Alle Artikel in: Verwandte Themen

Informationssicherheit an Schulen – ein wichtiges Thema für jetzt und die Zukunft

Die Masterthesis schnürt die finale Schleife um das mehrjährige Studierendendasein. Für viele markiert sie auch einen Abschluss der Themen und Inhalte, mit denen man sich durch die eigene Forschung und über viele Seiten auseinandergesetzt hat. Mit einem Thema nah am Puls der Zeit kann die Masterthesis jedoch auch zur beruflichen oder wissenschaftlichen Begleiterin werden, indem sie wichtige Impulse für folgende Projekte bietet. Die Auseinandersetzung mit Informationssicherheit bietet dauerhaft aktuellen Bezug. Immer wieder waren Datenlecks und Phishing-Attacken in den vergangenen Monaten in der Presse. Viele bisher eher marginal durch Cyberangriffe bedrohte Institutionen mussten feststellen, dass auch sie zunehmend betroffen sind – darunter Schulen. Die verstärkte Nutzung digitaler Medien im Unterricht, befeuert durch den DigitalPakt Schule und den Distanzunterricht in der Corona-Pandemie, hat die Oberfläche für mögliche Sicherheitsvorfälle deutlich vergrößert. So war in den Zeitungen auch von Eindringlingen in Distanzunterricht-Videokonferenzen, unangemessenen Inhalten auf Lernplattformen und Hacking-Versuchen auf IT-Systemen von Schulen zu lesen. Es wirkt wie eine Frage der Zeit, bis ein Fall mit weitreichenden Folgen eine oder mehrere Schulen betrifft. Die Untersuchung von Informationssicherheit an Schulen stellt …

Nach dem Summit ist vor dem Summit

Unter dem Motto „SHIFT HAPPENS. Let’s create a better IT now!“ fand der diesjährige Univention Summit am 17.-18. Mai in Bremen statt. Insbesondere der Start im hybriden Format mit Präsenzanteil im Metropol-Theater Bremen lud die Open-Source- und Open-Content-Community dazu ein, sich während diverser Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen, Roundtables und Ausstellungsangeboten der Partnerorganisationen über die neuesten Entwicklungen auszutauschen. Das augenzwinkernd und gleichzeitig aussagekräftig gewählte Motto „Shift happens“ wurde auch in vielen Keynotes und Vorträgen gezielt aufgegriffen und bot dem Summit so von der Eröffnung durch CEO Peter Ganten bis zur Diskussion digitaler Souveränität auf internationaler Ebene einen Rahmen. Geclustert in die Themengebiete „UCS Technik Track“, „Education Track“ und „Public Sector Track“ wurde zudem ein weitreichendes Vortragsangebot bereitgestellt, welches bereichsübergreifend das Themengebiet der Digitalen Souveränität im Fokus hatte. Der Public Sector startete mit einem Panelgespräch unter dem Motto „Digitale Souveränität nach der Zeitwende“, in dem namenhafte Speaker den aktuellen Stand, Herausforderungen und zukünftige Bedürfnisse digital gestützter Arbeitsprozesse in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere unter der Verwendung von Open-Source gestützter Software diskutierten. Der Einblick in mögliche Umsetzungsszenarien war vielfältig. Von …

Kinder von 0 bis 10 digital belgeiten

Wie das gelingen kann, beschreibt die Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Kapitel Medien und Bildung, die in der vergangenen Woche vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung veröffentlicht wurde. Anhand exemplarischer Inhalte und Gestaltungsvorschläge sowie Anregungen für Projekte veranschaulicht die verbindliche Konzeption, wie digitale Medien in Kindertageseinrichtungen, Kinderpflegeeinrichtungen und Horten für vielfältige Zwecke eingesetzt und in Ergänzung zu einer häufig konsumorientierten Nutzung zu Hause, neue Erfahrungen ermöglicht werden können. Dabei betont die Konzeption die Bedeutung, die gleichzeitig auch eine Herausforderung darstelle, mit praktischen Medienarbeit unmittelbar an der Mediensozialisation der Heranwachsenden und dem familiären Medienensemble anzuknüpfen und geht auch auf Aspekte der Elternarbeit ein. In einer von digitalen Medien durchdrungenen Lebensrealität von Kindern ist es elementar, einen adäquaten Umgang mit digitalen Medien schon vor der Grundschule mitzudenken und zu fördern. Ab der Primarstufe formuliert die KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt sechs bindend zu vermittelnde Kompetenzbereiche.

Medienbildung hinter 24 Türen

Die Initiative medienbildung-münchen des Referats für Bildung und Sport, des Sozialreferats, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München hat einen virtuellen Adventskalender gestaltet. Hinter 24 Türen sind Tipps und Tools zur Weiterentwicklung der eigenen medienpädagogischen Arbeit verborgen oder gewähren Interessierten Einblicke. So heißt es im Einführungstext: „Sie lernen tolle Tools und hilfreiche Seiten kennen, die Sie in Ihrer pädagogischen Praxis unterstützen sollen. Egal ob Sie Lehr- oder Erziehungskraft oder in der Jugendarbeit tätig sind, hier ist für jeden etwas dabei. Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Glühwein auf dem Sofa und Türchen auf. Lassen Sie sich überraschen!“ Das erste Türchen habe ich heute geöffnet und freue mich auf die nächsten 23! Hier gehts zum Adventskalender.

Unterstützung virtueller Workshops durch interaktive Tools

Im Blogbeitrag „Wie wird ein virtueller Workshop zu einem guten Erlebnis?“ Ende Juni ist nachzulesen, wie die vom ifib organisierten Workshops mit Lehrkräften im Rahmen der Medienentwicklungsplanung angesichts der Corona-Situation erfolgreich den Weg in ein virtuelles Format genommen haben. Entscheidend war dabei die komplexen Interaktionsmöglichkeiten eines solchen Workshops auf einfache und leicht verständliche Hilfsmittel herunterzubrechen. Recht früh kristallisierte sich die Idee einer zweistufigen Umsetzung heraus. Diese sollte einerseits durch die Erhebung von Anforderungen der Lehrkräfte mithilfe einer webbasierten Plattform stattfinden. Um andererseits den wichtigen gemeinsamen Austausch mit und unter den Lehrkräften nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde die Erhebung von mehreren themenbezogenen Videokonferenzen begleitet. Sowohl die webbasierte Plattform als auch die virtuellen Gespräche wurden daher für den Diskurs der Themen ausgerichtet. Für die Erhebung der Anforderungen rückte das im ifib programmierte „Stateboard“ in den Fokus, das sich bereits bei Projekten mit ähnlichen Beteiligungsverfahren bewähren konnte. Einige Anpassungen waren im Vorfeld jedoch notwendig. So wurden die Darstellung und die Benutzerführung durch klare Farben und übersichtliche Menüanordnungen für eine möglichst einfache Nutzung durch die Lehrkräfte optimiert. …

Schule im Lock-Down – Lernplattformen als Klassenraumersatz?

Wer hätte gedacht, dass einmal alle Schulen, Kindergärten und große Teile unserer Wirtschaft von heute auf morgen schließen und wir alle auf Abstand gehen müssen? Vermutlich wird dies kaum einer für möglich gehalten haben, ich zumindest nicht. Die Krise trifft uns alle und einige Bereiche besonders schwer. Aktuell tritt dies im Bereich der Bildung besonders deutlich hervor und zeigt, dass ein dezentraler und digitaler Schulbetrieb häufig nur begrenzt oder kaum möglich ist, wobei es auch Ausnahmen gibt! Häufig wird an dieser Stelle der Einsatz von Lernplattformen bzw. Lern-Management-Systemen (LMS) als Ausweg genannt, da die existierenden Systeme auf dem Markt unter anderem damit werben, den Schulbetrieb auf digitale Weise maßgeblich zu unterstützen. Fraglich ist aber, welche Anforderungen und Funktionen hierfür notwendig sind, sodass der Einsatz eines LMS den Unterricht fördert und die pädagogischen Bedarfe möglichst passgenau unterstützt. Lernplattformen gibt es seit vielen Jahren, zwei Beispiele dafür sind die frei verfügbaren Systeme CommSy und Moodle die bereits seit 1999 und 2001 existieren. Über die Jahre hat sich das Angebot allerdings stark erweitert, sodass neben den genannten, auch …

Medienkompetenz im Viererpack für Bremen

Zum vierten Mal jährte sich am 22. August 2019 die Preisverleihung des Ermöglicher*innen-Preises „das Ruder“ der (bre(ma. Fokus der Förderung liegt dabei darauf, die Umsetzung medienpädagogischer Projekte, die Medienkompetenz im nachhaltigen Sinne einer Mündigkeit verstehen, zu ermöglichen. Bei sommerlichen Temperaturen und kühlen Getränken hielt die Senatorin für Kinder und Bildung Dr. Claudia Bogedan die Begrüßungsansprache in der Union Brauerei. Nachdem anschließend die Ergebnisse der drei Gewinnerprojekte aus dem Vorjahr audiovisuell dargeboten wurden, durften sich in diesem Jahr erstmals vier Projekte, angekündigt und vorgestellt durch prominente Laudator*innen, über einen Förderpreis freuen. Wir gratulieren ebenfalls herzlichst: „Erklär doch mal – Medien in der Kita leicht gemacht“ vom Verein Blickwechsel „Programmieren mit Lego-Wedo am iPad“ von Nils Ohldenbusch „Hood Films“ von der Stiftung Aktion Hilfe für Kinder „Jump ’n‘ Run – analog ’n‘ digital“ von Tatjana Blaar

Startschuss für DATAFIED: Neues Verbundprojekt am ifib

Zum 1. Dezember ist das Verbundprojekt DATAFIED (DATA For and In EDucation) offiziell gestartet. Zusammen mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU), sowie dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) sollen die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Datafizierung im schulischen Bildungssystem untersucht werden. Datafizierung meint, dass über alle Prozesse des Schulsystems Daten gesammelt werden, die gleichzeitig Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse verschiedener schulischer Akteure (etwa Bildungspolitik, Schulaufsicht, Schulträger, Lehrkräfte oder Eltern) beeinflussen.

Jugendmedienschutz vor 50 Jahren – ein Rückblick auf Mediengefährdungen im Spiegel der Zeit

„Welchen medialen Gefährdungen waren Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland eigentlich 1968 ausgesetzt? Und vor welchen Hintergründen?“ Gerd Hallenberger entwirft in seinem Beitrag –  in der seit Kurzem  online verfügbaren Zeitschrift TV-diskurs – ein gesellschaftliches Panorama des Jugendmedienschutzes im Spiegel der späten 60er Jahre. Er geht dabei der Frage nach, wie sich Moralvorstellungen veränderten und welche Medienproduktionen maßgeblich für die Entwicklung waren. Es erwartet Sie ein amüsanter Streifzug durch die Vergangenheit der Medien mit jugendschutzrelvanten Medienhäppchen in Wort und Bild… Zum Artikel: 1968 … und der Jugendmedienschutz