Neueste Artikel

Förderprogramm für die Ausstattung von Lehrer*innen mit Endgeräten unterschrieben

Am Mittwoch den 27.01.2021 wurde die Bund-Länder-Vereinbarung „Leihgeräte für Lehrkräfte“ unterschrieben, womit der Bund weitere 500 Millionen Euro zur Förderung der Digitalisierung der Schulen und es digitalen Unterrichts bereitstellt.

Die Förderung wurde bereits letztes Jahr im September auf dem Schulgipfel im Kanzleramt (siehe Pressemitteilung des BMBF) diskutiert und die Vereinbarung bis Mitte November finalisiert. Anschließend mussten alle Länder und der Bund dieser zustimmen und die Vereinbarung unterzeichnen. Das Fördervolumen des Bundes beträgt nun im Rahmen des DigitalPakt Schule und der bereits beschlossenen Zusatzvereinbarungen insgesamt 6,5 Milliarden Euro.

Das nun unterschriebene Förderprogramm adressiert gezielt die Ausstattung von Lehrer*innen und wurde im Zuge der Unterstützung des Unterrichts während der Corona-Pandemie angekündigt. Die Vereinbarung sieht zudem einen frühzeitigen Maßnahmebeginn vor, sodass  Mittel auch rückwirkend bis zum 3. Juni abgerufen werden können und bereits getätigte Investitionen davon profitieren. Die Bekanntmachungen der Länder für die Umsetzung auf Landesebene stehen zum Teil noch aus. Einzelne Länder, wie z. B. Bremen (siehe Pressemitteilung der Senatorin für Kinder und Bildung) und Nordrhein-Westfahlen (siehe Förderrichtlinie NRW) habe die Ausstattung von Lehrer*innen bereits 2020 beschlossen und umgesetzt.

 

Interkommunale Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support im Kreis Coesfeld

Wie kann interkommunale Zusammenarbeit die Digitalisierung der Schulen und die Sicherstellung des laufenden Betriebs und Supports ermöglichen? Zur Beantwortung dieser Frage lassen zwölf kommunale Schulträger im Landkreis Coesfeld ein Gutachten zu den Potentialen einer interkommunalen Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support erstellen. In einem Zeitraum von drei Monaten erstellt die ifib consult in einem partizipativen Ansatz eine Potentialanalyse. Mit dieser Analyse erhalten die zwölf Schulträger eine Entscheidungsgrundlage, die aufzeigt, wie der bestehende Austausch weiterentwickelt werden kann und welche Handlungsfelder, Synergien und Einsparpotentiale im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit ausgeschöpft werden können.

Die Städte und Gemeinden und der Kreis als Schulträger tauschen sich im Regionalen Bildungsnetzwerk bereits seit 2017 zur digitalen Ausstattung an Schulen aus. Auch die Wirtschaftsförderung und das Medienzentrum im Kreis Coesfeld sind aktiv eingebunden. So konnten in den letzten Jahren bereits gemeinsame Projekte erfolgreich durchgeführt werden. Ein Projekt war unter anderem die Erstellung des gemeinsamen Orientierungsrahmens „Lernen im digitalen Wandel“. In der schulischen Digitalisierung ist der Landkreis bereits gut aufgestellt, darauf weist eine  jüngst veröffentliche WDR-Umfrage hin. Für den Kreis Coesfeld unter anderem ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit unter den Schulträgern.

Das Projektteam – bestehend aus Dr. Anja Zeising, Malte Asendorf, Mariele Müller und Moritz Kienzle – freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Coesfeld und das Herausarbeiten der Potentiale für die Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Kreises Coesfeld.

Medienbildung hinter 24 Türen

Die Initiative medienbildung-münchen des Referats für Bildung und Sport, des Sozialreferats, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München hat einen virtuellen Adventskalender gestaltet. Hinter 24 Türen sind Tipps und Tools zur Weiterentwicklung der eigenen medienpädagogischen Arbeit verborgen oder gewähren Interessierten Einblicke. So heißt es im Einführungstext:

„Sie lernen tolle Tools und hilfreiche Seiten kennen, die Sie in Ihrer pädagogischen Praxis unterstützen sollen. Egal ob Sie Lehr- oder Erziehungskraft oder in der Jugendarbeit tätig sind, hier ist für jeden etwas dabei. Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Glühwein auf dem Sofa und Türchen auf. Lassen Sie sich überraschen!“

Das erste Türchen habe ich heute geöffnet und freue mich auf die nächsten 23!

Hier gehts zum Adventskalender.

Digital Gipfel 2020 gestartet

Pünktlich ist heute um 10:00 Uhr der Digital Gipfel 2020 gestartet. Diesmal wird die zweitätige Veranstaltung erstmalig gänzlich in digitalem Format abgehalten und der Start weist vielversprechend auf anregende wie intenstive Diskussionen hin. Besonders begrüßungswert finde ich die damit verbundene Öffnung des Teilnehmer:innenkreises.

Das Thema der nachhaltigen Gestaltung der digitalen Transformation steht im Vordergrund. Dazu bieten drei parallele Foren Programm

Hier ein kleiner Einblick in die Prodiumsdiskussion in Forum C, in dem Bildung das Schwerpunktthema ist.  Gerade wird über Konzeptarbeit, wie die kommunale Medienentwicklungsplanung und natürlich die Umsetzung des DigitalPakt Schule gesprochen. Auch über das Schulfach Informatik wird diskutiert.

Der Diepholzer Standard…

wurde als bedarfsorientierte, einheitliche und zeitgemäße Ausstattungslinie im Rahmen der Medienentwicklungsplanung für die öffentlichen Schulen des Landkreises Diepholz entwickelt. Der Standard umfasst die Bereiche Basisinfrastruktur, zentrale Dienste, Präsentationsmedien, Endgeräte sowie ein Organisations- und Supportkonzept. Besonders ist hierbei, dass sich an zwei zentralen Bausteinen des Prozesses, Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung, auch die anderen Schulträger des Landkreises beteiligt haben. Auf diese Weise lässt sich der Standard auch durch diese adaptieren und bedarfsweise skalieren. Die ifib consult hat den Prozess der Medienentwicklungsplanung seit Januar 2020 begleitet. Aufgrund der Pandemiebestimmungen mussten kurzfristig Präsenzformate wie beispielsweise die schulformspezifischen Workshops zur Bedarfsermittlung an die zukünftige IT-Ausstattung in Schule in den virtuellen Raum verlagert werden. Dank des großartigen Engagements aller Beteiligten konnte der Prozess dennoch im Zeitplan abgeschlossen und eine Strategie Ende Oktober vorgelegt werden. Am 18.11.2020 wurde der Medienentwicklungsplan in einem Hybridformat dem Schulausschuss in der Oberschule Bassum von Vertreterinnen der ifib consult vorgestellt.

Der WESER KURIER hat auch dazu berichtet: Hier geht es zum Artikel.

Screenshot aus der Schulausschussitzung im Hybridformat zur Vorstellung des Medienentwicklungsplans des Landkreises Diepholz.

Unterstützung virtueller Workshops durch interaktive Tools

Im Blogbeitrag „Wie wird ein virtueller Workshop zu einem guten Erlebnis?“ Ende Juni ist nachzulesen, wie die vom ifib organisierten Workshops mit Lehrkräften im Rahmen der Medienentwicklungsplanung angesichts der Corona-Situation erfolgreich den Weg in ein virtuelles Format genommen haben. Entscheidend war dabei die komplexen Interaktionsmöglichkeiten eines solchen Workshops auf einfache und leicht verständliche Hilfsmittel herunterzubrechen.

Recht früh kristallisierte sich die Idee einer zweistufigen Umsetzung heraus. Diese sollte einerseits durch die Erhebung von Anforderungen der Lehrkräfte mithilfe einer webbasierten Plattform stattfinden. Um andererseits den wichtigen gemeinsamen Austausch mit und unter den Lehrkräften nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde die Erhebung von mehreren themenbezogenen Videokonferenzen begleitet. Sowohl die webbasierte Plattform als auch die virtuellen Gespräche wurden daher für den Diskurs der Themen ausgerichtet.

Für die Erhebung der Anforderungen rückte das im ifib programmierte „Stateboard“ in den Fokus, das sich bereits bei Projekten mit ähnlichen Beteiligungsverfahren bewähren konnte. Einige Anpassungen waren im Vorfeld jedoch notwendig. So wurden die Darstellung und die Benutzerführung durch klare Farben und übersichtliche Menüanordnungen für eine möglichst einfache Nutzung durch die Lehrkräfte optimiert. Neben dem Eintragen neuer Anforderungen bietet das Stateboard die Möglichkeit, Kommentare hinzuzufügen und Anforderungen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die eigene Schule bzw. die Tätigkeit als Lehrkraft mit „wichtig“, „unentschieden“ oder „unwichtig“ zu bewerten. Dies bot zum einen den Lehrkräften zusätzliche Möglichkeiten zum virtuellen Austausch und zum anderen dem ifib differenzierte Erkenntnisse über die Bedarfe der Schulen.

Screenshot des Stateboards zur Anforderungserhebung im Rahmen der Workshops zur Medienentwicklungsplanung

Dieses zweistufige Workshopkonzept konnte in zwei Projekten zur Medienentwicklungsplanung erfolgreich umgesetzt werden. Unterstützt wurde die Arbeit mit dem Stateboard durch eigens gedrehte Einführungs- bzw. Lernvideos und bebilderte Anleitungen, die eine rege Beteiligung der Lehrkräfte förderten, was sich durch jeweils über 100 Anforderungen sowie über 1.000 Kommentare bzw. Bewertungen zeigt. Die zwischenzeitlich beigetragenen Anforderungen zu den Themenbereichen dienten als wichtiger Input für den Diskurs mit den Lehrkräften in den Videokonferenzen. Die aus den Gesprächen gewonnenen Erkenntnisse wurden im Anschluss wiederum im Stateboard ergänzt. Somit ergab sich aus der Nutzung einer interaktiven Beteiligung der Lehrkräfte auch ein für das Projekt wichtiger dokumentarischer Aspekt.

Wir freuen uns vor allem über die rege Beteiligung und die positive Rückmeldung der Lehrkräfte im Stateboard und in den Workshops.

Bremer Senat beschließt weiteres Millionenpaket

Der Bremer Senat hat am 3. November 2020 ein weiteres Investitionsprogramm zur Stärkung der IT-Infrastrukturen in der schulischen Bildung in Höhe von 35 Mio. € beschlossen und reagiert so auf die anhaltenden Auswirkungen der Corona Krise.

Der Aufrechterhaltung des Unterrichts, insbesondere unter den gegebenen Beschränkungen, wird hierbei ein hoher Stellenwert eingeräumt. So sollen beispielsweise Kohorten, die in Quarantäne gehen müssen, durch eine Mischung von Präsenz- und Distanzunterricht weiterhin unterrichtet und Zugang zur schulischen Bildung erhalten. Ziel der beschlossenen Senatsvorlage ist es „dass digitale Lern- und Lehrmittel unter dem Primat der Pädagogik verstärkt in den Schulen genutzt werden können und die Möglichkeiten digitaler Unterrichtstechnologien aktiv gestaltet und gewinnbringend in den Schulalltag integriert werden“ (vgl. Senatsvorlage Seite 1 und 2).

Bereits am 7. Juli 2020 beschloss der Senat, alle 7.680 Lehrer*innen und Referendar*innen mit Dienstgeräten auszustatten und forcierte zeitgleich die Ausstattung aller 90.000 Schüler*innen mit Leihgeräten (vgl. Pressemeldung des Senats und „Bremen investiert in die Digitalisierung der Bildung„). Hierfür wurden Investitionen in Höhe von 52 Mio. € vorgesehen. Der Rollout der Dienstgeräte wurde bereits Ende August abgeschlossen und auch die ersten Leihgeräte für Schüler*innen wurden bereits bereitgestellt (vgl. Pressemeldung des Senats). Zusätzlich wurde die Schaffung von Stellen im Bereich Fortbildungen und Support forciert, um den Betrieb und Einsatz der iPads im Unterricht zu ermöglichen und nachhaltig zu sichern.

Das nun beschlossen Investitionsprogramm sieht und präzisiert die Fach-, Qualifizierungs- und Supportkonzepte und adressiert damit die Nutzung der Endgeräte bzw. iPads, dessen Rollout dem Beschluss nach bis Ende des Jahres geplant ist (vgl. Senatsvorlage Seite 8). Zudem sollen auf verschiedenen Ebene des Landes Bremen, der Stadtgemeinde Bremen sowie der Stadtgemeinde Bremerhaven 41,65 Stellen in verschiedenen Bereichen geschaffen werden. Die Senatsvorlage sieht hier beispielsweise vor, über 20 Stellen für den Bereich IT-Support und 9 Stellen für Qualifizierung und Fortbildung zu schaffen (vgl. Senatsvorlage Seite 16).

 

 

Landkreis Rotenburg: Vorstellung von Ergebnissen des Medienentwicklungsplans im Schulausschuss

Seit Mai 2020 begleiten wir den Landkreis Rotenburg (Wümme) sowie die 13 öffentlichen und einen privaten Schulträger im Landkreis im Rahmen der Medienentwicklungsplanung. Innerhalb dieses Verbundprojektes, wurden neben der Bestandsaufnahme, den schulformspezifischen Workshops und der Ausstattungsplanung der nächsten fünf Jahre, auch eine Schulträgerumfrage und eine Klausurtagung mit allen Schulträgern, den Medienzentren sowie dem IT-Support durchgeführt. Ziel der ganztägigen Klausurtagung ist es gewesen, die Bedarfe, insbesondere in Bezug auf technische Unterstützungsangebote (IT-Support), vielfältig zu betrachten (z. B. Kommunikation, Tools und Kompetenzen) und zudem Potenziale der interkommunalen Zusammenarbeit zu identifizieren und analysieren. Die Umsetzung erfolgte aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen vollständig digital und dank der konstruktiven Mitwirkung und hoher Beteiligung aller Vertreter*innen auch erfolgreich.

Am 05.11 fand im Landkreis Rotenburg (Wümme) der Schulaussschuss statt, in dem Vertreter*innen der ifib consult GmbH Ergebnisse des Medienentwicklungsplans vorstellen durften. Hierbei wurden unter anderem die bildungspolitischen Vorgaben des Landes, das Projektvorgehen und insbesondere die Ausstattungsplanung und für den nachhaltigen Betrieb benötigte personelle Ressourcen präsentiert und diskutiert. Anhand dieser kann nun in Abhängigkeit der verfügbaren und ggf. zu akquirierenden Mittel die Umsetzung angegangen werden, für die die Planungen im Landkreis Rotenburg (Wümme) bereits laufen.

Wir freuen uns, dass mit dem Medienentwicklungsplan ein wichtiger Schritt zur digitalen Transformation von Schulen im Landkreis getätigt wurde. Zudem wurden durch die Betrachtungen von interkommunalen und organisatorischen Aspekten richtungsweisende Erkenntnisse gewonnen, die das ambitionierte Vorhaben nachhaltig stützen und die Umsetzung fördern werden, gewonnen.

Landkreis Rotenburg: Kreis-Schulausschuss tagt und sieht sich auf einem guten Weg

Seit Mai 2020 begleiten wir den Landkreis Rotenburg und den insgesamt 15 Schulträgern im Rahmen der Medienentwicklungsplanung. Im Austausch mit den Schulträgern und deren Schulen haben wir eine umfangreiche Bestandsaufnahme durchgeführt und Bedarfe für die Zukunft erhoben. Nun geht es mit diesem Wissen in die konkrete Planung für die nächsten fünf Jahre und gemeinsam mit den Schulträgern, IT-Verantwortlichen und den Medienzentren im Landkreis wird darüber gesprochen, wie zukünftig eine stärkere Zusammenarbeit und Standardisierung die Umsetzung und Begleitung der IT-Infrastrukturen unterstützen können.

Ende September tagte nun der Kreis-Schulausschuss und hier wurde deutlich, dass der Landkreis trotz der Herausforderungen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene schon gut aufgestellt ist. Weitere Informationen zur inhaltlichen und strategischen Arbeit des Ausschusses werden im im Artikel der Bremervörder Zeitung vom 29.09.20 zusammengefasst.

Wir freuen uns, dass wir den Landkreis auf diesem Weg begleiten können und mit unserer Arbeit die verschiedenen Aspekte der Digitalisierung an den Schulen betrachten.

Bildungsportal „MUNDO“ ist online

Die 16 Länder stellen ab sofort mit dem gemeinsamen Medienportal MUNDO frei verfügbare digitale Bildungsmedien für den Schulunterricht bereit. Das Portal wurde vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) konzipiert und aus den Mitteln des DigitalPakts Schule finanziert. MUNDO stellt allen Lehrenden und Lernenden qualitativ und lizenzrechtlich geprüfte Unterrichtsmedien verschiedener Quellen frei zugänglich zur Verfügung. Das Angebot soll kontinuierlich ausgebaut und um neue Lerninhalte ergänzt werden. Künftig soll die noch zu entwickelnde Austauschplattform SODIX im Hintergrund dafür sorgen, dass verschiedene Inhalteanbieter diese Bildungsmedien zur Verfügung stellen können und die Länder diese Inhalte in eigene Portale übernehmen können.