Alle Artikel in: Medienkompetenz

Kinder von 0 bis 10 digital belgeiten

Wie das gelingen kann, beschreibt die Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Kapitel Medien und Bildung, die in der vergangenen Woche vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung veröffentlicht wurde. Anhand exemplarischer Inhalte und Gestaltungsvorschläge sowie Anregungen für Projekte veranschaulicht die verbindliche Konzeption, wie digitale Medien in Kindertageseinrichtungen, Kinderpflegeeinrichtungen und Horten für vielfältige Zwecke eingesetzt und in Ergänzung zu einer häufig konsumorientierten Nutzung zu Hause, neue Erfahrungen ermöglicht werden können. Dabei betont die Konzeption die Bedeutung, die gleichzeitig auch eine Herausforderung darstelle, mit praktischen Medienarbeit unmittelbar an der Mediensozialisation der Heranwachsenden und dem familiären Medienensemble anzuknüpfen und geht auch auf Aspekte der Elternarbeit ein. In einer von digitalen Medien durchdrungenen Lebensrealität von Kindern ist es elementar, einen adäquaten Umgang mit digitalen Medien schon vor der Grundschule mitzudenken und zu fördern. Ab der Primarstufe formuliert die KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt sechs bindend zu vermittelnde Kompetenzbereiche.

Medienbildung hinter 24 Türen

Die Initiative medienbildung-münchen des Referats für Bildung und Sport, des Sozialreferats, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München hat einen virtuellen Adventskalender gestaltet. Hinter 24 Türen sind Tipps und Tools zur Weiterentwicklung der eigenen medienpädagogischen Arbeit verborgen oder gewähren Interessierten Einblicke. So heißt es im Einführungstext: „Sie lernen tolle Tools und hilfreiche Seiten kennen, die Sie in Ihrer pädagogischen Praxis unterstützen sollen. Egal ob Sie Lehr- oder Erziehungskraft oder in der Jugendarbeit tätig sind, hier ist für jeden etwas dabei. Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Glühwein auf dem Sofa und Türchen auf. Lassen Sie sich überraschen!“ Das erste Türchen habe ich heute geöffnet und freue mich auf die nächsten 23! Hier gehts zum Adventskalender.

Der Diepholzer Standard…

wurde als bedarfsorientierte, einheitliche und zeitgemäße Ausstattungslinie im Rahmen der Medienentwicklungsplanung für die öffentlichen Schulen des Landkreises Diepholz entwickelt. Der Standard umfasst die Bereiche Basisinfrastruktur, zentrale Dienste, Präsentationsmedien, Endgeräte sowie ein Organisations- und Supportkonzept. Besonders ist hierbei, dass sich an zwei zentralen Bausteinen des Prozesses, Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung, auch die anderen Schulträger des Landkreises beteiligt haben. Auf diese Weise lässt sich der Standard auch durch diese adaptieren und bedarfsweise skalieren. Die ifib consult hat den Prozess der Medienentwicklungsplanung seit Januar 2020 begleitet. Aufgrund der Pandemiebestimmungen mussten kurzfristig Präsenzformate wie beispielsweise die schulformspezifischen Workshops zur Bedarfsermittlung an die zukünftige IT-Ausstattung in Schule in den virtuellen Raum verlagert werden. Dank des großartigen Engagements aller Beteiligten konnte der Prozess dennoch im Zeitplan abgeschlossen und eine Strategie Ende Oktober vorgelegt werden. Am 18.11.2020 wurde der Medienentwicklungsplan in einem Hybridformat dem Schulausschuss in der Oberschule Bassum von Vertreterinnen der ifib consult vorgestellt. Der WESER KURIER hat auch dazu berichtet: Hier geht es zum Artikel.

Unterstützung virtueller Workshops durch interaktive Tools

Im Blogbeitrag „Wie wird ein virtueller Workshop zu einem guten Erlebnis?“ Ende Juni ist nachzulesen, wie die vom ifib organisierten Workshops mit Lehrkräften im Rahmen der Medienentwicklungsplanung angesichts der Corona-Situation erfolgreich den Weg in ein virtuelles Format genommen haben. Entscheidend war dabei die komplexen Interaktionsmöglichkeiten eines solchen Workshops auf einfache und leicht verständliche Hilfsmittel herunterzubrechen. Recht früh kristallisierte sich die Idee einer zweistufigen Umsetzung heraus. Diese sollte einerseits durch die Erhebung von Anforderungen der Lehrkräfte mithilfe einer webbasierten Plattform stattfinden. Um andererseits den wichtigen gemeinsamen Austausch mit und unter den Lehrkräften nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde die Erhebung von mehreren themenbezogenen Videokonferenzen begleitet. Sowohl die webbasierte Plattform als auch die virtuellen Gespräche wurden daher für den Diskurs der Themen ausgerichtet. Für die Erhebung der Anforderungen rückte das im ifib programmierte „Stateboard“ in den Fokus, das sich bereits bei Projekten mit ähnlichen Beteiligungsverfahren bewähren konnte. Einige Anpassungen waren im Vorfeld jedoch notwendig. So wurden die Darstellung und die Benutzerführung durch klare Farben und übersichtliche Menüanordnungen für eine möglichst einfache Nutzung durch die Lehrkräfte optimiert. …

Bremer Senat beschließt weiteres Millionenpaket

Der Bremer Senat hat am 3. November 2020 ein weiteres Investitionsprogramm zur Stärkung der IT-Infrastrukturen in der schulischen Bildung in Höhe von 35 Mio. € beschlossen und reagiert so auf die anhaltenden Auswirkungen der Corona Krise. Der Aufrechterhaltung des Unterrichts, insbesondere unter den gegebenen Beschränkungen, wird hierbei ein hoher Stellenwert eingeräumt. So sollen beispielsweise Kohorten, die in Quarantäne gehen müssen, durch eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht weiterhin unterrichtet und Zugang zur schulischen Bildung erhalten. Ziel der beschlossenen Senatsvorlage ist es „dass digitale Lern- und Lehrmittel unter dem Primat der Pädagogik verstärkt in den Schulen genutzt werden können und die Möglichkeiten digitaler Unterrichtstechnologien aktiv gestaltet und gewinnbringend in den Schulalltag integriert werden“ (vgl. Senatsvorlage Seite 1 und 2). Bereits am 7. Juli 2020 beschloss der Senat, alle 7.680 Lehrer*innen und Referendar*innen mit Dienstgeräten auszustatten und forcierte zeitgleich die Ausstattung aller 90.000 Schüler*innen mit Leihgeräten (vgl. Pressemeldung des Senats und „Bremen investiert in die Digitalisierung der Bildung„). Hierfür wurden Investitionen in Höhe von 52 Mio. € vorgesehen. Der Rollout der Dienstgeräte wurde bereits Ende August abgeschlossen …

Landkreis Rotenburg: Vorstellung von Ergebnissen des Medienentwicklungsplans im Schulausschuss

Seit Mai 2020 begleiten wir den Landkreis Rotenburg (Wümme) sowie die 13 öffentlichen und einen privaten Schulträger im Landkreis im Rahmen der Medienentwicklungsplanung. Innerhalb dieses Verbundprojektes, wurden neben der Bestandsaufnahme, den schulformspezifischen Workshops und der Ausstattungsplanung der nächsten fünf Jahre, auch eine Schulträgerumfrage und eine Klausurtagung mit allen Schulträgern, den Medienzentren sowie dem IT-Support durchgeführt. Ziel der ganztägigen Klausurtagung ist es gewesen, die Bedarfe, insbesondere in Bezug auf technische Unterstützungsangebote (IT-Support), vielfältig zu betrachten (z. B. Kommunikation, Tools und Kompetenzen) und zudem Potenziale der interkommunalen Zusammenarbeit zu identifizieren und analysieren. Die Umsetzung erfolgte aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen vollständig digital und dank der konstruktiven Mitwirkung und hoher Beteiligung aller Vertreter*innen auch erfolgreich. Am 05.11 fand im Landkreis Rotenburg (Wümme) der Schulaussschuss statt, in dem Vertreter*innen der ifib consult GmbH Ergebnisse des Medienentwicklungsplans vorstellen durften. Hierbei wurden unter anderem die bildungspolitischen Vorgaben des Landes, das Projektvorgehen und insbesondere die Ausstattungsplanung und für den nachhaltigen Betrieb benötigte personelle Ressourcen präsentiert und diskutiert. Anhand dieser kann nun in Abhängigkeit der verfügbaren und ggf. zu akquirierenden Mittel die Umsetzung angegangen …

Bremen: Erste Tablets nach wenigen Wochen eingetroffen

Im Juli hat der Bremer Senat die Großbeschaffung von Tablets für Lehrkräfte und Schülerinnen beschlossen. In der Pressemitteilung heißt es: „In einer ersten Tranche investiert der Bremer Senat 16,7 Millionen Euro in einen mächtigen digitalen Schub für die öffentlichen Schulen des Landes Bremen. Darin enthalten: 7.680 iPads für alle Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare sowie insgesamt 30.000 iPads für Schülerinnen und Schüler, die in einem Haushalt mit schwierigen sozialen Herausforderungen leben. Hinzu kommen Mittel für Videokonferenz-Lösungen. Zudem werden die Senatorin für Kinder rund Bildung (SKB) und der Senator für Finanzen (SF) beauftragt, ein Konzept zu erstellen, um weitere Tranchen iPads für alle weiteren Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen des Landes Bremen (zusätzlich rund 60.000 iPads/ 35 Mio. Euro) beschaffen zu können. Das hat der Bremer Senat heute (7. Juli 2020) beschlossen.“(zur Pressemitteilung). Die einhergehenden Aufgaben wie eine zeitnahe Beschaffung, Inbetriebnahme, Integration in die bestehende Systemland, Qualifizierung sind enorm aufwendig und anspruchsvoll für alle Beteiligten. Die zeitliche Planung ist ambitioniert. Innerhalb weniger Wochen, während der schulischen Sommerferien, konnten die notwendigen Vorarbeiten geleistet werden. Die ersten Tablets …

Wie wird ein virtueller Workshop zu einem guten Erlebnis?

In dem Blogbeitrag „Videobotschaften aus dem Homeoffice“ berichteten wir bereits davon, dass wir die aufgrund von Corona abgesagten Workshops im Rahmen der Medienentwicklungsplanung nicht einfach in ein digitales Format übertragen wollten. Unsere Workshops sind davon geprägt, dass wir durch die Zusammenarbeit in Kleingruppen und den gemeinsamen Erfahrungsaustausch eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. Für viele Vertreter*innen der Schulen ist es eine ungewöhnliche Situation und auch wir haben unsere Arbeit bisher vorrangig persönlich und vor Ort ausgeübt. Es ist etwas anderes, wenn man sich in Person sieht und gemeinsam an etwas arbeitet, folglich bekommt die Zusammenarbeit im virtuellen Raum eine andere Bedeutung und erfordert auch eine neue Herangehensweise. Workshops müssen neu konzipiert und organisiert werden. Wir haben uns bei der Konzeption der digitalen Workshops daher die Frage gestellt: Wie können wir die virtuelle Kollaboration so gestalten, dass wir bei den Schulen das Engagement wecken, Bedarfe zu kommunizieren und das Vertrauen schaffen, sich offen über Erfahrungen auszutauschen? Die Workshops zur Bedarfsermittlung dienen uns als Grundlage für den Medienentwicklungsplan. Mit den Schulen werden eine gemeinsame Linie für das …

Videobotschaften aus dem Homeoffice

Bahnreisen nach Hessen, Mecklenburg-Vorpommern oder ins benachbarte Niedersachsen konnten wir in den vergangenen Wochen aufgrund der Pandemiebestimmungen nicht wie gewohnt antreten. Bereits geplante und terminierte Informationsveranstaltungen und Workshops im Rahmen der Medienentwicklungsplanung sollten aber zulasten der Haushaltsplanungen nicht auf ungewisse Zeit verschoben werden. Eine direkte Übertragung der Veranstaltungen in digitale Formate kam für uns ebenso wenig infrage. Wir haben die Konzepte daraufhin auf die derzeitigen Anforderungen zugeschnitten. Um über die nächsten Schritte, angepasste Verfahren und eingesetzten Tools zu informieren haben wir anlassbezogen kleine Videobotschaften im Homeoffice produziert und versendet. Daneben haben sich auch kleine Hilfestellungen mit Praxistipps als überaus hilfreich erwiesen, wie z.B. eine „Netiquette“ für Videokonferenzen und Webinare (siehe unten). Auf diese Weise gelang es uns, Schulträger und Lehrkräfte flexibel zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht zu erreichen und auch Teilnehmende zu gewinnen, die bisher wenig mit digitalen Tools gearbeitet haben.

Schule im Lock-Down – Lernplattformen als Klassenraumersatz?

Wer hätte gedacht, dass einmal alle Schulen, Kindergärten und große Teile unserer Wirtschaft von heute auf morgen schließen und wir alle auf Abstand gehen müssen? Vermutlich wird dies kaum einer für möglich gehalten haben, ich zumindest nicht. Die Krise trifft uns alle und einige Bereiche besonders schwer. Aktuell tritt dies im Bereich der Bildung besonders deutlich hervor und zeigt, dass ein dezentraler und digitaler Schulbetrieb häufig nur begrenzt oder kaum möglich ist, wobei es auch Ausnahmen gibt! Häufig wird an dieser Stelle der Einsatz von Lernplattformen bzw. Lern-Management-Systemen (LMS) als Ausweg genannt, da die existierenden Systeme auf dem Markt unter anderem damit werben, den Schulbetrieb auf digitale Weise maßgeblich zu unterstützen. Fraglich ist aber, welche Anforderungen und Funktionen hierfür notwendig sind, sodass der Einsatz eines LMS den Unterricht fördert und die pädagogischen Bedarfe möglichst passgenau unterstützt. Lernplattformen gibt es seit vielen Jahren, zwei Beispiele dafür sind die frei verfügbaren Systeme CommSy und Moodle die bereits seit 1999 und 2001 existieren. Über die Jahre hat sich das Angebot allerdings stark erweitert, sodass neben den genannten, auch …