Jetzt bewerben: Dieter Baacke Preis 2018

Dieter Baacke Preis – Die bundesweite Auszeichnung für
medienpädagogische Projekte

Mit Sonderpreis: Kinderrechte in der digitalen Welt

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern. Der Dieter Baacke Preis 2018 wird in sechs Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind:

  1. Projekte von und mit Kindern
  2. Projekte von und mit Jugendlichen
  3. Interkulturelle und internationale Projekte (z.B. grenzüberschreitende medienpädagogische Projekte und Projekte, welche den interkulturellen Austausch fördern oder die Situation von Kindern, Jugendlichen, Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen, deren Teilhabe fördern, auch in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten/Refugees), Medienarbeit als Schlüssel zur Integration
  4. Intergenerative und integrative Medienprojekte (medienpädagogische Zusammenarbeit, Austausch zwischen den Generationen, familienorientierte Medienarbeit , medienpädagogische Projekte mit inklusivem und integrativem Ansatz, welche z.B. die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien in einer inklusiven Gesellschaft fördern)
  5. Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter (modellhafte, innovative medienpädagogische Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen, Trägern oder medienpädagogisch engagierten Einzelpersonen)
  6. Sonderpreis 2018 (jährlich wechselndes Thema): Kinderrechte in der digitalen Welt

Für den Sonderpreis „Kinderrechte in der digitalen Welt“ können vielfältige Projekte der kreativen, kritikfördernden Medienpädagogik eingereicht werden: z.B. dazu, Kindern einen Zugang sowie einen risikoarmen Umgang mit altersgerechten sozialen Netzwerken zu ermöglichen, ihnen einen spielerischen Einstieg in die Aspekte wie Datenschutz und Privatsphäre zu bieten oder Kindern Teilhabe durch Meinungsäußerung und kreativ-künstlerische Umsetzung ihrer Themen in der digitalen Welt zu vermitteln. Einen Hintergrund zu vielen Aspekten finden Sie unter kinderrechte.digital/einstieg/index.cfm, zu Kinderrechten generell unter dkhw.de/unsere-arbeit/schwerpunkte/kinderrechte. Das von BMFSFJ und GMK jährlich festgelegte Thema des Sonderpreises wird jeweils im Frühjahr zur Ausschreibung bekanntgegeben.

Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern. Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein.

Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2018 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung).

Anmeldung: www.dieter-baacke-preis.de

didacta 2018

Vom 20 bis 24 Februar findet in Hannover die didacta 2018 statt und auch wir werden am Mittwoch und Donnerstag über das Messegelände laufen und uns die neusten Entwicklungen und aktuellen Trends angucken.

Dabei stehen für mich insbesondere Produkte für Schulen im Fokus die

  • flexibel einsetzbar,
  • leicht zu bedienen,
  • robust gebaut,
  • preislich erschwinglich
  • und einen päd. Mehrwert bieten.

Ein Blick in die Ausstellerliste lässt auf interessante Gespräche hoffen und ich bin gespannt, mit welchen neuen Ideen, Produkten, Inhalten und Konzepten diese aufwarten.

 

Koalitionsvertrag: Die Milliarden kommen … vielleicht!

Bereits letzte Woche wurden die ersten Informationen zu den Bildungsplänen der nun womöglich kommenden Großen Koalition bekannt gegeben. Dabei standen mehrere Milliarden Euro im Raum. Am Mittwoch einigten sich die Unterhändler aller Parteien, sodass der Koalitionsvertrag nun steht und veröffentlicht wurde.

Die Kernaussagen zu Bildung, Forschung und Digitalisierung:

  1. Die GroKo will nach dem Vorbild des „Wissenschaftsrats“ einen „nationalen Bildungsrat“ einrichten, um auf Basis empirischer Forschung mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen und die Kooperation auf allen politischen Ebenen zu fördern.
  2. Es soll ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter bis 2025 geschaffen werden. Diesen unterstützt der Bund mit 2 Milliarden Euro.
  3. Schülerinnen und Schüler sollen besser auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet werden und der Bund stellt für die nächsten 5 Jahre dafür zusätzlich 5 Milliarden Euro (3,5 für die aktuelle Legislaturperiode), gemäß dem „Digitalpakt#“ zur Verfügung, um die Kommunalinvestitionen zu ergänzen.
  4. Die Länder sollen sicherstellen, dass die Lehrkräfte die erforderlichen Qualifikationen erwerben und die Bildungs- und Lehrpläne entsprechend weiter entwickelt werden.
  5. Die berufliche Bildung soll in Form eines Berufsbildungspakts und der „Initiative Berufsbildung 4.0“ modernisiert und gestärkt werden. Dazu sollen unter anderem die Ausbildungs- und Aufstiegsordnungen in Hinblick auf die Digitalisierung geändert und das Sonderprogramm zur Digitalisierung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten ausgeweitet werden.
  6. Die Investitionen für Forschung und Entwicklung sollen gemeinsam mit den Ländern und der Wirtschaft bis 2025 bei mindestens 3,5 Prozent des BIPs bleiben.
  7. Die digitale Infrastruktur soll flächedeckend bis 2025 mit Gigabit-Netzen ausgebaut werden, dafür wird der Investitionsbedarf mit 12 Milliarden Euro betitelt. Die Gelder sollen über einen Gigabitinvestitionsfond bereitgestellt werden. Bis 2021 soll sichergestellt werden, dass dieses Volumen auch über Abgaben, unter anderem aus UMTS- und G5-Lizenzen, erreicht wird.
  8. Es soll eine „nationale Bildungsplattform“ geschaffen werden, die auch Schnittstellen zu bereits existierenden Lernplattformen und Cloudlösungen besitzt. Damit soll im Rahmen der Open Educational Resources-Strategie der Einsatz didaktisch fundierter und frei verfügbarer Lehr- und Lernmaterialien ausgebaut und gestärkt werden.

Während der Koalitionsvertrag zwar beschreibt, was der in Punkt eins genannte „nationale Bildungsrat“ tun soll, überschneiden sich die Aufgaben dennoch stark mit der KMK, sodass abzuwarten bleibt welche Aufgaben dieser später wirklich wahrnehmen wird. Die angestrebte Stärkung von Kooperationen aller Beteiligten auf allen politischen Ebenen ist zu begrüßen und ist für den Kraftakt der Digitalisierung unabdingbar. Punkt drei begrüßen wir, die versprochenden 5 Milliarden Euro setzen ein deutliches Zeichen in Richtung Digitalisierung und Unterstützung der Kommunen und weisen in die richtige Richtung, auch wenn die Summe der Studie „IT-Ausstattung an Schulen: Kommunen brauchen Unterstützung für milliardenschwere Daueraufgabe„, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde und das jährlich benötigte Investitionsvolumen mit 2,8 Mrd Euro beziffert, nicht ausreicht. Dass Lehrkäfte für den Einsatz digitaler Geräte entsprechend aus- und fortgebildet werden sollen, wurde bereit mit der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ verdeutlicht. Hier hätten wäre es gut gewesen, wenn der Bund auch dieses Vorhaben unterstützt, da die Schaffung und vor allem Ausweitung von qualifizierenden Angeboten für gut 750.000 Lehrkräfte, in der Fläche mit erheblichen Ressourcen verbunden ist. Der flächendeckende Ausbau von Gigabit-Leitungen bis 2025 stellt eine weitere begrüßende Entscheidung dar und wird hoffentlich schnell voran schreiten. Neben Unternehmen setzen wir darauf, das Kommunen, insbesondere auf dem Land von höheren Bandbreiten profitieren und Schulen damit bessere Internetzugänge erhalten.

Die teils heiß diskutiere nationale Bildungsplattform, verdeutlich die Notwendigkeit des flächedeckenden Austausches von Daten für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Bezug auf Lern- und Lehrunterlagen, sowie schulübergreifende Kooperationen. In den letzten Jahren haben sich dazu aber bereits einige Bundesländer (z.B. Hamburg und Bremen) auf den Weg gemacht, solche Plattformen flächendeckend einzuführen oder zu entwickeln und auch viele Unternehmen bieten bereits Cloud- und Systemlösungen an, was Fragen zum Funktionsumfang aufwirft, da die Anstrengungen der Länder hier nicht zunichte gemacht werden sollen (für mehr siehe hier).

Insgesamt verwirklicht die GroKo mit dem Koalitionsvertrag und insbesondere mit dem DigitalPakt# gute Ansätze zur Digitalisierung des deutschen Bildungswesens, bei denen die Umsetzung im Detail abzuwarten ist. Somit bleibt nur noch zu hoffen, dass die neue alte Große Koalition nun wirklich kommt und die Milliarden fließen, da nun noch verschiedenen Gremien und Mitgliederversammlungen über diesen Vertrag abstimmen müssen!

Berufliche Bildung 4.0

Die KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ ist jetzt ein gutes ein Jahr alt. Die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern ist inzwischen unterschiedlich weit gediehen. Zur Erinnerung: Die dort formulierten Kompetenzen sollen ab dem Schuljahr 2018/19 verbindlich in allen weiterführenden Schulen vermittelt werden.

Jetzt hat die KMK fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Veröffentlichung der Strategie für die allgemeinbildenden Schulen am 7. Dezember eine Erklärung „Berufliche Bildung 4.0“ abgegeben, die auch die beruflichen Schulen auf den Weg der Digitalisierung bringen soll und auf den drei Säulen Innovation, Integration und Qualität aufbaut. Viel Konkretes bietet das Papier (noch) nicht und lässt damit einen relativ großen Spielraum für die konkrete Ausgestaltung.

Lernförderliche IT-Ausstattung an Schulen als milliardenschwere Daueraufgabe

Wenn Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrkräfte die in der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ formulierten Bildungsziele erreichen sollen, sind lernförderliche IT-Infrastrukturen in allen Schulen notwendig. Dazu gehören aus unserer Sicht

  • für eine durchschnittliche weiterführende Schule: individuelle mobile Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler sowie mindestens zwei in Klassenstärke ausgestattete Computerräume,
  • für eine durchschnittliche Grundschule: mindestens 5 (mobile) Endgeräte je Unterrichtsraum sowie ein Computerraum in Klassenstärke,
  • moderne Präsentationstechnik in allen Unterrichtsräumen,
  • breitbandige Internetzugänge,
  • lokale und drahtlose Schulnetzwerke,
  • geignete Inhalte (Lernplattformen und -portale, Lern- und Standard-Software, Medienlizenzen, digitale Schulbücher und Programmierbaukästen),
  • ein ausreichender technischer Support (min. 1 Techniker für 400 Endgeräte),
  • sowie eine umfassende pädagogische Unterstützung.

Andreas Breiter, Anja Zeising und ich haben in einer Kurzstudie für die Bertelsmann-Stiftung ausgerechnet, welche Kosten dafür für eine durchschnittliche weiterführende bzw. Grundschule jährlich anfallen und haben Überlegungen dazu angestellt, wer für die Kosten aufkommen müsste und was das dann hochgerechnet auf alle Schulen dieser beiden Schularten in Deutschland bedeuten würde.

In unserer Kalkulation, die auf unseren langjährigen Erfahrungen basiert, kommen wir auf rund 260 Euro pro Schüler/in, die jährlich für die IT-Ausstattung und den Support in einer Grundschule aufgewendet werden müssten bzw. 400 Euro pro Schüler/in einer weiterführenden Schule. Auf alle rund 8 Mio. Schülerinnen und Schüler dieser Schularten hochgerechnet werden künftig also 2,8 Mrd. Euro benötigt – und zwar jährlich!

Wir gehen davon aus, dass diese Summe zu 80 Prozent von den Kommunen und 20 Prozent von den Bundesländern getragen werden müsste. Inwieweit sich der Bund (z.B. über den angekündigten und dann verschobenen Digitalpakt) beteiligen wird, um die Kommunen zu entlasten ist noch völlig offen – hierzu bisher noch keine News aus Jamaika.

Natürlich investieren die Kommunen auch jetzt schon in IT, aber wieviel das deutschlandweit ist, kann niemand so genau sagen. Wir wissen von vielen Schulträgern, die jährlich um die 20 Euro pro Schüler/in und Jahr für Schul-IT zur Verfügung haben, kennen einige Schulträger mit Medienentwicklungsplan und langjähriger Erfahrung in der Umsetzung, die inzwischen rund 100 Euro pro Schüler/in aufwenden können und wenige Leuchttürme, die etwa die Hälfte der rund 350 Euro pro Schüler/in aufbringen, die nach unserem Modell erforderlich wären. Selbst wenn der Bund sich für einige Zeit über einen Digitalpakt beteiligt (zur Erinnerung: im Gespräch waren einmal 5 Mrd. Euro für 5 Jahre, also 1 Mrd. pro Jahr für einen begrenzten Zeitraum) bleibt noch ein erhebliches Finanzierungsdelta für die Kommunen.

Eine Möglichkeit dieses zu schließen läge darin, die Eltern über die Finanzierung der Endgeräte zu beteiligen. Ein schwieriges Unterfangen bei Lernmittelfreiheit in einigen Bundesländern und sehr unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Elternhäuser. Inwieweit Eltern in der Breite überhaupt dazu bereit wären, sich zu beteiligen und unter welchen Bedingungen, hat bisher noch niemand untersucht.

Im Ergebnis wird ein gemeinsamer Kraftakt von Bund, Ländern und Kommunen sowie perspektivisch auch den Eltern nötig. Hierfür braucht es eine zügige und umfassende Verständigung in der nächsten Legislaturperiode, die diese dann aber auch überdauern muss – einmalige Investitionen für einen begrenzten Zeitraum sind nicht ausreichend. Das wird eine milliardenschwere Daueraufgabe.

Direkt zur Kurzstudie.
Ein Interview von Prof. Andreas Breiter zum Thema.
Das Thema auf Spiegel ONLINE.

Der Geist ist willig, das WLAN schwach

Neue Bertelsmann-Studie zum Stand des digitalisierten Lernens in Deutschlands weiterführenden Schulen veröffentlicht.

Für die aktuelle Studie wurden rund 2000 Schüler, Lehrer und Schulleitungen sowie Experten aus Politik und Verwaltung befragt. Ein Großteil der Lehrkräfte und Schulleitungen sieht Vorteile der Digitalisierung hauptsächlich im administrativen Bereich. Das liegt zum einen an der noch immer mangelhaften technischen Infrastruktur und am fehlenden Support, zum anderen wird nach wie vor von vielen Lehrkräften der pädagogische Nutzen der digitalen Medien angezweifelt. Das sehen die Schülerinnen und Schüler ganz anders: 80 Prozent wünschen sich einen vielseitigeren Einsatz digitaler Medien und glauben, dass sie dadurch im Unterricht aktiver und aufmerksamer sein würden. Dagegen messen nur acht Prozent der Schulleitungen der Digitalisierung hohe strategische Bedeutung für die Ausrichtung ihrer Schule bei.

Insgesamt bescheinigt die Studie ein konzeptionelles und technisches Vakuum in Bezug auf den Einsatz digitaler Medien sowohl in Schulen als auch in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte. Dass der digitale Wandel unaufhaltsam ist, darin herrscht Einigkeit – nur wie er gestaltet werden kann bleibt für Lehrkräfte und Schulleitungen eine offene Frage.

DigitalPakt Schule – nur verschoben oder abgesagt?

Am 1. Juni berichteten wir über ein gemeinsames Eckpunktepapier von Kultusministerkonferenz (KMK) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum Digitalpakt Schule, das die KMK auf einer Pressekonferenz (ohne Beteiligung des BMBF) vorgestellt und auf Ihrer Website zum Download bereitgestellt hatte. Dieser Link ist inzwischen mausetot. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren.

Die Zeitschrift c’t berichtete bereits in ihrer Ausgabe 14/2017 (S. 72), dass der DigitalPakt Schule ins Stocken geraten sei. Wohl auch, weil es seitens des Bundesfinanzministers noch keine Finanzierungszusage gäbe. In den Eckwerten des Bundeshaushaltes 2018 seien zwar diverse Einzelvorhaben des BMBF enthalten – nur eben der Digitalpakt fehle noch.

Der Blogger Jan-Martin Wiarda berichtet jetzt von einem Brief, den die KMK-Präsidentin und Baden-Württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Susanne Eisenmann, nun an ihre Bundeskollegin Johanna Wanka geschrieben habe und darin um klare Positionierung des BMBF bitten soll. Weiterhin berichtet er von einem Interview des Hamburger Bildungssenators Ties Rabe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in dem ebenfalls unterstellt worden sei, dass das BMBF das Geld noch gar nicht hat und dass der Digitalpakt womöglich platzen könnte.

Auch die Badische Zeitung berichtet in ähnlichem Tenor und kommt zu dem Schluss, dass das BMBF vor der Bundestagswahl keine Vereinbarung abschließen wolle und das „vorläufige“ Eckpunktepapier von der Website der KMK habe löschen lassen.

Eigentlich haben sich aber alle Beteiligten inzwischen recht weit aus dem Fenster gelehnt, als dass das Gesamtpaket noch scheitern könnte. Was dann aber am Ende davon übrig bleibt – darüber darf weiter spekuliert werden.

Computer + Unterricht zum Thema „Clouds“ erschienen!

Andreas Breiter und Björn Eric Stolpmann haben die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Computer + Unterricht (Nr. 106/2017) mit herausgegeben, die sich mit den Potenzialen von Cloudlösungen für die Medienbildung befasst, die längst nicht mehr nur im Ort „Schule“ stattfindet, sondern sehr mobil auch bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause, am Nachmittag in gemeinsamen Lerngruppen oder auf Studien- und Projektfahrten, so dass auch die Daten und die sie verarbeitenden Anwendungen ständig verfügbar sein müssen.

Cloud Computing kann mobiles Lernen durch ganz unterschiedliche Dienste unterstützen. Dazu gehört das Verwalten von Identitäten, die sichere und rechtskonforme Speicherung der Daten, die Nutzung von Kommunikations- und Kollaborationsmitteln sowie Anwendungen und Unterrichtsmedien die zentral (und ohne Installation) über einen Browser genutzt werden können. Im Idealfall können alle diese Dienste über ein gemeinsames zentrales Portal zugegriffen werden.

Die Beiträge in diesem Themenheft sollen Schulen sowie Lehrkräften Anregungen geben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Die vorgestellten Beispiele zeigen einerseits die Potenziale auf, die entstehen, wenn verschiedene Dienste in die Cloud verlagert werden. Es wird aber auch deutlich, dass es sich um ein voraussetzungsreiches Vorhaben handelt, dass umfangreich geplant werden muss. Neben den rein technischen Grundlagen, sind vor allem auch organisatorische und rechtliche Fragestellungen zu beantworten. Dann können diese Modelle das Methodenspektrum für den Unterricht und die außerschulische Nutzung deutlich erweitern.

Zum Friedrichverlag: Computer + Unterricht Nr. 106/2017 „Clouds“