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Startschuss für DATAFIED: Neues Verbundprojekt am ifib

Bildnachweis: racom/Shutterstock.com

Zum 1. Dezember ist das Verbundprojekt DATAFIED (DATA For and In EDucation) offiziell gestartet. Zusammen mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU), sowie dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) sollen die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Datafizierung im schulischen Bildungssystem untersucht werden. Datafizierung meint, dass über alle Prozesse des Schulsystems Daten gesammelt werden, die gleichzeitig Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse verschiedener schulischer Akteure (etwa Bildungspolitik, Schulaufsicht, Schulträger, Lehrkräfte oder Eltern) beeinflussen.

Sowohl das BMBF als auch die Kultusministerkonferenz haben die zunehmende Digitalisierung im Schulwesen in ihren Strategiepapieren fest verankert. Dies wird auch durch die aktuell diskutierte Grundgesetzänderung im Rahmen des „DigitalPakt Schulen“ bekräftigt. DATAFIED bildet in diesem Kontext einen wichtigen Baustein in der Erforschung und Evaluation der bisherigen Fortschritte.

Die Erhebung und Nutzung von Daten ist keineswegs neutral: Welche Daten werden aus welchen Gründen erhoben, welche werden nicht abgefragt? Was geschieht mit diesen Daten? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus in Bezug auf die Idealvorstellung von „guter“ Bildung und der „richtigen“ Implementierung digitaler Hilfsmittel ziehen?

Hierzu werden vom ifib und den Verbundpartnern jeweils verschiedene Ebenen der Informationsverarbeitung und -nutzung im Bildungssystem untersucht: Das ifib wird sich dabei verstärkt mit den Veränderungen in Schulinformationssystemen und im Schulmanagement durch die Implementierung von Dateninfrastrukturen beschäftigen. In mehreren Arbeitsschritten sollen die vorhandenen Schulinformationssysteme gesichtet und analysiert werden, um die beteiligten Akteure sowie Software- und Datenstrukturen zu identifizieren. Anschließend sollen durch Interviews mit den Entwickler*innen Erkenntnisse über die Hintergründe der Software gesammelt werden: Welche Probleme sollen durch die Programme gelöst werden? Welche Wertungen und Prioritäten werden durch sie Software vorgegeben? Welches Bild von „guter“ Bildung und Schule lag der Entwicklung zugrunde? Abschließend soll durch weitere Interviews an mehreren Schulen mit Nutzer*innen erhoben werden, wie die Schulinformationssysteme in der Praxis genutzt werden.

Die Verbundpartner widmen sich den Ebenen Schulaufsicht und Schule, Lernsoftware und Unterricht sowie der Lehrkräfte und Schüler*innen im Unterricht. Dies soll jeweils an vier verschiedenen Standorten geschehen: Bremen, Potsdam, Frankfurt a.M. und Hamburg.

Das Projekt  Ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt

 

Digitales Lernen in der Berufsausbildung

Ohne Digitalkompetenzen geht es auch beim Fachkräftenachwuchs im Handwerk und in den gewerblich-technischen Berufen nicht mehr. Eine von der Deutschen Telekom Stiftung beauftragte Befragung zum digitalen Lernen in der Berufsausbildung zeigt, dass hier noch viel Luft nach oben vorhanden ist.

Die Mehrheit der befragten Berufsschullehrkräfte und Ausbilderinnen und Ausbilder in mittelständischen technischen Betrieben erkennt zwar die große Bedeutung digitaler Medien in der Wissensvermittlung, die Umsetzung dieser Erkenntnis gestaltet sich aber, unter anderem durch mangelnden Austausch zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben, unzureichende IT-Ausstattung und fehlenden technischen Support, als eher schwierig. Medienkonzepte sind häufig nicht vorhanden und werden schmerzlich vermisst.

Eine Zusammenfassung der Studie und weitere Informationen finden Sie unter www.telekom-stiftung.de.

Weitere Verzögerungen beim Digitalpakt

Wie wir hier schon mehrfach berichteten, kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei der Umsetzung des Digitalpaktes. Nun berichtet der wie gewöhnlich gut informierte Jan-Martin Wiarda in seinem Blog von weiteren Komplikationen, die offenbar auf eine personelle Veränderung im Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zurückzuführen seien. Weiterlesen

Songwriting mit dem Tablet – Von der Idee zum fertigen Pop-Song

Ab Oktober bieten wir in unserem Forschungsprojekt „Musicalytics – Musikalisches non-formal situiertes Lernen in digitalen Lernumgebungen“ zusammen mit der Musikschule in Bremen sowie der Volkshochschule in Detmold den Kurs „Songwriting mit dem Tablet – Von der Idee zum fertigen Pop-Song“ an: Weiterlesen

Was ist eigentlich Leichte Sprache?

In diesem interessanten Podcast auf forschergeist.de spricht Isabel Rink von der Forschungsstelle Leichte Sprache im Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim über Leichte Sprache. Hierbei geht sie darauf ein, was Leichte Sprache ist, für wen diese gedacht ist und welche Regeln beim Einsatz von Leichter Sprache gelten. Zudem stellt sie vielfältige Anwendungsgebiete vor, in denen Leichte Sprache helfen könnte, Informationen verständlicher und zugänglicher zu gestalten sowie Kommunikation zu erleichtern.

Jugendmedienschutz vor 50 Jahren – ein Rückblick auf Mediengefährdungen im Spiegel der Zeit

„Welchen medialen Gefährdungen waren Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland eigentlich 1968 ausgesetzt? Und vor welchen Hintergründen?“ Gerd Hallenberger entwirft in seinem Beitrag –  in der seit Kurzem  online verfügbaren Zeitschrift TV-diskurs – ein gesellschaftliches Panorama des Jugendmedienschutzes im Spiegel der späten 60er Jahre. Er geht dabei der Frage nach, wie sich Moralvorstellungen veränderten und welche Medienproduktionen maßgeblich für die Entwicklung waren. Es erwartet Sie ein amüsanter Streifzug durch die Vergangenheit der Medien mit jugendschutzrelvanten Medienhäppchen in Wort und Bild…

Zum Artikel: 1968 … und der Jugendmedienschutz

#Digitalpakt nimmt weitere Hürde!

Heute nahm der #Digitalpakt eine weitere Hürde (vgl. Pressemitteilung BMBF) auf seinem Weg zur Umsetzung. Im Kabinett wurde die Änderung des Grundgesetzartikels 104c beschlossen. Der Artikel regelte bzw. schränke die Möglichkeiten des Bundes ein, kommunale Bildungsinfrastrukturen flächendeckend zu fördern. Weiterlesen

Berlin startet breit angelegten Schul-IT-Support

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport übernimmt von den Bezirken die IT-Betreuung der Schulen, um eine nachhaltige Nutzung der Endgeräte sowie den flexiblen und zuverlässigen Einsatz dieser dauerhaft zu gewähren. Das Vorhaben wurde bereits 2016 in einem Pilotversuch mit 33 Schulen erprobt und die Ergebnisse unterstrichen die Notwendigkeit technischer Fachkräfte an Schulen. Weiterlesen

Jetzt bewerben: Dieter Baacke Preis 2018

Dieter Baacke Preis – Die bundesweite Auszeichnung für
medienpädagogische Projekte

Mit Sonderpreis: Kinderrechte in der digitalen Welt

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnen die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit in Deutschland aus. Weiterlesen