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Regionaler Medienentwicklungsplan für die Schulträger im Landkreis Rotenburg

Im Zeitraum von April 2020 bis März 2021 wurde im Auftrag der 14 öffentlichen sowie einem privaten Schulträger im Landkreis Rotenburg ein regionaler Medienentwicklungsplan entwickelt. Das Projekt war von Beginn von der kooperativen Einstellung und der gemeinsamen Beauftragung der ifib consult GmbH geprägt, sodass neben Ausstattungsszenarien für Schulen insbesondere auch Potenziale im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit herausgearbeitet wurden.

Für die Erstellung des Medienentwicklungsplans wurde die existierende Ausstattung mittels einer Schul- und einer Schulträgerumfrage erhoben und schulformspezifische Workshops zur Bedarfsermittlung sowie eine Klausurtagung zur interkommunalen Zusammenarbeit durchgeführt. Die schulformspezifischen Workshops fanden in Rotenburg, Zeven und Bremervörde statt und ermöglichten eine hohe Beteiligung der Schulen, um zukünftige pädagogische Szenarien, benötigte und gewünschte Ausstattung sowie Fortbildungs- und Supportbedarfe zu diskutieren.
Die Ergebnisse der Umfragen und Workshops wurden im Rahmen der digitalen Klausurtagung mit den Schulträgern, dem IT-Support sowie dem Medienzentrum diskutiert und in einer zeitgemäßen Ausstattungslinie dem Rotenburger Standard verdichtet. Daneben wurden Austauschformate und Gestaltungsmöglichkeiten des interkommunalen Supports vorgestellt, diskutiert und erste Initiativen beschlossen.

Der regionale Medienentwicklungsplan bündelt die Ergebnisse und dokumentiert die strategische Ausrichtung der nächsten fünf Jahre. Sowohl individuelle Anforderungen als auch Unterschiede z. B. im Bereich der Netzwerkinfrastruktur werden hierbei berücksichtigt, sodass eine Diversifizierung von pädagogischen Angeboten weiterhin möglich und explizit gewünscht ist.

 

Gutachten zur interkommunalen Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support im Kreis Coesfeld

Im Zeitraum von Oktober 2020 bis Januar 2021 haben wir uns für die zwölf Schulträger im Kreis Coesfeld mit der Frage „Wie kann eine interkommunale Zusammenarbeit die Digitalisierung der Schulen und die Sicherstellung des laufenden Betriebs und Supports ermöglichen?“ auseinandergesetzt. Herausgekommen ist ein Gutachten zu den Potentialen der Zusammenarbeit und Handlungsempfehlung zur Nutzung dieser. Die interkommunale Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support im Kreis Coesfeld bietet die Potentiale, sich entlang eines strukturierten Umsetzungsprozesses gemeinsam in der Durchführung des Supports zu stärken, vorhandene Kompetenzen nutzbarzumachen und zielgerichtet aufzubauen, Skaleneffekte im Bereich des Personals, der Beschaffung und Qualitätssicherung zu nutzen und zukunftsorientiert die Gestaltung der Digitalisierung voranzubringen. Richtig umgesetzt, kann die Zusammenarbeit im Kreis als unterstützendes Instrument zur Optimierung des Schul-IT-Supports fungieren. Der Kreis kann hier bereits auf etablierten Strukturen aufbauen und kann den Fokus auf die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen zum Ausbau des Austausches und der gemeinsamen Entwicklung von Standards legen.

Das Projekt schloss in dieser Woche mit der Vorstellung des Gutachtens vor dem Ausschuss für Bildung, Schule und Integration und dem Ausschuss für Finanzen, Wirtschaftsförderung und Digitalisierung, dem Landrat sowie Kreisdirektor ab. Erste Schritte zur Erweiterung der Arbeitsstrukturen wurden durch die beteiligten Kommunen bereits auf Basis der Empfehlung vorgenommen. Nun geht es mit der Feinplanung und Umsetzung weiter, um die aufgedeckten Potentiale auf dem weiteren Weg zur Digitalisierung der Schulen zu nutzen.

Die Zusammenarbeit mit dem Kreis Coesfeld und den zwölf Schulträgern war geprägt von Engagement und Offenheit gegenüber unserem Vorgehen. So konnte in der Kürze der Zeit ein umfassendes Gutachten erstellt werden. Wir freuen uns, zukünftig noch mehr von der erfolgreichen Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen zu lesen. Die Reaktionen des Kreises und der lokalen Politik auf das Gutachten lassen sich in der Pressemitteilung vom 01.04.2021 nachlesen.

Supportgutachten für die Schul-IT der Stadt Rheine

Zwischen September und Jahresende 2020 unterstützte die ifib consult die Stadt Rheine bei der Erweiterung des Supports für die IT-Landschaft der öffentlichen Schulen durch das Verfassen eines Gutachtens. Dabei beauftragte die Stadt Rheine die Bemessung zukünftiger Personalbedarfe und die Formulierung konkreter Handlungsfelder. Im Fokus der Stadt stand dabei, die Planungen zum Ausbau des innerhalb der Stadtverwaltung angesiedelten Schul-IT-Supports durch eine fachliche Expertise zu konkretisieren und zu untermauern.

Im Rahmen einer ausgiebigen Datensichtung und der Durchführung mehrerer Expert*inneninterviews mit dem Produktverantwortlichen aufseiten der Stadt, Mitarbeitern des Supports sowie Vertreter*innen aller Schulformen konnte die derzeitige Situation des IT-Supports genau analysiert werden. Dabei standen vor allem die Kooperation zwischen Schulen und Stadt als Schulträger als zentraler Bestandteil eines Supports ganz im Dienste einer unterrichtsnahen und einsatzbereiten IT-Ausstattung im Vordergrund.

Der abschließende Bericht des Gutachtens umfasst mehrere auf die Analyse aufbauende Handlungsempfehlungen und eine Berechnung des zukünftigen Supportvolumens. In einer Sitzung des Schulausschusses werden die Ergebnisse zudem noch einem weiteren Interessentenkreis vorgestellt.

Als besonders positiv bleibt vor allem die rege Teilnahme der Schulen an den Expert*inneninterviews sowie das große Interesse, die schulische IT-Landschaft aktiv mitgestalten zu wollen, in Erinnerung. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, die Stadt Rheine bei Ihrem Vorhaben im Rahmen eines auch für uns erkenntnisreichen und interessanten Projekts unterstützt zu haben.

Kinder von 0 bis 10 digital belgeiten

Wie das gelingen kann, beschreibt die Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in Mecklenburg-Vorpommern im Kapitel Medien und Bildung, die in der vergangenen Woche vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung veröffentlicht wurde. Anhand exemplarischer Inhalte und Gestaltungsvorschläge sowie Anregungen für Projekte veranschaulicht die verbindliche Konzeption, wie digitale Medien in Kindertageseinrichtungen, Kinderpflegeeinrichtungen und Horten für vielfältige Zwecke eingesetzt und in Ergänzung zu einer häufig konsumorientierten Nutzung zu Hause, neue Erfahrungen ermöglicht werden können. Dabei betont die Konzeption die Bedeutung, die gleichzeitig auch eine Herausforderung darstelle, mit praktischen Medienarbeit unmittelbar an der Mediensozialisation der Heranwachsenden und dem familiären Medienensemble anzuknüpfen und geht auch auf Aspekte der Elternarbeit ein.

In einer von digitalen Medien durchdrungenen Lebensrealität von Kindern ist es elementar, einen adäquaten Umgang mit digitalen Medien schon vor der Grundschule mitzudenken und zu fördern. Ab der Primarstufe formuliert die KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt sechs bindend zu vermittelnde Kompetenzbereiche.

Digitales im Digitalen

Die Veranstaltungsreihe Univention Summit ist für viele Mitwirkende in der Open Source Community ein Highlight im Januar und zieht hunderte Besucher:innen in die Hansestadt Bremen. Dieses Jahr findet der Summit vollständig im digitalen Raum statt und wurde heute morgen eröffnet. Das Motto: „Digital Sovereignity. Spread possibilities, not dependencies.“

Wir freuen uns auf diesem Wege wieder aktuelle Fragestellungen und Lösungsansätze von und mit Schulträgern, Landesinstituten, Dienstleistern und Herstellern zu hören und aktiv zu diskutieren. Insbesondere das Jahr 2020 hat abrupt zu einer starken Beschleunigung der Digitalisierung im Bildungsbereich geführt und viele Beteiligte vor große Herausforderungen gestellt. Gleiches gilt für viele weitere Bereiche. Der offene und wertschätzende Austausch auf dem Summit ist hier ein wunderbares Format voneinander zu lernen.

Es ist schön, auch wieder viele bekannte Gesichter zu sehen, auch einige, die wir in den vergangenen Jahren im Rahmen der Medienentwicklungsplanung, der Prozessbegleitung in der Umsetzung des DigitalPakt Schule, der IT-Support-Konzeption o.ä. unterstützen konnten.

Förderprogramm für die Ausstattung von Lehrer*innen mit Endgeräten unterschrieben

Am Mittwoch den 27.01.2021 wurde die Bund-Länder-Vereinbarung „Leihgeräte für Lehrkräfte“ unterschrieben, womit der Bund weitere 500 Millionen Euro zur Förderung der Digitalisierung der Schulen und es digitalen Unterrichts bereitstellt.

Die Förderung wurde bereits letztes Jahr im September auf dem Schulgipfel im Kanzleramt (siehe Pressemitteilung des BMBF) diskutiert und die Vereinbarung bis Mitte November finalisiert. Anschließend mussten alle Länder und der Bund dieser zustimmen und die Vereinbarung unterzeichnen. Das Fördervolumen des Bundes beträgt nun im Rahmen des DigitalPakt Schule und der bereits beschlossenen Zusatzvereinbarungen insgesamt 6,5 Milliarden Euro.

Das nun unterschriebene Förderprogramm adressiert gezielt die Ausstattung von Lehrer*innen und wurde im Zuge der Unterstützung des Unterrichts während der Corona-Pandemie angekündigt. Die Vereinbarung sieht zudem einen frühzeitigen Maßnahmebeginn vor, sodass  Mittel auch rückwirkend bis zum 3. Juni abgerufen werden können und bereits getätigte Investitionen davon profitieren. Die Bekanntmachungen der Länder für die Umsetzung auf Landesebene stehen zum Teil noch aus. Einzelne Länder, wie z. B. Bremen (siehe Pressemitteilung der Senatorin für Kinder und Bildung) und Nordrhein-Westfahlen (siehe Förderrichtlinie NRW) habe die Ausstattung von Lehrer*innen bereits 2020 beschlossen und umgesetzt.

 

Interkommunale Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support im Kreis Coesfeld

Wie kann interkommunale Zusammenarbeit die Digitalisierung der Schulen und die Sicherstellung des laufenden Betriebs und Supports ermöglichen? Zur Beantwortung dieser Frage lassen zwölf kommunale Schulträger im Landkreis Coesfeld ein Gutachten zu den Potentialen einer interkommunalen Zusammenarbeit beim Schul-IT-Support erstellen. In einem Zeitraum von drei Monaten erstellt die ifib consult in einem partizipativen Ansatz eine Potentialanalyse. Mit dieser Analyse erhalten die zwölf Schulträger eine Entscheidungsgrundlage, die aufzeigt, wie der bestehende Austausch weiterentwickelt werden kann und welche Handlungsfelder, Synergien und Einsparpotentiale im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit ausgeschöpft werden können.

Die Städte und Gemeinden und der Kreis als Schulträger tauschen sich im Regionalen Bildungsnetzwerk bereits seit 2017 zur digitalen Ausstattung an Schulen aus. Auch die Wirtschaftsförderung und das Medienzentrum im Kreis Coesfeld sind aktiv eingebunden. So konnten in den letzten Jahren bereits gemeinsame Projekte erfolgreich durchgeführt werden. Ein Projekt war unter anderem die Erstellung des gemeinsamen Orientierungsrahmens „Lernen im digitalen Wandel“. In der schulischen Digitalisierung ist der Landkreis bereits gut aufgestellt, darauf weist eine  jüngst veröffentliche WDR-Umfrage hin. Für den Kreis Coesfeld unter anderem ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit unter den Schulträgern.

Das Projektteam – bestehend aus Dr. Anja Zeising, Malte Asendorf, Mariele Müller und Moritz Kienzle – freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Coesfeld und das Herausarbeiten der Potentiale für die Zukunft.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Kreises Coesfeld.

Medienbildung hinter 24 Türen

Die Initiative medienbildung-münchen des Referats für Bildung und Sport, des Sozialreferats, des Kulturreferats der Landeshauptstadt München hat einen virtuellen Adventskalender gestaltet. Hinter 24 Türen sind Tipps und Tools zur Weiterentwicklung der eigenen medienpädagogischen Arbeit verborgen oder gewähren Interessierten Einblicke. So heißt es im Einführungstext:

„Sie lernen tolle Tools und hilfreiche Seiten kennen, die Sie in Ihrer pädagogischen Praxis unterstützen sollen. Egal ob Sie Lehr- oder Erziehungskraft oder in der Jugendarbeit tätig sind, hier ist für jeden etwas dabei. Zeit für eine gemütliche Tasse Kaffee oder Glühwein auf dem Sofa und Türchen auf. Lassen Sie sich überraschen!“

Das erste Türchen habe ich heute geöffnet und freue mich auf die nächsten 23!

Hier gehts zum Adventskalender.

Digital Gipfel 2020 gestartet

Pünktlich ist heute um 10:00 Uhr der Digital Gipfel 2020 gestartet. Diesmal wird die zweitätige Veranstaltung erstmalig gänzlich in digitalem Format abgehalten und der Start weist vielversprechend auf anregende wie intenstive Diskussionen hin. Besonders begrüßungswert finde ich die damit verbundene Öffnung des Teilnehmer:innenkreises.

Das Thema der nachhaltigen Gestaltung der digitalen Transformation steht im Vordergrund. Dazu bieten drei parallele Foren Programm

Hier ein kleiner Einblick in die Prodiumsdiskussion in Forum C, in dem Bildung das Schwerpunktthema ist.  Gerade wird über Konzeptarbeit, wie die kommunale Medienentwicklungsplanung und natürlich die Umsetzung des DigitalPakt Schule gesprochen. Auch über das Schulfach Informatik wird diskutiert.

Der Diepholzer Standard…

wurde als bedarfsorientierte, einheitliche und zeitgemäße Ausstattungslinie im Rahmen der Medienentwicklungsplanung für die öffentlichen Schulen des Landkreises Diepholz entwickelt. Der Standard umfasst die Bereiche Basisinfrastruktur, zentrale Dienste, Präsentationsmedien, Endgeräte sowie ein Organisations- und Supportkonzept. Besonders ist hierbei, dass sich an zwei zentralen Bausteinen des Prozesses, Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung, auch die anderen Schulträger des Landkreises beteiligt haben. Auf diese Weise lässt sich der Standard auch durch diese adaptieren und bedarfsweise skalieren. Die ifib consult hat den Prozess der Medienentwicklungsplanung seit Januar 2020 begleitet. Aufgrund der Pandemiebestimmungen mussten kurzfristig Präsenzformate wie beispielsweise die schulformspezifischen Workshops zur Bedarfsermittlung an die zukünftige IT-Ausstattung in Schule in den virtuellen Raum verlagert werden. Dank des großartigen Engagements aller Beteiligten konnte der Prozess dennoch im Zeitplan abgeschlossen und eine Strategie Ende Oktober vorgelegt werden. Am 18.11.2020 wurde der Medienentwicklungsplan in einem Hybridformat dem Schulausschuss in der Oberschule Bassum von Vertreterinnen der ifib consult vorgestellt.

Der WESER KURIER hat auch dazu berichtet: Hier geht es zum Artikel.

Screenshot aus der Schulausschussitzung im Hybridformat zur Vorstellung des Medienentwicklungsplans des Landkreises Diepholz.