Alle Artikel in: Medien im Kindergarten

Digitalisierung oder Medien-Schonraum Kita?

Medienpädagogik positioniert sich für einen dritten Weg: kindgerechte Medienbildung von Anfang an. Angesichts der sich rasant entwickelnden digitalen Gesellschaft, die die Lebenswelten von Kindern und Familien zunehmend mitbestimmt, spricht sich die GMK-Fachgruppe-Kita in diesem Positionspapier dafür aus, auf breiter Linie, entlang der gesamten Bildungskette, eine Medienbildung zu verankern, die an den Kindern orientiert ist. Welche Bedingungen dafür geschaffen werden müssen, auf welchen Grundlagen sie basiert, welche vielfältigen Bildungsbereiche mit Medienbildung und Medienerziehung verknüpft sind, darüber informiert das Postionspapier.

Programmieren im Kindergarten? Das MIT macht es möglich

Forscherinnen und Forscher vom MIT in Cambridge, MA und von der Tufts University haben eine App entwickelt, die es Kindern einfach ermöglicht, Programmieren zu lernen. So zumindest schreibt es die Huffington Post in ihrer Ausgabe vom 1.10.2014. Mitch Resnick vom MIT wird dabei wie folgt zitiert: „When many people think of computer programming, they think of something very sophisticated. […] But we don’t think it has to be that way.“ Diese Initiative liegt im internationalen Trend und gleichzeitig ist das MIT immer einen technologischen Schritt voraus. Grundannahme ist es, dass ein Verständnis von Algorithmen zur Grundkompetenz des 21. Jahrhunderts gehört. In Deutschland wird noch über Sinn und Unsinn von Informatik als Pflichtfach in der Sekundarstufe gesprochen. Ob die USA hier wirklich weiter sind, wird die Zukunft zeigen.

Unterstützung bei der Medienkompetenzförderung in Kindertageseinrichtungen

Medienkompetenzförderung in Kindertageseinrichtungen ist ein schwieriges Geschäft, wie auch unsere im letzten Jahr zusammen mit der Bremischen Landesmedienanstalt durchgeführte Untersuchung zum Thema in Bremen gezeigt hat. Neben Aktivitäten, die geeignet sind, die Einstellungen der Erzieher/innen gegenüber dem Medienhandeln von Kindern positiv zu verändern, braucht es u.a. auch Anleitungen und Tipps zur Umsetzung der Medienkompetenzförderung in den Einrichtungen. Auf der Seite Medienkompetenz-Kitas NRW finden Fachkräfte genau solche Hinweise. Neben einer Fülle praktischer Informationen auf der Website kann man dort auch einen Newsletter abonnieren, monatlich neue Anregungen und praktische Materialien bereithält.

Ergebnisse der Kita-Studie veröffentlicht: Stellenwert der Medienkompetenzförderung

Medienkompetenzförderung ist eher selten ein Thema im pädagogischen Alltag der Bremer Kitas, obwohl die Fachkräfte Medienbildung durchaus als wichtig ansehen. Die Ergebnisse unserer Untersuchung zur frühen Medienbildung zeichnen ein ambivalents Bild. Viele Fachkräfte teilen die Sorge, dass Kinder zu vielen Medien ausgesetzt seien, und halten Medienabstinenz für die geeignete pädagogische Umgangsweise. Andere sehen die Kita durchaus in der Verantwortung, wenn es um die frühe Medienkompetenzförderung geht. Medienbildung in der Kita muss nicht auf Kosten von anderern wichtigen Lern- und Entwicklungsfeldern gehen, sondern ergänzt diese sinnvollerweise. Viele Kitas vertreten einen lebensweltorientierten Ansatz in ihrer Arbeit, da dürfen Medien eigentlich nicht fehlen. Lebenswelten – (und gerade kindliche Lebenswelten) sind immer auch Medienwelten (siehe Dieter Baacke)…. Zentrale Ergebnisse der Untersuchung können hier angesehen werden…

Angry Birds sollen Kindergartenkinder schlauer machen

Die Firma Rovio, Erfinder und Vermarkter der Angry Birds, arbeitet in Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen 123 Education Development an einem Curriculum namens Angry Birds Playground für Kinder im Kindergartenalter. The Verge berichtet, dass gemeinsam mit der Universität Helsinki an einem „360-Grad-Ansatz“ gearbeitet werde, um Wissen zu Sprachen, Mathematik, Musik und Kunst zu vermitteln. Das Ergebnis soll zuerst in einer Einrichtung für frühes Lernen in Shanghai erprobt werden. Ohne Merchandising für Angry Birds dürfte der Playground nicht daher kommen, wie auch The Verge anmerkt. Die Schülerinnen und Schüler sollen Zugang zu Spielen, Büchern und Spielzeug mit dem Label der Angry Birds erhalten.