsetzung der Inklusion im Schulbereich in Nordrhein-Westfalen am Beispiel der Stadt Essen und des Kreises Borken“ kommen die Autorinnen und Autoren zu Folgekosten auf der Basis ihrer Grundannahmen, die weit über die bisher kommunizierten Aufwände hinaus gehen. Haben sie sich verrechnet? Die Landesregierung erwartet kaum Zusatzkosten für die Kommunen – und hat auch schon ein Gegen-Gutachten in Auftrag gegeben. Was hat das mit digitalen Medien zu tun? Gleich dreierlei: erstens gleichen sich die Forderungen zwischen Land und Kommunnn in Bezug auf die Finanzierung der IT- und Medienausstattung der Schulen mit Verweis auf das Konnexitätsprinzip (oder juristisch „Konnexitätsausführungsgesetz“), also die Kopplung von zwingend erforderlichen Mehrausgaben bei den Kommunen an eine Unterstützung durch das Land. Auch bei der IT-Ausstattung sind sämtliche nachhaltigen Aktivitäten bisher daran gescheitert, dass die Folgekosten für Wartung, Support usw. an den Kommunen hängen bleiben, die damit überfordert sind. Zweitens wird die sinnvolle und richtige Diskussion um die Inklusion die erforderlichen Ausgaben dorthin und von den digitalen Medien …

Digitale Agenda: Mobile Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler?

In dem Zwischenbericht Medienkompetenz der Internet-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags hatte es sich bereits angedeutet: Alle Schülerinnen und Schüler sollen künftig über ein eigenes Endgerät verfügen. Auch in vielen Kultusministerien und bei den ersten kommunalen Schulträgern wird das Thema 1:1-Ausstattung aktuell intensiv diskutiert. Meist vor dem Hintergrund der Einbeziehung privater Endgeräte i.S.v. Bring Your Own Device (BYOD). Die Welt und der Focus berichten jetzt, dass SPD und CDU in den Gesprächen zur Bildung ihrer Großen Koalition im Rahmen der „Digitalen Agenda“ allen Schülerinnen und Schülern ein mobiles Endgerät (Tablet oder Smartphone) zur Verfügung stellen wollen. Natürlich unter dem Vorbehalt der Finanzierung. Geplant seien demnach Ausgaben von einer halben Milliarde Euro pro Jahr, insgesamt also zwei Milliarden Euro in der Legislaturperiode. Schnell nachgerechnet: Bei rund 11,2 Millionen Schülerinnen und Schülern, die das Statistische Bundesamt für Deutschland ausweist, komme ich auf einen Betrag von knapp 178 Euro pro Endgerät. In großen Losen ausgeschrieben, bekommt man für diesen Preis wahrscheinlich sogar ein Gerät der unteren Mittelklasse. Allerdings ohne, dass damit der Aufbau und Betrieb der notwendigen Infrastruktur in den Schulen mitfinanziert wäre: Es …

Was tun mit den Medienkonzepten der Schulen?

Viele Schulträger fordern ihre Schulen dazu auf, Medienkonzepte zu entwickeln und auch in den meisten Landesprogrammen zur Medienbildung wird auf die Bedeutung schulischer Medienkonzepte hingewiesen. Auf der anderen Seite tun sich die Schulträger dann oft schwer, die vorliegenden Medienkonzepte der Schulen auszuwerten und die Ergebnisse in die eigene Medienentwicklungsplanung zu integrieren. Im Rahmen der Erstellung von Medienentwicklungsplänen und IT-Strategien für Schulträger haben wir uns daher auch damit befasst, wie sich die Schwerpunktsetzungen der Schulen in die Planungen der Schulträger integrieren lassen. Dazu haben wir bei zwei Schulträgern die Medienkonzepte ihrer Schulen mit qualitativen und quantitativen Analyseverfahren ausgewertet. Wie wir dabei vorgegangen sind, habe ich in einem Beitrag in unserem ifib-Blog ausgeführt.