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Tipps zum Schutz vor Datenspionage

mobileDer NDR und Mobilsicher.de recherchierten gemeinsam zum weltweiten Handel mit Nutzerdaten und kauften über eine Scheinfirma einen umfangreichen Datensatz. Es zeigte sich, dass die teilweise sehr sensiblen Daten konkreten Personen zugeordnet werden konnten, obwohl in Deutschland Daten nur anonymisiert erhoben werden dürfen. Da viele der datenabgreifenden Firmen ihren Sitz im Ausland haben, war es für die Recherchierenden jedoch erschreckend einfach, an das Material zu kommen und dieses personenbezogen auszuwerten.

„Wieviel APPhängigkeit verträgt unsere Privatsphäre?“ war auch die Frage, die Prof. Dr. Isabel Zorn vor kurzem in ihrem Vortrag in der Bremer Stadtbibliothek thematisierte und dabei betonte, dass auch die Bildungsinstitutionen in der Pflicht seien, Kinder und Jugendliche für diese Problematik zu sensibilisieren und auf die individuellen und gesellschaftlichen Folgen hinzuweisen.

Einzelheiten zur Recherche und hilfreiche Tipps, wie man sich bei der Nutzung von Mobilgeräten vor Datenspionage und Tracking schützen kann, sind auf Mobilsicher.de verfügbar.

„Wie viel Internet verträgt mein Leben?“

Laut der neuen Vermächtnisstudie ticken Jung und Alt nicht nur unterschiedlich, was die Digitalisierung im Hier und Jetzt betrifft, sondern auch, wenn es um die Entwicklung in der Zukunft geht. Interessant hierbei ist, dass die Entwicklung gegenläufig ist. Die älteren Generationen sind dafür, Kinder früh mit dem Internet vertraut zu machen. Die heutigen Jugendlichen hingegen sprechen sich eher dagegen aus. Zum Artikel.

Auszubildende sind zufrieden mit ihrem Betrieb, aber nicht mit ihrer Berufsschule!

Den Ergebnissen einer Befragung von rund 1.350 Auszubildenden zufolge, ist die große Mehrheit (76 Prozent) zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer betrieblichen Berufsausbildung. Weniger gut schneiden dagegen die Berufsschulen ab. Nicht einmal die Hälfte der Auszubildenden ist mit dem dortigen Unterricht zufrieden. Bemängelt wird vor allem die fehlende Abstimmung der Unterrichtsinhalte mit der Tätigkeit im Unternehmen und den Prüfungsanforderungen. Durchgeführt wurde die Untersuchung am Schmalenbach Institut der Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften der TH Köln. Befragt wurden bundesweit Auszubildende aus den Bereichen Handel, Industrie und der Dienstleistungsbranche. In wie weit (digitale) Medien im untersuchten Kontext zum Tragen kommen, war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Milliarden für die digitale Bildung vom Bund?

 

Mehrere Medien, wie z.B. die Tagesschau und heise online berichteten am Wochenende, dass die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka diese Woche ein Projekt für digitales Lernen und Arbeiten vorstellen wird, mit dem der Bund in den kommenden fünf Jahren fünf Milliarden Euro investieren will, um die Ausstattung der Schulen in Deutschland mit Computern und freiem Internet zu verbessern.

Dazu muss sie noch die Bundesländer mit ins Boot holen, denn Bildung ist in Deutschland Ländersache. Diese sollen sich im Gegenzug verpflichten, Konzepte für den Unterricht entwickeln, die Lehrer dafür auszubilden, sich auf gemeinsame technische Standards zu verständigen und sich um Wartung und Betrieb der digitalen Infrastruktur zu kümmern. Letzteres ist im von Konnexität geprägten deutschen Schulsystem eigentlich die Aufgabe der Kommunen. Inwieweit diese über ihre Spitzenverbände in die Überlegungen einbezogen sind bleibt unklar und damit auch, was dieses Förderprojekt letztendlich für die deutschen Schulträger als Sachaufwandsträger bedeuten wird.

Auf der einen Seite lassen sich mit den Fördermitteln sicher viele dringend notwendige Investitionen in moderne WLAN basierte Schulnetze und mobile Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler realisieren. Andererseits bleibt die Frage der Nachhaltigkeit. In unserem Gutachten zu lernförderlichen IT-Infrastrukturen für die Bertelsmann Stiftung haben wir prognostiziert, dass sich die Kosten, die dem deutschen Schulsystem für eine 1:1-Ausstattung allein der Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen entstehen, auf 2,62 Milliarden Euro belaufen – nicht einmalig, sondern pro Jahr!

Praxistipp: Mit Videos besser erklären…

Auf dem Medienkompetenzportal NRW können Lehrkräfte und andere Interessierte leicht verständliche und praxiserprobte Anleitungen zur Erstellung von Erklärvideos einsehen – natürlich auch per Erklärvideo… Es wird gezeigt, wie Erklärvideos aufgebaut werden können und welche Genre zur Auswahl stehen. Die Beispiele regen die eigene Erklärvideoproduktion an und zeigen, wie man mit überschaubarem Aufwand zu guten Erklärvideos kommt. Zum Dossier „Erklärvideos im schulischen Kontext“. Kamera läuft …..

 

Pokémon GO – Worum geht es?

Totgesagte leben länger, das gilt auch für das japanische Unternehmen Nintendo, die unlängst mit dem Spiel Pokémon GO einen der größten Erfolge im Bereich mobiler Spiele gelandet haben. handysektor.de – ein Informationsangebot, das Jugendliche beim kompetenten Umgang mit mobilen Medien unterstützen will, hat zu dem Spiel ein umfangreiches Themenspecial zusammengestellt, das auch für Erwachsene und insbesondere für Pädagoginnen und Pädagogen interessant ist.

Ausschreibung 2016: Dieter Baacke Preis in fünf Kategorien

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern.
Der Dieter Baacke Preis 2016 wird in fünf Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind:

  1. Projekte von und mit Kindern
  2. Projekte von und mit Jugendlichen
  3. Interkulturelle und internationale Projekte (z.B. grenzüberschreitende medienpädagogische Projekte und Projekte, welche den interkulturellen Austausch fördern oder die Situation von Kindern, Jugendlichen, Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen, deren Teilhabe fördern, besonders auch in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten/Refugees), Medienarbeit als Schlüssel zur Integration
  4. Intergenerative und integrative Medienprojekte (medienpädagogische Zusammenarbeit, Austausch zwischen den Generationen, familienorientierte Medienarbeit , medienpädagogische Projekte mit inklusivem und integrativem Ansatz, welche z.B. die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien in einer inklusiven Gesellschaft fördern)
  5. Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter (modellhafte, innovative medienpädagogische Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen, Trägern oder medienpädagogisch engagierten Einzelpersonen)

Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern.
Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2016 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung) / Anmeldung: www.dieterbaackepreis.de

Weitere Informationen: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) Tel.: 0521/67788, E-Mail: gmk@medienpaed.de, Web: www.gmk-net.de Der Dieter Baacke Preis wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de)

Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe

In der gerade vorgelegten Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums geht es um den Bedeutungszuwachs digitaler Medien in der Kinder- Jugendhilfe. Dabei nimmt das Gremium, welches sich aus Fachleuten aus Forschung, Praxis und Politik zusammensetzt, aktuelle Entwicklungslinien kritisch in den Blick und diskutiert offen und fundiert  über die Ambivalenzen der zunehmenden Digitalisierung. Einem Zuwachs an Möglichkeiten im Bereich der Beteiligungsformen und Kommunikationsräume stehen grundlegende Herausforderungen gegenüber, die sowohl das Verhältnis zwischen den Professionellen und ihrer Klientel nachhaltig verändern als auch das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe an sich stark beeinflussen! Die intensive Auseinandersetzung mit Potentialen und Risiken der Digitalisierung ist deshalb als Voraussetzung für eine zeitgemäße und professionelle Kinder- und Jugendhilfe insgesamt anzusehen. Weitere Informationen hier: BJK_Stellungnahme_Digitale-Medien