Alle Artikel in: Mediennutzung

Wo bleibt der DigitalPakt#D?

Auf der diesjährigen didacta im Februar konnte ich einer Podiumsdiskussion lauschen, auf der Vertreter (keine Vertreterinnen) des BMBF, der KMK und einiger Länder noch eher stritten als diskutierten. Danach war es einige Zeit ruhig. Verhandelt wurde hinter weitgehend verschlossenen Türen. Jetzt scheint ein Ergebnis in Grundzügen zu stehen, auch wenn Minister-Beschlüsse noch ausstehen, die dann aber im Juni folgen sollen. JAN-MARTIN WIARDA berichtet dies zumindest in seinem Blog und scheint gut informiert. Demnach sieht ein Eckpunktentwurf zur „Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schulen“ (wo ist der hippe „DigitalPakt#D“ geblieben?) vor, dass ab 2018 massiv in die digitale Ausstattung der Schulen investiert werden soll. Im Fokus scheint wohl die Ertüchtigung und der Ausbau der Schulnetze insbesondere in Hinblick auf mobiles Lernen in modernen Funknetzen mit Breitbandanbindung und (cloudbasierten) Diensten zu stehen. Darüber hinaus soll die Qualifizierung der Lehrkräfte ein weiterer wichtiger Eckpfeiler werden. Das Ganze auf Basis pädagogischer Konzepte der Schulen und Strategien der Schulträger. Auch Landesprojekte sollen gefördert werden. Die Verteilung der Gelder soll dann wohl auf Länderebene in Abstimmung mit …

KIM-Studie 2016: Computer als Hausaufgabenhilfe

In der letzten Woche wurde die neue KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum Medienumgang 6- bis 13-Jähriger veröffentlicht. Insgesamt zeigt die Studie, dass die Nutzung von Computer und Internet als Mittel zur Wissensvermittlung immer noch eher zuhause als in der Schule stattfindet. In der Schule werden PCs nach wie vor hauptsächlich in speziellem Medien-Fachunterricht eingesetzt, daneben vor allem in Deutsch, Mathe und Fremdsprachen. Zuhause wird der PC von den meisten Schulkindern genutzt um für die Hausaufgaben im Internet zu recherchieren, Texte für die Schule zu schreiben oder Lernprogramme zu verwenden. Je älter die Kinder sind, desto höher ist der Anteil der Schülerinnen uns Schüler, die zuhause generell einen Computer für die Schule verwenden, er steigt bis bei den Zwölf- bis 13-Jährigen auf 90 Prozent. Eine besondere Rolle bei der Recherche für Schulthemen im Internet spielt auch YouTube. Etwa jeder vierte YouTube-Nutzer sieht sich dort zumindest einmal pro Woche Videos zu Themen aus der Schule an – vor allem gilt dies für Kinder ab zehn Jahren. Die Studie steht beim mpfs als PDF zur Verfügung.

Big Data für Kinder?!

Kinder wachsen heute in einer mediatisierten Welt auf und besitzen immer früher eigene Smartphones. Schon im Grundschulalter verfügen viele über ein eigenes Gerät und nutzen unterschiedliche Apps zur Kommunikation und zum Spielen  – auch deshalb braucht es Informationen und Medienkompetenzförderung speziell junge User. Die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) hat ein Material-Dossier mit dem Titel „Big Data und Datenschutz – für Kinder erklärt“ herausgeben, welches sich an pädagogisches Personal richtet, das das Thema mit Kindern erarbeiten will. Viele der kleinen Projekte sind nicht an den Einsatz digitaler Medien gebunden und  finden ohne Laptop, Smartphone oder Tablet statt. Die Erschließung des großen Themas „Big Data“ und der Zusammenhänge erfolgt auch durch Basteln, Erzählen, Malen, Entwerfen, Theater spielen und miteinander ins Gespräch kommen … Das ist zur Förderung eines umfassenden  Verständnisses  genauso wichtig wie die Beschäftigung mit den Geräten. Zum Anbeot der bpb: Big Data und Datenschutz  – für Kinder erklärt!  

JIM-Studie 2016

Die Aufmerksamkeit für das Thema Medienbildung reisst nicht ab… Nachdem IT-Gipfel und den milliardenschweren Förderzusagen des Bundes für die schulische Medienbildung sorgt die JIM-Studie für weitere wichtige Informationen: Die vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) herausgegebene JIM-Studie zeigt bereits seit 1998 regelmäßig wie Jugendliche digitale Medien in ihrem Alltag nutzen und welche Medien für sie Priorität haben. Die in der JIM-Studie erhobenen repräsentativen Basisdaten zur Mediennutzung, zum Medienbesitz und zu medienbezogenen Einstellungen von Jugendlichen werden stets herangezogen wenn es um die Ausrichtung der Medienkompetenzförderung geht. Dabei dreht sich erwartungsgemäß viel um die mobile Mediennutzung (vor allem das Smartphone) und auch der Nutzungskontext Schule  wurde dabei besonders adressiert: „Im Rahmen der JIM-Studie 2016 wurden Zwölf- bis 19-Jährige in Deutschland zu ihrem Medienumgang unter anderem im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt. Dabei ging es auch um Regelungen in Bezug auf Handy und WLAN in der Schule. Mit 94 Prozent dürfen fast alle Befragten ihr Handy mit in die Schule nehmen, dort ist die Nutzung dann aber unterschiedlich reglementiert. Zwei Fünftel dürfen ihr Mobiltelefon zwar mit in …

iPads im Klassenzimmer – Zwischenbilanz nach fünf Jahren Tablet-Unterricht

Wer von Christoph Dernbachs Beitrag Antworten auf die Frage erwartet, ob Schülerinnen und Schüler mit dem iPad besser lernen bzw. wie sich die Arbeit mit dem Medien auf Bildung und Kompetenzerwerb auswirken, wird wahrscheinlich enttäuscht. Dennoch wirft der Beitrag ein paar interessante Aspekte auf, die es zu lesen lohnt. Das ist aus meiner Sicht insbesondere die Vorstellung neuer technischer Features von Apple die den Einsatz der Geräte im Unterricht erheblich vereinfachen, gerade wenn man nicht auf Basis einer 1:1-Ausstattung arbeiten kann. Denn mit der Funktion „Shared iPad“ wird das Gerät jetzt endlich mehrbenutzerfähig, d. h. verschiedene Schülerinnen und Schüler können sich auf einem Gerät anmelden und mit einem personalisierten Profil arbeiten. Allerdings funktioniert diese Lösung wohl nur auf den Geräten der neusten Generation. Für Lehrkräfte ebenfalls interessant ist die App „Classroom“, mit der die Lehrkraft z. B. auf ihrem Gerät sehen kann, woran eine Schülerin gerade arbeitet. Interessant sind aber auch die Einsichten von Andreas Hofmannl und André Spang, iPad-Enthusiasten der 1. Stunde, die u. a. davon berichten, wie schwierig es ist, die Arbeit mit …

Schulische Medienintegration aus Sicht der Eltern

Eltern werden- wenn es um die Medienintegration in der Schule geht – häufig nicht gefragt. Dabei geraten sie zunehmend in den Fokus, gerade wenn es darum geht, dass die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten für den schulischen Einsatz von ihnen finanziert werden soll. Vor kurzem hat der Branchenverband bitkom Eltern zum Thema schulischer Medienintegration befragt. Der Studie nach fühlen sich Eltern demnach mehrheitlich kompetent, wenn es um das Wissen zu unterschiedlichen Medienthemen geht. Gleichzeitig fühlen sich viele Eltern offenbar im Kontext der Medienerziehung ihrer Kinder. So stimmen z. B. 51 Prozent der befragten Eltern der Aussage zu, dass sie sich manchmal damit überfordert fühlen, ihrem Kind die Chancen und Risiken digitaler Medien nahe zu bringen. Bezüglich der in den Schulen vorhandene IT-Ausstattung –  die ja momentan in aller Munde ist – äußern sich die Eltern überwiegend kritisch, und lediglich rund ein Drittel der Befragten klassifiziert den Zustand der Computertechnik in den Schulen als mindestens gut. Im Gegensatz dazu gehen 40 Prozent davon aus, dass die Ausstattung der Schulen schlecht bis sehr schlecht …

Tipps zum Schutz vor Datenspionage

Der NDR und Mobilsicher.de recherchierten gemeinsam zum weltweiten Handel mit Nutzerdaten und kauften über eine Scheinfirma einen umfangreichen Datensatz. Es zeigte sich, dass die teilweise sehr sensiblen Daten konkreten Personen zugeordnet werden konnten, obwohl in Deutschland Daten nur anonymisiert erhoben werden dürfen. Da viele der datenabgreifenden Firmen ihren Sitz im Ausland haben, war es für die Recherchierenden jedoch erschreckend einfach, an das Material zu kommen und dieses personenbezogen auszuwerten. „Wieviel APPhängigkeit verträgt unsere Privatsphäre?“ war auch die Frage, die Prof. Dr. Isabel Zorn vor kurzem in ihrem Vortrag in der Bremer Stadtbibliothek thematisierte und dabei betonte, dass auch die Bildungsinstitutionen in der Pflicht seien, Kinder und Jugendliche für diese Problematik zu sensibilisieren und auf die individuellen und gesellschaftlichen Folgen hinzuweisen. Einzelheiten zur Recherche und hilfreiche Tipps, wie man sich bei der Nutzung von Mobilgeräten vor Datenspionage und Tracking schützen kann, sind auf Mobilsicher.de verfügbar.

„Wie viel Internet verträgt mein Leben?“

Laut der neuen Vermächtnisstudie ticken Jung und Alt nicht nur unterschiedlich, was die Digitalisierung im Hier und Jetzt betrifft, sondern auch, wenn es um die Entwicklung in der Zukunft geht. Interessant hierbei ist, dass die Entwicklung gegenläufig ist. Die älteren Generationen sind dafür, Kinder früh mit dem Internet vertraut zu machen. Die heutigen Jugendlichen hingegen sprechen sich eher dagegen aus. Zum Artikel.

Praxistipp: Mit Videos besser erklären…

Auf dem Medienkompetenzportal NRW können Lehrkräfte und andere Interessierte leicht verständliche und praxiserprobte Anleitungen zur Erstellung von Erklärvideos einsehen – natürlich auch per Erklärvideo… Es wird gezeigt, wie Erklärvideos aufgebaut werden können und welche Genre zur Auswahl stehen. Die Beispiele regen die eigene Erklärvideoproduktion an und zeigen, wie man mit überschaubarem Aufwand zu guten Erklärvideos kommt. Zum Dossier „Erklärvideos im schulischen Kontext“. Kamera läuft …..