Pokémon GO – Worum geht es?

Totgesagte leben länger, das gilt auch für das japanische Unternehmen Nintendo, die unlängst mit dem Spiel Pokémon GO einen der größten Erfolge im Bereich mobiler Spiele gelandet haben. handysektor.de – ein Informationsangebot, das Jugendliche beim kompetenten Umgang mit mobilen Medien unterstützen will, hat zu dem Spiel ein umfangreiches Themenspecial zusammengestellt, das auch für Erwachsene und insbesondere für Pädagoginnen und Pädagogen interessant ist.

Ausschreibung 2016: Dieter Baacke Preis in fünf Kategorien

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Ziel ist es, herausragende medienpädagogische Projekte und Methoden aktiver Medienarbeit zu würdigen und bekannt zu machen, die Kindern, Jugendlichen und Familien einen kreativen, kritischen Umgang mit Medien vermitteln und damit Mediennutzung und die Ausgestaltung der Medienkompetenz fördern.
Der Dieter Baacke Preis 2016 wird in fünf Kategorien vergeben, die jeweils mit 2.000,- € dotiert sind:

  1. Projekte von und mit Kindern
  2. Projekte von und mit Jugendlichen
  3. Interkulturelle und internationale Projekte (z.B. grenzüberschreitende medienpädagogische Projekte und Projekte, welche den interkulturellen Austausch fördern oder die Situation von Kindern, Jugendlichen, Familien mit Migrationshintergrund berücksichtigen, deren Teilhabe fördern, besonders auch in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten/Refugees), Medienarbeit als Schlüssel zur Integration
  4. Intergenerative und integrative Medienprojekte (medienpädagogische Zusammenarbeit, Austausch zwischen den Generationen, familienorientierte Medienarbeit , medienpädagogische Projekte mit inklusivem und integrativem Ansatz, welche z.B. die Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien in einer inklusiven Gesellschaft fördern)
  5. Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter (modellhafte, innovative medienpädagogische Zusammenarbeit von verschiedenen Institutionen, Trägern oder medienpädagogisch engagierten Einzelpersonen)

Bewerben können sich Institutionen, Initiativen oder Einzelpersonen mit innovativen, originellen oder mutigen Projekten zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz. Der Wettbewerb richtet sich an Projekte außerschulischer Träger (z.B. Jugendzentren, Kindergärten, Träger der Jugendhilfe oder Familienbildung, Medienzentren und Medieninitiativen) und Kooperationsprojekte zwischen schulischen und außerschulischen Trägern.
Die Projekte sollten im Vorjahr entstanden sein oder im laufenden Jahr bis zur Bewerbungsfrist beendet sein. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2016 (Poststempel/Eingang der Online-Anmeldung) / Anmeldung: www.dieterbaackepreis.de

Weitere Informationen: Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) Tel.: 0521/67788, E-Mail: gmk@medienpaed.de, Web: www.gmk-net.de Der Dieter Baacke Preis wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de)

Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe

In der gerade vorgelegten Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums geht es um den Bedeutungszuwachs digitaler Medien in der Kinder- Jugendhilfe. Dabei nimmt das Gremium, welches sich aus Fachleuten aus Forschung, Praxis und Politik zusammensetzt, aktuelle Entwicklungslinien kritisch in den Blick und diskutiert offen und fundiert  über die Ambivalenzen der zunehmenden Digitalisierung. Einem Zuwachs an Möglichkeiten im Bereich der Beteiligungsformen und Kommunikationsräume stehen grundlegende Herausforderungen gegenüber, die sowohl das Verhältnis zwischen den Professionellen und ihrer Klientel nachhaltig verändern als auch das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe an sich stark beeinflussen! Die intensive Auseinandersetzung mit Potentialen und Risiken der Digitalisierung ist deshalb als Voraussetzung für eine zeitgemäße und professionelle Kinder- und Jugendhilfe insgesamt anzusehen. Weitere Informationen hier: BJK_Stellungnahme_Digitale-Medien

Digitale Medien von geringer Relevanz im Berufsbildungsbericht 2016

Bereits zum 1. April erschien der jährliche Berufsbildungsbericht. Zu den berufsbildungspolitischen Prioritäten heißt es dort zwar, dass die Digitalisierung der Wirtschaft „generell zu neuen Dienstleistungs- und Produktionsprozessen und damit zu neuen Anforderungen an Qualifikation und Arbeitsorganisationen auch in mittleren und kleinen Unternehmen führen“ wird und sich dadurch „zum Teil grundlegende Veränderungen in den benötigten Qualifikationsprofilen der Fachkräfte und bezüglich ihrer Kompetenz im Umgang mit neuen Medien“ ergeben werden. Daraus folgt zwar die Einsicht, dass „auch in der Berufsbildung die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern“ sind, wie das geschehen soll, bleibt aber weitgehend offen. Im Bericht findet man dazu nur noch den Hinweis auf das seit mehreren Jahren laufende BMBF-Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ , in dessen Rahmen auch das ifib bereits mehrere Projekte durchgeführt hat und aktuell mit dem Vorhaben DigiLernPro – Digitale Lernszenarien für die arbeitsplatz-integrierte Wissens- und Handlungsunterstützung in der industriellen Produktion vertreten ist. Spätestens im übernächsten Berufsbildungsbericht findet man dann vielleicht auch etwas aus dem Projekt DIMBA – Digitale Medien in der beruflichen Ausbildung, das sich explizit mit der Frage der Berufsbildung mit digitalen Medien und der in diesem Kontext zu erwerbenden Medienkompetenz befasst.

 

„Selbstdatenschutz! Tipps, Tricks und Klicks“

So lautet der Titel der neuen Broschüre zum Thema Selbstdatenschutz der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) ( Quelle: BLM Pressemitteilung Nr. 26 / 01.06.2016): Durch die Kommunikation mittels mobiler Geräte, den Gedankenaustausch innerhalb Sozialer Netzwerke sowie die Verwendung scheinbar kostenloser Apps geben wir bewusst, aber auch unbewusst unsere persönlichen Daten preis. Das Thema Selbstdatenschutz gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) herausgegebene Broschüre „Selbstdatenschutz! Tipps, Tricks und Klicks“ gibt Mediennutzern alltagstaugliche Tipps sowie verständlich aufbereitete Hintergrundinformationen für einen selbstbestimmten und kompetenten Umgang mit den eigenen Daten. Hier geht es zur aktuellen BLM-Broschüre zum Selbstdatenschutz!

Tincon – Erstes Festival für digitale Jugendkultur

Vom 27. bis 29. Mai 2016 findet in Berlin die erste Tincon – teenageinternetwork convention statt. An drei Tagen können Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren an Workshops, Diskussionen und Maker Spaces teilnehmen. Nähere Infos zu Programm, Speakern und Tickets sind hier zu finden. Die convention wird vom TINCON e.V. veranstaltet, der von den re:publica– und Spreeblick-GründerInnen Tanja und Johnny Haeusler ins Leben gerufen wurde.

Umfrage zum Einsatz von digitalen Medien im Musikunterricht

Im Forschungsprojekt „PosyMus – Potenziale von Feedbacksystemen im Musikunterricht“ konzipiert und entwickelt das ifib zusammen mit Musikpädagogen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) ein elektronisches Rückmeldesystem zur Abbildung von musikalischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern. Dabei soll insbesondere erforscht werden, wie die Ergebnisse aufbereitet werden müssen, um Lehrkräften eine möglichst aussagekräftige und für die Unterrichtskonzeption gewinnbringende Bestandsaufnahme der Individual- und Klassenkompetenz an die Hand zu geben. Um das System möglichst praxisnah gestalten zu können, führen wir eine Umfrage zur Erforschung der Kenntnisse und Einstellungen von Lehrkräften in Bezug auf den Einsatz von digitalen Medien im Musikunterricht durch. Die Befragung erfolgt anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf Personen oder Institutionen möglich sind. Die Beantwortung der Fragen dauert ca. 15-20 Minuten.

Über eine Teilnahme an unserer Umfrage würden wir uns sehr freuen! Bei Interesse finden Sie diese hier.

Wie ticken Jugendliche 2016?

„Wie leben und erleben Jugendliche ihren Alltag? Wie nehmen sie die historischen und heutigen Verhältnisse in Deutschland und in der Welt wahr? Was stiftet für sie Sinn? Welche Lebensentwürfe verfolgen sie? Welche Rolle spielen Mobilität, Nachhaltigkeit und digitale Medien in ihrem Leben?“

Laut der neuen SINUS-Jugendstudie sind die heute 14-17-Jährigen toleranter und haben eine größere Sehnsucht nach Halt und Geborgenheit. Viele wollen sein „wie alle“. Zudem können sie sich ein Leben ohne Internet und Smartphones nicht mehr vorstellen, wobei sehr wohl das Thema Datenschutz kritisch behandelt wird. Dies sind nur einige Ergebnisse der Studie „Wie ticken Jugendliche?“, die das SINUS-Institut nach 2008 und 2012 jetzt veröffentlicht hat.