Alle Artikel in: Verwandte Themen

Dokumentation zur Integration von Tablets in der Grundschule veröffentlicht

In der aktuellen Diskussion um die schulische Mediennutzung nimmt die spontane und flexible Nutzung von mobilen Endgeräten eine zentrale Rolle ein. Vor allem in Grundschulen scheinen Tablets deutliche Vorteile gegenüber den dort etablierten technischen Lösungen zu bieten. Entsprechend viele Tablet-Projekte wurden bereits in Grundschulen initiiert. Viele dieser Vorhaben leiden jedoch unter erheblichen Anlaufschwierigkeiten da sie ohne hinreichende Planung erst mit der Ausgabe der Geräte starten, und eine Reihe wichtiger Schritte nicht getätigt werden,um solche Vorhaben möglichst erfolgreich zu gestalten. Die ifib consult hat im letzten Jahr den hessischen Wetteraukreis dabei unterstützt, den Einsatz von Tablets an einer der Grundschulen des Kreises vorzubereiten. Die Ergebnisse der Unterstützung liegen jetzt zur Weiternutzung vor. Die Dokumentation erklärt kleinteilig die erforderlichen Schritte, um die Voraussetzungen für die Arbeit mit Tablets an einer Grundschule zu schaffen. Das sind u. a. die Entwicklung eines Medienkonzeptes, die Sicherstellung von Service und Betrieb der eingesetzten Geräte, die Entwicklung von Nutzungsszenarien inklusive korrespondierender App-Auswahl, die Auswahl und Erstellung von Lern- und Unterrichtsmaterialien sowie die medienpädagogische Unterstützung und Fortbildung der beteiligten Lehrkräfte. Natürlich berücksichtigt die …

Förderung von Medienkompetenz im FSJ Digital

In Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Unterstützung der Deutschen Telekom und der NrEins.de AG für zwei Jahre zwei Pilotprojekte, in denen Jugendliche digitale Medien in ihre Arbeit im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres integrieren. Die Freiwilligen unterstützen zum einen die Einrichtungen, in denen sie aktiv sind und setzen dort zum anderen Projekte mit den jeweiligen Zielgruppen um, in denen digitale Medien zum Einsatz kommen. So können sie beispielsweise Computerkurse  oder eine Einführung in das Geocaching anbieten. In Sachsen-Anhalt wird das Pilotprojekt vom DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. erprobt. Die 30 beteiligten Jugendlichen werden hier über ihre Kampagnen und Projekte berichten. In Rheinland-Pfalz wird das Projekt vom Kulturbüro Rheinland-Pfalz getragen. Interessierte Jugendliche aus Rheinland-Pfalz können sich hier noch bis zum 30.11.2015 für das FSJ Digital anmelden. Wir sind gespannt auf die Projekte und die Erfahrungsberichte der Jugendlichen!

Online, aber misstrauisch

Unter dieser Überschrift fassen die Autoren der aktuellen Shell-Studie das Internetnutzungsverhalten von Jugendlichen zusammen. Demnach sei mittlerweile eine „Online-Vollversorgung“ Realität geworden, einem Großteil der Jugendlichen fällt jedoch das Vertrauen in Google, Facebook und Co schwer, weil sie sich bewusst sind, dass diese Konzerne viel Geld mit ihren Daten verdienen. Die Zusammenfassung zum Themenblock Freizeit und Internet ist hier zu finden. Die Shell Jugendstudie 2015 hält darüber hinaus weitere Informationen über die Einstellungen und Werte der Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren bereit.

Always On – Smartphonenutzung von Kindern und Jugendlichen

Unter dem Titel „Mediatisierung mobil – Handy und mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen“ veröffentlicht die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) eine neue Studie, in der die Nutzung von Smartphones durch Kinder und Jugendliche analysiert wird. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Mannheim, die die Studie im Auftrag der LfM durchführten, stellten sich dabei die Fragen, wie die Acht- bis 14-Jährigen mobile Medien nutzen und welchen Stellenwert diese in ihrem Alltag haben. Den Auswirkungen der Verbreitung von Smartphones in dieser Altersgruppe widmeten sie sich in Leitfadeninterviews, Gruppendiskussionen und einer quantitativen Befragung von 500 Kindern und Jugendlichen. Smartphones bzw. ein mobiler Internetzugang sind demnach insbesondere für die Kommunikation mit Peers von hoher Relevanz. Die Kehrseite dieser Kommunikationsform unter Kindern und Jugendlichen ist, dass sich diejenigen ohne entsprechenden mobilen Internetzugang von der Kommunikation ausgeschlossen fühlen. Sowohl Eltern als auch Kinder schätzen die Möglichkeiten der Alltagsorganisation. Deutlich wird aber auch, dass hinsichtlich einer Handyerziehung Unsicherheit auf Seiten der Eltern herrscht, die sich vorrangig in restriktiven Maßnahmen niederschlägt. Die Autorinnen und Autoren regen „neue Formen der Medienerziehung“ an, „die …

Europäische Code-Week vom 10. – 18. Oktober 2015

Die von der Europäischen Kommission initiierte European Code Week findet dieses Jahr vom 10. – 18. Oktober statt. Ziel der Aktion ist es Medien- und IT-Kompetenzen über alle Altersgruppen hinweg zu fördern und stärken. In Deutschland finden insgesamt 66 Veranstaltungen statt. Eine Übersicht über alle Events findet sich hier. Das Bremer FabLab veranstaltet- zum Bespiel – am 10. Oktober einen Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema Wearables und „smarte Kleidungsstücke“.

Die deutsche madig-machende Schulleitung

Eine Befragung von Schulleiterinnen und Schulleitern in Deutschland soll die Diskussion über digitales Lernen in der Schule um ihre Perspektive bereichern. Als Ergebnis wird das Thema Nummer Eins „Cybermobbing“ gegenüber Lehrkräften sowie Mitschülerinnen und Mitschülern und gleich im Anschluss die fehlende kritisch-reflektierte Betrachtungsweise digitaler Medien und ihrer Inhalte seitens der Schülerinnen und Schüler bekannt (mmb-Trendmonitor II/2015, S.2f). Dass der Einsatz digitaler Medien als didaktisches Mittel sowie als Lerngegenstand primär von der Lehrkraft abhängig ist, wird auch in dieser Umfrage deutlich. Der Umstand, dass Schülerinnen und Schüler einerseits Selbstverständlichkeit in der Nutzung digitaler Medien mitbringen und andererseits in der Schule umfassende Medienkompetenz (z.B. nach Baake oder Tulodziecki) aufbauen können sollen, muss das sich hartnäckig haltende Rollenverständnis einer allwissenden Lehrkraft in eine Krise stürzen. Leitungs- und Lehrpersonal wollen den Schülerinnen und Schülern die Nutzung beliebter Dienste im digitalen Raum „nur madig machen“, so das von Schulleiterinnen und Schulleiter eingeschätzte Meinungsbild der Schülerinnen und Schüler. Das beizeiten erworbene pädagogische Methodenwissen stößt an seine Grenzen und die Rolle der Lehrkraft – so auch die Hinweise in dieser Befragung – muss hinterfragt und reformiert werden, wie es in Expertenkreisen schon länger diskutiert wird. Neben den Medien(-didaktischen)kompetenzen der Lehrkräfte und dem …

Medienbildung soll Informatik schlucken…

In Baden Württemberg ist die Diskussion um den Informatikunterricht neu entfacht. Als eines der Länder, die Informatik in der Unter- und Mittelstufe bis jetzt verankert hat, setzt BaWü nun auf ein Fach Medienbildung?  Das Kultusministerium des Bundeslandes stellte indes klar, dass die Änderungen im Fach Informatik an den weiterführenden Schulen künftig darin bestehen sollen,  dass  die Informatik  in die fächerübergreifende Medienbildung integriert wird. Fachlehrer/innen und auch Informatiker/innen laufen Sturm gegen die geplanten Änderungen. Aber unabhängig davon wie der Streit ausgeht, eine umfassende  Weiterbildungsoffensive für Lehrkräfte ist in beiden Bereichen,  Informatik sowie auch Medienbildung ist in jedem Fall nötig. Die Pressestimmen spiegeln den Konflikt eindrucksvoll wieder, Fokus und Heise nehmen sich des Themas an.

„miniKIM 2014 Kleinkinder und Medien“ veröffentlicht

Medien spielen im Alltag von Kindern eine große Rolle, auch Mädchen und Jungen im Vorschulalter wachsen keineswegs medienfern auf. Bei der Mediennutzung von Zwei- bis Fünfjährigen spielen nach wie vor das Fernsehen und (Bilder-)Bücher eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse der Studie miniKIM 2014 (Kleinkinder und Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, bei der die Haupterzieher zum Medienumgang ihrer Kinder befragt wurden, stehen jetzt zur Verfügung.

Medienkompetenz: Wenigstens die Expert/innen sind sich einig

Heute fand ein öffentliches Fachgespräch des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages unter der Leitung der Vorsitzenden Saskia Esken (SPD) statt. Als Expert/innen waren geladen: Prof. Dr. Birgit Eickelmann (Universität Paderborn); Richard Heinen (Universität Duisburg-Essen); Uwe Lübking (Beigeordneter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes); Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (Universität Paderborn) und Daniel Seitz (mediale-pfade.org). Alle waren sich darin einig, dass Medienkompetenz wichtig sei und stärkten dem Antrag der Regierungsfraktionen den Rücken. Die Ausschussvorsitzende schreibt auf ihrer Webseite: „Medienkompetenz und informatorische Grundbildung werden in einer zunehmend digitalisierten Welt immer bedeutender. Die Ausführungen der Experten haben uns gezeigt, dass wir uns mit diesem Antrag und seinem vorgeschlagenen Maßnahmenbündel auf dem richtigen Weg befinden.“ Wir erfreulich! Und dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass weder der Bund noch der Bundestag hier eine Steuerungskompetenz hat. Mal sehen, wie das die Länder finden. Leider wurde auch an diesem Ort mal wieder Medienkompetenz und algorithmische Kompetenz miteinander verschmolzen, obwohl es zwei sehr unterschiedliche Bereiche sind – wie uns eindrucksvoll der lehrplan21 aus der Schweiz aufzeigt. Ansonsten hat die Anhörung auf …

Schulinformatik für mehr Medienkompetenz

In ihrer aktuellen Erklärung spricht sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) für die verbindliche Einführung der Schulinformatik aus: „Informatische Bildung sichert die Teilhabe unserer Jugend an der digitalen Gesellschaft. Hierzu ist sowohl eine fächerübergreifende Medienbildung als auch ein zeitgemäßer Informatikunterricht unabdingbar.“, sagte Prof. Dr. Steffen Friedrich, Sprecher des Expertenkreises. Ebenso wichtig sei es, Kinder und Jugendliche unter Nutzung digitaler Werkzeuge zur aktiven, kreativen Gestaltung ihrer Welt zu befähigen. Ein selbstbestimmtes Agieren in der digitalen Welt sowie der sichere Umgang mit den notwendigen Fachbegriffen, wie z. B. „Netzneutralität“, sei nur mit Wissen zu den zugehörigen informatischen Konzepten möglich, so die Schlussfolgerung der Informatiker (Quelle: GI-Pressemeldung vom 9.4.2015)“. Die Bildungserklärung der GI kann im direkten Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden deutscher Schüler/innen in der so genannten ICILS-Studie (International Computer and Information Literacy Study) gesehen werden.  Seit Veröffentlichung der Studie im letzten Winter, die computerbezogene Fähigkeiten deutscher Schüler/innen im internationalen Vergleich gemessen hat, ist wieder heftig Bewegung in das Thema Medienkompetenzförderung und die verbindliche Verankerung von Medienbildung in schulischen Bildungsstandards und Curricula gekommen. Auch dem Bundestag war …